Krieg

01. Juni 2011 11:15; Akt: 01.06.2011 13:07 Print

Nato verlängert Libyen-Einsatz

Ursprünglich war der Nato-Einsatz in Libyen bis zum 27. Juni mandatiert gewesen. Da sich Muammar al-Gaddafi aber an die Macht krallt, will die Nato die Mission 90 Tage länger weiterführen.

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Am verkündet die Übergangsregierung Libyens offiziell die Befreiung des Landes. Am wird Muammar Gaddafi in Sirte gefangen und getötet. : In der Nacht auf Montag nehmen die Rebellen den Grünen Platz im Zentrum von Tripolis ein. Dort feiern Aufständische und Bewohner gemeinsam den Einmarsch. Auf dem Platz demonstrierten zuvor monatelang die Gaddafi-Getreuen. Aufständische bejubeln die Einfahrt in eines der Aussenquartiere der Hauptstadt Tripolis. In Bengasi feiern libysche Rebellen zusammen mit tausenden Menschen auf dem Tahrir-Platz die militärischen Erfolge ihrer Mitstreiter. Die Aufständischen erobern Brega und Sawija. Damit stehen sie nur noch wenige Kilometer von Tripolis entfernt: Auf dem Bild feiern Rebellenkämpfer die Eroberung Sawijas. Am mobilisieren die Rebellen ihre Kräfte im Westen des Landes. Ihr Ziel ist die Stadt Sawija. Am stirbt der Militärchef der Rebellen Abdel Fatah Junis. Die Urheber des Mordes sind nicht bekannt. : Libysche Rebellen und Angestellte der Botschaft übernehmen die libysche Botschaft in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. : Libysche Rebellen dringen in der strategisch wichtigen Stadt Brega in Wohngebiete vor. : Ein libyscher Junge schlägt in der Rebellenhochburg Misrata mit einem Schuh auf ein Porträt des Machthabers Muammar al-Gaddafi ein. : Die diplomatischen Bemühungen laufen auf Hochtouren. Der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrates Mahmoud Jibril trifft in Brüssel auf den Europaratspräsidenten Herman Van Rompuy. Saif al Islam Gaddafi Sagt am 11.7.2011: «Die Wahrheit ist, dass wir mit Frankreich verhandeln und nicht mit den Rebellen». : Strassenkunst in Bengasi: Gaddafi wird von einer Krake gefressen. : Noch geniesst Machthaber Muammar al-Gaddafi auch Unterstützung in der Bevölkerung. «Gott, Gaddafi und Libyen» ist auf den Händen dieses Mädchens in Tripolis zu lesen. Andere halten Porträts mit dem Despoten in die Höhe. Am erlässt der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag einen Haftbefehl gegen Gaddafi und seinen Sohn Saif al-Islam. Der libysche Justizminister Mohammad al-Kamudi verurteilt den Haftbefehl als ein «Werkzeug der westlichen Welt». Zahlreiche Top-Fussballer Libyens laufen zu den Aufständischen über. Seit einigen Tag steht Tripolis unter ständigem Beschuss. NATO-Jets greifen auch tagsüber an. Die Ungeduld lässt die Rebellen bisweilen fatale Fehler begehen: Sie greifen ohne Marschbefehl an. Die Zahl der Opfer ist daher in den vergangenen Tagen gestiegen. Wie die UNO am mitteilt, wurde in Libyen systematisch vergewaltigt. Den Befehl dazu soll Muammar Gaddafi selbst gegeben haben. Am gehen wieder viele Bomben auf Tripolis nieder. Muammar Gaddafi sprach wieder am TV: «Wir werden nicht kapitulieren». Im Krieg in Libyen setzt die NATO erstmals Kampfhelikopter ein. Jacob Zuma ist in Tripolis eingetroffen. Er will im Konflikt vermitteln. Libysche Rebellen beklagen, dass ihnen das Geld ausgehe, weil die finanzielle Unterstützung aus dem Ausland ausbleibe. Die NATO führt ihre Angriffe auf die Hauptstadt Tripolis fort. Durch ihre Bomben sterben laut Regierung drei Menschen. 150 werden verwundet. Am fliegt die NATO Luftangriffe auf den Hafen von Tripolis und zerstört sechs libysche Kriegsschiffe. Am . Es ist aber unklar, ob die Bänder aktuell sind. fordert Muammar Gaddafi zum sofortigen Rücktritt auf. Bei einem Nato-Angriff am soll sich während des Angriffs im Haus seines Sohnes befunden haben, blieb aber unverletzt. gegen sie einsetzt. aus. seine Beteiligung an den Luftangriffen zu. worden. (Bild), Adschabija und Brega wird immer heftiger gekämpft. Tausende hoffen auf ihre Ausreise. Im Bild: Aus Misrata evakuierte Viele Flüchtlinge kommen auf dem Weg zur italienischen Insel Lampedusa ums Leben. (r.) einen Friedensplan der Afrikanischen Union (AU). Die Rebellen bestehen auf dem sofortigen Rücktritt Gaddafis. NATO-Kampfflugzeuge bombardieren erneut versehentlich Fahrzeuge der Anti-Gaddafi-Milizen. Die Kritik der Rebellen an den NATO-Einsätzen wird lauter. haben Flugzeuge der internationalen Koalition einen libyschen Militärkonvoi angegriffen. Die libysche Regierung gibt sich zu Reformen bereit. Die Afrikanische Union fordert einen Waffenstillstand. verlängern ihre Beteiligung am internationalen Militäreinsatz in Libyen auf Bitten der NATO. Die Suche nach einer diplomatischen Lösung wird verstärkt. unterstützen die Aufständischen nicht nur mit Luftangriffen, sondern auch durch CIA-Beamte. Diese hätten unter anderem nach dem Absturz des US-Kampfjets Hilfe geleistet, heisst es. tritt von seinem Amt zurück und setzt sich nach England ab. Gaddafis Truppen erobern derweil Ras Lanuf und Brega zurück. und nähern sich Gaddafis Geburtsstadt Sirte. ein und erringen damit den ersten grossen Sieg seit Eingreifen der Koalition. Ebenfalls am Journalisten in Tripolis, sie sei von Gaddafi-Leuten vergewaltigt worden. Nachdem die Koalition die Luftwaffe Gaddafis zerstört hat, sollen Angriffe auf Gaddafi-Truppen rund um Tripolis, Misrata und das ebenfalls heftig umkämpfte Adschdabija verstärkt werden. Am Abend des in Tripolis der Öffentlichkeit und ruft einmal mehr zum Kampf gegen die «Kreuzzügler» auf. Ein US-Kampfjet vom Typ F-15 Eagle stürzt in der Nähe der Rebellenstadt Bengasi auf einem Feld ab. Die beiden Besatzungsmitglieder konnten sich mit dem Schleudersitz retten. Am Abend des In der Stadt war nach Einbruch der Dunkelheit das Feuer von Flugabwehrgeschützen zu hören. Damit begann die dritte Nacht alliierter Luftangriffe gegen Libyen. Siegestrophäe à la libyenne: Aufständische haben am in der Nähe der befreiten Stadt Bengasi einen von den Allierten zerstörten Panzer mit einem rauchenden Schafskopf «geschmückt». Französische Kampfjets zerstören Militärfahrzeuge der Regierungstruppen auf einer strategisch wichtigen Strasse zur Rebellen-Hochburg Bengasi. eröffnet Frankreich das Feuer in Libyen. Danach feuern amerikanische und britische Kriegsschiffe im Mittelmeer 112 Tomahawk-Marschflugkörper ab. Im Bild: Eine Rafale im französischen St-Dizier. eine militärische Intervention abgesegnet hat. Zahlreiche Regierungschefs und Aussenminister sind in der französischen Hauptstadt zusammen. Gastgeber Nicolas Sarkozy kündigt im Anschluss baldige Militärschläge gegen Libyen an. warnt Muammar Gaddafi vor weiterer Gewalt gegen die Zivilbevölkerung. Überall in Südeuropa werden Luftstreitkräfte zusammengezogen: Dänische F-16-Jets landen im sizilianischen Sigonella, um ein Flugverbot über Libyen durchzusetzen. Der Flugzeugträger «CharlesDe Gaulle» kreuzt im Mittelmeer. über Libyen zu. hat diese bereits im Vorfeld befürwortet. Gleichentags haben die Regierunstruppen die Ölstadt Ras Lanuf wieder eingenommen. US-Geheimdienstchef James Clapper (Bild) rechnet vor einem Militärausschuss des US-Senats mit einem Sieg Gaddafis. Derweil bereiten die USA, Grossbritannien und die NATO militärische Optionen vor. Die EU will ihre Sanktionen ausweiten und die UNO ermittelt gegen Gaddafis Truppen wegen Folter. Die libyschen Rebellen geraten immer stärker unter Druck: Gaddafis Truppen sind nur noch eine Stadt von der Rebellen-Hochburg entfernt. Der Diktator beschimpft immer wieder die Rebellen und den Westen. Ein Rebell schiesst mit einem Maschinengewehr auf Gaddafis Luftwaffe. Mittlerweile haben über 213000 Gastarbeiter das Land verlassen: Somalier im Auffanglager bei Ras Ajdir an der libysch-tunesischen Grenze. Gaddafis Truppen verteidigen Sirte und versuchen, Misrata und Bin Jawad zurückzuerobern. Auf der Mittelmeerinsel Kreta ziehen die USA und andere NATO-Staaten starke Einheiten zusammen. (Bild) werden Zeltlager errichtet. Regierungstruppen und Aufständische kämpfen erbittert um stratigisch wichtige Städte. Am warnt die USA und die NATO vor einem militärischen Eingreifen. Ausserdem sagt er, dass er seit 1977 keine politische Macht mehr innehabe. Die Regimegegner formieren sich immer mehr zu Kampftruppen. Hier lernen Freiwillige, wie man gegen Kampfflugzeuge kämpft. Das 75 000 Menschen gestrandet. Die hat die lybische Opposition in Bengasi einen Übergangnsrat gegründet. scharenweise vor den Unruhen aus Libyen: Ägypter erreichen am 27. Februar die Grenze zu Tunesien. Am Einreisesperren gegen den Gaddafi-Clan, sperrt dessen Konten und verhängt ein Waffenembargo gegen Libyen. Ein weiterer TV-Auftritt von gegen den Gaddafi-Clan aus. Am Nachmittag des via Telefon im Staats-TV und bezeichnet die Demonstrationen als «kindisch». Derweil hält der Exodus von Ausländern aus Libyen an, das Regime geht weiter brutal gegen Demonstranten vor. Nach Bengasi und Tripolis gehen die Menschen auch in auf die Strasse: Aufständische haben eine Polizeistation in Beschlag genommen. im Staatsfernsehen mit einer wirren Rede zu Wort. Es ist sein erster öffentlicher Auftritt, nachdem bei Zusammenstössen zwischen Regierungsgegnern und Sicherheitskräften in wenigen Tagen hunderte von Menschen getötet worden sind. Der Aufstand in der arabischen Welt erfasst im

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Die Nato setzt ihren Kampfeinsatz in Libyen notfalls bis Ende September fort. Der Rat der Botschafter verständigte sich am Mittwoch auf eine Verlängerung der Mission «Unified Protector» um 90 Tage, wie aus Diplomatenkreisen verlautete.

Der Einsatz begann am 31. März und war ursprünglich bis zum 27. Juni mandatiert. Doch weil Machthaber Muammar al Gaddafi trotz der massiven Luftangriffe des Bündnisses nicht weichen will und weiter die Zivilbevölkerung beschiessen lässt, hält die Allianz die Fortführung ihrer Mission für notwendig.

Gaddafi kann Konflikt nicht aussitzen

Dass die Verlängerung schon vier Wochen vor Ablauf der Frist beschlossen wurde, hat zwei Gründe, wie es aus den Quellen hiess. Einerseits soll Gaddafi klargemacht werden, dass er den Konflikt nicht aussitzen könne. US-Präsident Barack Obama hatte schon auf dem G-8-Gipfel vergangenen Freitag betont, der Auftrag der Vereinten Nationen werde zu Ende gebracht.

Zum zweiten wollen die treibenden Nationen Frankreich, Grossbritannien und USA die kommenden Wochen nutzen, um andere Nato-Partner für neue oder grössere Beiträge zu gewinnen. «Angestrebt wird eine grössere Lastenteilung», sagte ein Nato-Diplomat. Die Bundesregierung hat stets klargemacht, dass sie sich nicht an dem Kampfeinsatz in Libyen beteiligen wird.

(ap)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • baba am 01.06.2011 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Geduld

    Spätestns nach Osama binladen sollte dem Westen doch klarr, sein dass man in solche Typen nicht inerhalt eines Monats schnappt, die haben zu viele Hintermänner und Unterschlupfmöglichkeiten. Weitermachen und Standhalten ist gefragt. Rückzug wäre das übelste was wir tun können. Einfach etwas Bombenabwerfen und danach die Rebellen ihrem Schicksal überlassen??

  • Nathalie am 01.06.2011 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt kein Zurück!

    Die NATO muss Gaddafi jetzt vom Stuhl holen. Wieso wurden nicht schon lange Bodentruppen geschickt um dem ganzen ein Ende zu machen?

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  • Dr Chrigu am 01.06.2011 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Riesendummheit

    Was sich die Nato da geleistet hat ist eine Riesendummheit. Statt die Sache als Interna Lybiens anzuerkennen, wurden mit grossem Heissa und Hossa die Bomber bestückt. Es wird dort gleich gehen wie in den anderen nordafrikanischen Ländern. Die Opposition ist letzten Endes nicht an "Demokratie" und "Menschenrechten" interessiert, sondern will einfach auch ein Stück am Geldkuchen. Und nachdem das eigene Land im A... ist heisst es dann, ab aufs Boot und nach Lampedusa ...

Die neusten Leser-Kommentare

  • baba am 01.06.2011 14:51 Report Diesen Beitrag melden

    Geduld

    Spätestns nach Osama binladen sollte dem Westen doch klarr, sein dass man in solche Typen nicht inerhalt eines Monats schnappt, die haben zu viele Hintermänner und Unterschlupfmöglichkeiten. Weitermachen und Standhalten ist gefragt. Rückzug wäre das übelste was wir tun können. Einfach etwas Bombenabwerfen und danach die Rebellen ihrem Schicksal überlassen??

  • Dr Chrigu am 01.06.2011 14:20 Report Diesen Beitrag melden

    Riesendummheit

    Was sich die Nato da geleistet hat ist eine Riesendummheit. Statt die Sache als Interna Lybiens anzuerkennen, wurden mit grossem Heissa und Hossa die Bomber bestückt. Es wird dort gleich gehen wie in den anderen nordafrikanischen Ländern. Die Opposition ist letzten Endes nicht an "Demokratie" und "Menschenrechten" interessiert, sondern will einfach auch ein Stück am Geldkuchen. Und nachdem das eigene Land im A... ist heisst es dann, ab aufs Boot und nach Lampedusa ...

  • Nathalie am 01.06.2011 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt kein Zurück!

    Die NATO muss Gaddafi jetzt vom Stuhl holen. Wieso wurden nicht schon lange Bodentruppen geschickt um dem ganzen ein Ende zu machen?

    • Roman Zuncker am 01.06.2011 12:12 Report Diesen Beitrag melden

      Es gibt nur ein Zurück!

      Die Nato sollte sich jetzt schleunigst zurückziehen! denn die Einsätze sind seit einigen Tagen illegal. Der Westen und die Nato hält sich an keinerlei Regeln/Resolution.. Mittlerweile ist es offiziell, dass "Bodentruppen" vor ort sind und die Rebellen unterstützen.. die Nato kann es sich weder finanziell noch sonst wie leisten diesen verbrecherischen Einsatz fortzusetzen. auch der Westen sollte einmal aufgeben können. "wir" schützen dort unten nichts ausser unsere eigenen Interessen. das sollte mittlerweile euch allen klar sein!

    • persia am 01.06.2011 13:22 Report Diesen Beitrag melden

      So ist es

      @roman - voll und ganz zustimm. p.s. Die Einsätze waren gemäss der UN-Charta bereits von Anfang an rechtswidrig. Aber den "Friedenskämpfern" ist wohl alles erlaubt...

    • Reto am 01.06.2011 13:23 Report Diesen Beitrag melden

      Es gibt kein Zurück, ansonsten..

      schlägt Gaddafi mit grausamste Brutatlität zurück. Nicht nur gegen sein Volk, sondern auch gegen den Westen. Die Resolution sollte von Anfang an anders aussehen. Was ist diese Zurückhaltung? Zuerst No-Fly-Zone, danach die Residenzen von Gaddafi bis zum letzten cm bombardieren und Bodentruppen zur Schulung der Rebellen im Einsatzgebiet senden. Angriff der Truppen nur wenn die Rebellen nach der Schulung dies nicht hinkriegen. Eine Sache wäre da noch. Waffen für die Rebellen müssten man unter Aufsicht auch noch verteilen.

    • Dino am 01.06.2011 13:49 Report Diesen Beitrag melden

      Handeln nicht reden.

      Ein Land welches glaubt Krieg könne mit Regeln wie bei einem Fussballspiel geführt werden, sollte nicht in einen solchen verwickelt sein. Gut sitzt die Schweiz auf dem Hintern, nur hoffe ich, dass wir nie die Hilfe der freien Welt brauchen - denn diese wäre dann vielleicht nicht regelkonform.

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