29. April 2005 09:22; Akt: 29.04.2005 09:27 Print

Mini-Nuke könnte eine Million Menschen töten

Die neuen taktischen Mini-Atomwaffen, deren Entwicklung von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ins Auge gefasst wird, könnten nach einer offiziellen Studie als Nebenwirkung verheerende Verluste unter der Zivilbevölkerung verursachen.

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Die jetzt in Washington veröffentlichte Untersuchung des Nationalen Forschungsrats kommt zwar zu dem Schluss, dass die «Mini-Nukes» wie angestrebt so gebaut werden können, dass sie bis zu 250 Meter tief in der Erde liegende Bunker knacken können.

Auf der Oberfläche könnten sie aber zugleich mehr als eine Million Menschen töten, wenn sie auf dicht bevölkerte Zonen fielen heisst es in der vom US-Kongress in Auftrag gegebenen Studie.

Der Kongress hatte im vergangenen Jahr die Gelder für die Entwicklung dieser Waffen gestrichen, die sich durch massiven Felsen bohren können sollen.

Rumsfeld will das Projekt dennoch weiter verfolgen und in einer ersten Stufe die technische Machbarkeit weiter prüfen lassen. Für das Budget 2006 hat er dafür 8,5 Millionen Dollar (rund 10 Mio. Franken) beantragt, für 2007 dann weitere 14 Millionen Dollar.

(sda)