Klatsche für May

29. März 2019 15:59; Akt: 29.03.2019 18:33 Print

Jetzt droht den Briten der harte Brexit

Zum dritten Mal wurde das EU-Austrittsabkommen vom britischen Parlament abgelehnt. Nun steht Grossbritannien vor dem ungeordneten Brexit.

Mit 344 zu 286 Stimmen wurde die Austrittsvereinbarung abgelehnt. (Video: Guardian News via Youtube)
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Das britische Parlament stimmte am heutigen Freitagnachmittag erneut über das EU-Austrittsabkommen ab. Parlamentspräsident John Bercow liess das von der Regierung geplante Votum zu, weil sich die Vorlage «substanziell» von den vorhergehenden unterscheide.

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Geplant war nun, das Vertragspaket zum EU-Austritt in zwei Teile zu zerlegen. Demnach soll am Freitag nur der Vertrag über den Austritt, nicht aber die politische Erklärung über die künftigen Beziehungen zur Abstimmung stehen.

Um 15.40 Uhr war klar: Die Abgeordneten im britischen Unterhaus haben das Brexit-Abkommen von Premierministerin Theresa May zum dritten Mal abgelehnt. 344 stimmten gegen die Austrittsvereinbarung mit der Europäischen Union, 286 dafür. Die Ablehnung des Vertrags werde «schwere» Folgen haben, sagte Premierministerin Theresa May anschliessend, wobei sie vor einem ungeordneten Brexit am 12. April warnte.

Testabstimmungen am Montag

Nun droht dem Land entweder ein Austritt ohne Abkommen am 12. April oder eine lange Verschiebung des Brexit mit einer Teilnahme an den Europawahlen Ende Mai. EU-Ratspräsident Donald Tusk kündigte kurz nach Bekanntgabe des Resultates via Kurznachrichtendienst Twitter einen EU-Sondergipfel am 10. April an.



Am Montag soll nun das britische Parlament eine zweite Runde von Testabstimmungen über Alternativen zu dem Abkommen abhalten. Bei der ersten Runde hatten sich die Parlamentarier noch nicht auf eine Option einigen können – alle acht zur Abstimmung stehenden Vorschläge wurden abgelehnt.

(vro/fss/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Roli1966 am 29.03.2019 15:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    GB

    soll einfach EU verlassen Sie haben es ja so gewollt

    einklappen einklappen
  • TommyM am 29.03.2019 13:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was kommt zuerst?

    Der Brexit oder löst sich die EU vorher auf?

    einklappen einklappen
  • Melch am 29.03.2019 17:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nerven wie Drahtseile

    Hut ab Frau Theres. Ich hätte den Bettel schon längst hingeworfen mit diesem Zirkus.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Meimei am 30.03.2019 22:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie auch immer, die Welt dreht sich weiter

    Egal wie' s rauskommt, the World goes round and round and round. Auch ein Brexit kann daran nichts ändern.

  • sir winston am 30.03.2019 22:15 Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht?

    Sie kann auch in der EU bleiben und zuruecktreten!

  • M.G. am 30.03.2019 21:46 Report Diesen Beitrag melden

    Shakespeare's Hamlet

    Der alte William konnte gut in die Zukunft schauen: Als Hamlet offensichtlich den Verstand verliert fragt sich der dänische Hofstaat was sie mit dem Prinzen machen sollen. Da kommt der Vorschlag Hamlet nach England zu schicken, dort seien alle verrückt und so würde Hamlet da nicht auffallen.

  • Schweizerbürger am 30.03.2019 21:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schaut das ihr wir nicht in diesem verein landen

    was kümmert euch alle was die uk macht? ist deren angelegenheit! niemand hat sich einzumischen, nicht mal die EU, die müssen das zur kenntnis nehmen was uk macht.

  • M.G. am 30.03.2019 20:09 Report Diesen Beitrag melden

    May's fürchterliche Fehleinschätzungen

    Frau May glaubte Deutschland gegen Italien oder Osteuropa gegen Frankreich ausspielen zu können, hat nicht funktioniert. Wegen der lauten Kritik innerhalb der EU an Irlands Tiefststeuern für Konzerne glaubte Frau Maye Dublin würde nicht von den anderen 26 EU-Mitgliedern unterstützt, wieder falsch. Wegen der Produktionsstörungen durch eine harte Grenze würden deutsche Automobilkonzerne in Berlin Sturm laufen damit die Regierung Merkel sich für Sonderkonditionen zugunsten GB einsetzt, auch das trat nicht ein. So musste Frau May einen Vertrag akzeptieren der im Unterhaus zum 3. mal durchfiel.