Kurz vor Iowa-Wahl

30. Dezember 2011 22:34; Akt: 30.12.2011 22:43 Print

Mitt Romney wieder in Front

Am 3. Januar beginnen die Republikaner die Vorausscheidung für die Präsidentenwahl. Die neuste Umfrage in Iowa bringt den ursprünglichen Favoriten wieder ins Spiel.

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: Der frühere Sprecher des Repräsentantenhauses hat bislang eine Achterbahnfahrt erlebt. Mit dem Sieg bei der Vorwahl in South Carolina war er zuletzt ganz oben. Unklar ist, wie lange dies so bleibt, denn Gingrich schleppt viel Ballast mit sich herum. : Der Ex-Gouverneur von Massachusetts und Multimillionär gilt als mehrheitsfähig. Doch viele Konservative tun sich schwer mit dem Mormonen, sie halten ihn für zu glatt und abgehoben. Nach gutem Start in die Vorwahlen ist er zuletzt in Rücklage geraten. Der 53-jährige Italoamerikaner sass zwölf Jahre für den Bundesstaat Pennsylvania im Senat, ehe er 2006 abgewählt wurde. Er politisiert am rechten Rand der Partei. Lange war er ein krasser Aussenseiter, doch in Iowa gewann er knapp gegen Romney. : Der Texaner hat mit seinen libertären, staatskritischen Ansichten eine grosse Fangemeinde erobert. Diese hat ihm bei den bisherigen Vorwahlen zu teilweise guten Resultaten verworfen. Eine Chance auf die Nomination hat er trotzdem nicht. Der Gouverneur von Texas stieg im August ins Rennen ein und erreichte in den Umfragen sofort Spitzenwerte. Doch nach einigen Patzern stürzte er immer tiefer ab. Nach schwachen Ergebnissen in Iowa und New Hampshire stieg er aus dem Rennen aus. : Er war Gouverneur von Utah, US-Botschafter in China und ist bekennender Mormone, wie Mitt Romney. Huntsman wollte sich als moderate Alternative zu diesem anbieten, doch wirklich durchsetzen konnte er sich nie. Am 16. Januar warf er das Handtuch. Die Kongressabgeordnete aus Minnesota hat fünf eigene und 23 Pflegekinder. Sie ist eine Favoritin der Tea-Party-Bewegung und berüchtigt für ihr loses Mundwerk. Nachdem sie bei der Vorwahl in ihrem Geburtsstaat Iowa nur den letzten Platz belegte, gab sie ihre Bemühungen auf. Der ehemalige Chef einer Pizza-Kette inszeniert sich als Anti-Politiker und kommt damit vor allem bei der Tea-Party-Bewegung an. Vorwürfe wegen sexueller Belästigung und peinliche Patzer haben ihm jedoch geschadet - so sehr, dass er am 3. Dezember 2011 seine Kandidatur vorläufig auf Eis gelegt hat. Mit seiner zupackenden Art hat er sich als Gouverneur von New Jersey schnell Respekt verschafft. Für viele Republikaner ist er ein Hoffnungsträger, doch am 4. Oktober 2011 stellte Christie ein für allemal klar, dass er nicht kandidieren wird. : Die ehemalige Gouverneurin von Alaska erhält viel Aufmerksamkeit, doch ob sie in der Lage wäre, gegen Barack Obama zu gewinnen, haben viele bezweifelt. Am 5. Oktober 2011 hat sie ihren Verzicht auf eine Kandidatur bekanntgegeben. Der Bruder von George W. Bush (l.) hat sich als früherer Gouverneur von Florida Respekt verschafft. Einen weiteren Bush im Weissen Haus will er den Amerikanern aber offensichtlich nicht zumuten. «Ich kandidiere nicht», hielt er in einer Mitteilung fest. Der Kongressabgeordnete von Wisconsin hat den radikalen Budget-Sparplan der Republikaner entworfen. Das macht ihn für viele in der Partei zu einem möglichen Kandidaten, doch Ryan will davon bislang nichts wissen. Der populäre Gouverneur von Indiana und Budgetdirektor in der Regierung von George W. Bush galt als Favorit der Parteiführung. Am 22. Mai 2011 erklärte er jedoch aus Rücksicht auf seine Familie den Verzicht auf eine Kandidatur. : Dem ehemaligen Gouverneur von Arkansas gelang 2008 zum Auftakt der Vorwahlen ein Überraschungssieg. Dieses Mal hat der Baptistenprediger frühzeitig das Handtuch geworfen. : Der Gouverneur von Minnesota hat versucht, sich als solider Konservativer zu profilieren. Allerdings fehlt es ihm an Charisma. Im Juli stieg er als erster Kandidat aus dem Rennen aus. Der New Yorker Immobilienmogul sorgte mit markigen Sprüchen für Furore und erklomm in den Umfragen kurzzeitig den Spitzenplatz. Dann krebste er zurück: Seine vermeintliche Präsidentschaftskandidatur war wohl nur ein Werbegag für seine TV-Show «The Celebrity Apprentice».

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Eine neue Umfrage hat am Freitag den Favoritenstatus des republikanischen US-Politikers Mitt Romney im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei bestätigt.

Laut der Erhebung von ABC News und Marist unter Republikanern, die am 3. Januar im Bundesstaat Iowa in so genannten Caucuses ihren Favoriten für die Wahl im kommenden Jahr bestimmen sollen, liegt Romney mit 23 Prozent der voraussichtlichen Wählerstimmen vorn.

Gefolgt wird er von Ron Paul mit 21 Prozent, dem Überraschungsaufsteiger Rick Santorum mit 15 Prozent und dem texanischen Gouverneur Rick Perry mit 14 Prozent.

Romney machte während seiner Wahlkampftour im Bus durch Iowa in West Des Moines Halt. Dort wetterte er gegen den demokratischen US- Präsidenten Barack Obama, der im November 2012 seine Wiederwahl anstrebt.

«Kälte, Regen und Wind»

Während Obama auf Hawaii eine Partie Golf nach der anderen spiele, trotze er, Romney, «Kälte, Regen und Wind», weil ihm die Vereinigten Staaten wirklich am Herzen lägen.

Der frühere Gouverneur von Massachusetts verglich Obama auch mit Königin Marie-Antoinette. Wie diese unterschätze der derzeitige Präsident vollkommen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Bevölkerung.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marc am 30.12.2011 23:21 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Nichtskönner

    Nur Obama kann die USA auf den rechten Weg führen! Wenn jetzt beispielsweise dieser Romney oder irgend ein Anderer gewählt werden würde, wäre das eine Katasprohe für die USA! Ich würde wetten, dass alle Kandidaten (ausser Obama) dort weitermache würden, wo George W. Bush aufgehört hat: Mit Kriegen und noch mehr Staatsschulden.

  • Werner K. am 30.12.2011 23:52 Report Diesen Beitrag melden

    Alle wollen einmal "Sieger" sein!

    Ehrlich gesagt, ich verstehe diese ganze Hysterie um diese Erhebungen im Vorfeld von Wahlen nicht ganz! Wenn man die gleiche Erhebung, am gleichen Tag, zwei Mal wiederholt, dann hat man schon drei verschiedene Resultate! Zahltag ist der Wahltag oder auch umgekehrt! Alles andere sind nur Kinderspiele zum Zeitvertreib bis im November 2012 und auch um das Fussvolk bei Laune zu halten! Wie!? Einmal ist diese Seite in Führung, ein anderes Mal die andere Seite, wiederum ein anderes Mal kommt der Amtsinhaber zurück an die Spitze usw., d.h. alle fühlen sich bis zum Wahltag min. einmal als "Sieger"!

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  • Werner K. am 30.12.2011 23:52 Report Diesen Beitrag melden

    Alle wollen einmal "Sieger" sein!

    Ehrlich gesagt, ich verstehe diese ganze Hysterie um diese Erhebungen im Vorfeld von Wahlen nicht ganz! Wenn man die gleiche Erhebung, am gleichen Tag, zwei Mal wiederholt, dann hat man schon drei verschiedene Resultate! Zahltag ist der Wahltag oder auch umgekehrt! Alles andere sind nur Kinderspiele zum Zeitvertreib bis im November 2012 und auch um das Fussvolk bei Laune zu halten! Wie!? Einmal ist diese Seite in Führung, ein anderes Mal die andere Seite, wiederum ein anderes Mal kommt der Amtsinhaber zurück an die Spitze usw., d.h. alle fühlen sich bis zum Wahltag min. einmal als "Sieger"!

  • Marc am 30.12.2011 23:21 Report Diesen Beitrag melden

    Alles Nichtskönner

    Nur Obama kann die USA auf den rechten Weg führen! Wenn jetzt beispielsweise dieser Romney oder irgend ein Anderer gewählt werden würde, wäre das eine Katasprohe für die USA! Ich würde wetten, dass alle Kandidaten (ausser Obama) dort weitermache würden, wo George W. Bush aufgehört hat: Mit Kriegen und noch mehr Staatsschulden.