Angriff in Saudiarabien

15. September 2019 15:42; Akt: 15.09.2019 19:48 Print

Öl-Preisanstieg nach Drohnen-Attacke erwartet

Nach Drohnenangriffen auf die grösste Erdölraffinerie Saudiarabiens dürfte der Ölpreis nun deutlich steigen. Laut Experten könnte gar die Marke von 100 Dollar wieder in Reichweite rücken.

Die Erdölraffinerie von Abqaiq wurde von Drohnen in Brand gesetzt. Darauf ist Erdölproduktion eingebrochen. Zu den Drohnenangriffen hatten sich die Huthi-Rebellen aus dem benachbarten Jemen bekannt. (Video: Shagul Tamil via Storyful)
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Der Ölpreis dürfte am Montag nach den verheerenden Angriffen auf Förderanlagen in Saudiarabien deutlich steigen – vermutlich zwischen fünf und zehn Dollar pro Fass. Teilweise rechnen Experten sogar mit Panik, die Marke von 100 Dollar könnte wieder in Reichweite rücken, sollte das Königreich nicht in der Lage sein, schnell wieder seine normale Kapazität zur Verfügung zu stellen.

Ein Insider sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Wochenende, es werde vermutlich eher Wochen als Tage dauern, bis die Förderung wieder wie gewohnt laufe. Durch Drohnenangriffe auf Standorte des staatlichen Ölkonzerns Saudi Aramco in Abkaik und Churais wurde eine Fördermenge von 5,7 Millionen Barrel pro Tag bis auf weiteres lahmgelegt.

Das ist mehr als die Hälfte der täglichen Ölproduktion des Königreichs. Zu dem Beschuss haben sich die Huthi-Rebellen im Jemen bekannt, die dem Iran nahestehen – dem Erzfeind Saudiarabiens in der Region. Die USA machten den Iran für die Attacken verantwortlich.

Fünf Prozent des weltweiten Angebots

Der gegenwärtige Ausfall entspreche in etwa fünf Prozent des weltweiten Angebots, sagte Samuel Ciszuk vom Analysehaus ELS. Andere Experten betonten, dass am Markt Sicherheitsbedenken bislang nur teilweise berücksichtigt worden seien. Die Angriffe stellten eine neue Dimension dar, sagte etwa Analyst Christyan Malek von der US-Grossbank JP Morgan. Der Markt werde dies nun einpreisen und der Preis in den nächsten drei bis sechs Monaten auf 80 bis 90 Dollar pro Fass steigen. Die Nordsee-Sorte Brent kostet momentan gut 60 Dollar, US-Leichtöl WTI knapp 55 Dollar.

Gary Ross von Black Gold Investors sagte, solche Attacken wie am Samstag seien schwer zu verhindern und könnten immer wieder vorkommen. Tilak Doshi von der auf die Energiebranche spezialisierten Beratungsgesellschaft Muse & Stancil ergänzte, Abkaik sei das Herz der Ölförderung in Saudiarabien. Dies komme nun hinzu zu Sicherheitsbedenken in der Strasse von Hormus, wo immer wieder Tanker angegriffen wurden. Noch schlimmer wären direkte Kampfhandlungen zwischen Saudiarabien und dem Iran, sagte Doshi. «Regierungen in der Region werden nun womöglich die US-Regierung und ihre harten Sanktionen gegen das Regime im Iran stärker unterstützen.»

(reuters)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stadt Luzerner am 15.09.2019 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer wars?

    Es kann jeder gewesen sein. Sogar die USA selbst um gewisse Instabilität zu erreichen und vom Ölpreis zu profitiere .... Denen traue ich mittlerweile alles zu! Es ist schon interessant dass solche Ereignisse immer dann passieren wenn man sie brauchen kann... lenkt von der katastrophalen Innenpolitik ab...

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  • jens am 15.09.2019 15:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    normal

    wow war ja auch nicht anders zu erwarten auch wenns nicht nötig ist den preis zu erhöhen so hat man wieder eine ausrede die kunden erneut abzuzocken

  • Mani Motz am 15.09.2019 15:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was stimmt jetzt?

    Am Morgen wurde überall berichtet, die vorhandenen Ölreserven seien so gross, dass der Preis wohl nicht steigen würde....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Elfie Graf am 16.09.2019 17:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin bereits ölunabhängig

    Ich muss keine Angst haben, denn ich habe kein Auto sondern ein Velo. Von mir aus kann Benzin auch 5 Franken kosten, denn ich bin bereits ölunabhängig. Ich nehme auch keine von diesen Plastiktäschchen mehr beim Coop. Und geheizt wird glaubs mit warmem Wasser in den Radiatoren. Das weiss ich, weil einer mal tropfte.

  • Tim am 16.09.2019 17:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zahltag

    Das die USA ihr Lager vor wenigen Wochen aufgestockt hat war für mich ein Signal zum in das Geschäft des Öl's einzusteigen.

    • Rosmarie Wüthrich am 16.09.2019 20:26 Report Diesen Beitrag melden

      Sie sind ein Schelm

      Na dann darf man sich fragen, warum die USA aufgestockt haben. Wussten diese wieder einmal etwas im Voraus? Wie bei AA und den Twin Towers?

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  • S.Kritischer. am 16.09.2019 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr Rösti hilf uns...lach

    Wo ist jetzt der Herr Rösti? Er behauptet doch immer dass wir uns zehn Rappen mehr fürs Benzin nicht leisten können. Unternimm etwas Herr Rösti....lach

  • StanX am 16.09.2019 16:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was nicht alles getan wird...

    ... um höhere Preisen durchzusetzen.

  • Romero am 16.09.2019 15:41 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Kriegslüge mehr

    Es wird wieder gelogen, wie bei allen Kriegen zuvor.