Pakistan

11. Februar 2011 09:39; Akt: 11.02.2011 09:55 Print

Mord eines US-Diplomaten erregt Gemüter

Der Fall eines in Pakistan festgenommenen angeblichen US-Diplomaten wird zur Belastungsprobe für die Regierungen in Washington und Islamabad. Er wird wegen Mordes angeklagt.

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Raymond Davis wird von der pakistanischen Polizei abgeführt. (Bild: Keystone)

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Die Polizei in der ostpakistanischen Metropole Lahore teilte am Freitag mit, der von ihr Raymond Davis genannte Amerikaner werde wegen Mordes angeklagt.

Ein Gericht verlängerte ebenfalls am Freitag die Untersuchungshaft des Mannes, der nach Angaben der US-Botschaft diplomatische Immunität geniesst. Die Botschaft fordert seine sofortige Freilassung.

Davis hatte am 27. Januar zwei Pakistaner in Lahore erschossen, er wurde anschliessend festgenommen. Nach Angaben der US-Botschaft hatte er zur Selbstverteidigung das Feuer eröffnet. Lahores Polizeichef Aslam Tareen wies das am Freitag zurück.

«Wir haben ihn des Mordes angeklagt»

«Unsere Untersuchungen sind abgeschlossen und wir haben ihn des Mordes angeklagt.» Davis habe zehn Kugeln auf die beiden Männer abgefeuert und einem von ihnen in den Rücken geschossen, als dieser habe fliehen wollen.

Das Gericht in Lahore forderte die Regierung in Islamabad auf zu klären, ob Davis diplomatische Immunität geniesse. Nach Angaben von Staatsanwalt Abdul Samad verlängerte das Gericht in der Zwischenzeit die Untersuchungshaft von Davis um 14 Tage.

(sda)