Busunglück auf Madeira

30. April 2019 08:10; Akt: 30.04.2019 08:53 Print

Söhne bangen 5 Tage am Bett einer fremden Frau

Zwei Männer verbrachten nach dem Busunglück mehrere Tage am falschen Krankenbett. Sie dachten, vor ihnen liege ihre Stiefmutter.

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Am 17. April kam es auf Madeira zu einem tragischen Busunglück. Eine deutsche Reisegruppe verunfallte auf der portugiesischen Ferieninsel. Dabei kamen 29 Menschen ums Leben, 28 weitere wurden verletzt.

Wie nun die «Neue Osnabrücker Zeitung» schreibt, kam es bei der Repatriierung zu einer tragischen Verwechslung. Zwei Männer verbrachten fünf Tage am Krankenbett einer Frau. Sie dachten, es sei ihre Stiefmutter. Diese war jedoch beim Unglück ums Leben gekommen.

Die Frau im Spital wurde nach dem Unglück in ein künstliches Koma versetzt. Sie hatte wohl eine ähnliche Statur wie die Stiefmutter der beiden, die beim Unglück bereits ihren Vater verloren hatten. Da ihr Gesicht durch die schweren Verletzungen entstellt war, löste sich die Verwechslung erst auf, als am vergangenen Freitag ein Zahnabgleich gemacht wurde.

Unglücksursache noch ungeklärt

Eine offizielle Bestätigung des Bundeskriminalamts (BKA) für die Verwechslung gab es der Zeitung zufolge zunächst nicht. Diese berief sich auf Angaben der beiden Männer, die von der Polizei über die Verwechslung informiert worden seien. Das Auswärtige Amt wollte sich demnach ebenfalls nicht zu einzelnen Betroffenen äussern.

Der Bus sollte die Touristen vom Hotel zum Lokal des Abendessens fahren. In einer engen Kurve verlor der Fahrer die Kontrolle über den mit mehr als 50 Passagieren besetzten Bus, der daraufhin eine Böschung hinabstürzte und in ein Haus krachte. Die Unglücksursache ist ungeklärt.

(fss/afp)