London 2012

12. Mai 2012 17:48; Akt: 12.05.2012 22:55 Print

Mit Schallwaffen gegen Olympia-Attacken

Mit einer sehr weitreichenden und sehr starken Schallwaffe (LRAD) will die britische Armee während den Olympischen Spielen in London gegen allfällige Angriffe von Terroristen ankämpfen.

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Das britische Verteidigungsministerium bestätigte laut BBC Online, dass die Schallwaffe währen den Olympischen Spielen von London im Juli und August zum Einsatz gelangen soll.

Bei der Schallwaffe handelt es sich gemäss Darstellung der britischen Medien um ein US-Produkt, ein sogenanntes «Long Range Acoustic Device» (LARD). Die Waffe produziert eine sehr grosse Lautstärke: bis zu einem Kilometer weit hört man jedes Geräusch, welches über diesen mobilen Piezo-Lautsprecher versendet wird. Im harmlosen Fall dient das LARD zur zivilen oder militärischen Kommunikation über mittlere Distanzen, zum Beispiel zur Hilfeanforderung.

Das LARD kann mit einer maximalen Lautstärke von 146 Dezibel aber Menschen, die mit ungeschützten Ohren in den schmalen Abstrahlwinkel treten, nicht nur sofort vertreiben, sondern kann ihnen sogar irreparable Hörschäden zufügen. Abgesehen von der militärischen Verwendung wird LRAD heute vor allem auf Schiffen vor Somalia zur Abwehr von Piratenangriffen eingesetzt.

Einsatz gegen Schiffe auf der Themse

Die LRAD wurde während der weitreichenden Sicherheitstests der Armee vom 2. bis 10 Mai bereits getestet und soll bei Olympia in erster Linie dafür eingesetzt werden, um bei einem Zwischenfall den Schiffsverkehr auf der Themse sofort zu stoppen, schreibt die Agentur AFP. Das ist wichtig, weil sich viele Ausstragungsstätten der Spiele in unmittelbarer Nähe der Themse befinden.

Das Sicherheitsdispositiv während den Olympischen Spielen ade vom 27. Juli bis 12. August ist das grösste in Grossbritannien in der Nachkriegszeit. Rund 40 000Soldaten, Polizisten und private Sicherheitskräfte stehen im Einsatz. Auch Kriegsschiffe und Abfangjäger stehen für Notfälle bereit.


Hier ein Video von einem LRAD-Einsatz am G-20-Gipfel in Pittsburgh:

(uwb)