Ermittlungen laufen

03. Mai 2019 13:51; Akt: 03.05.2019 14:27 Print

Neuer Verdächtiger im Fall Maddie?

Genau zwölf Jahre nach dem Verschwinden der dreijährigen Madeleine McCann gehen die Ermittler neuen Spuren nach. Es soll sogar einen neuen Verdächtigen geben.

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Der Fall Madeleine McCann ist bis heute ungelöst: Das damals dreijährige Kind verschwand am 3. Mai 2007 aus einer Ferienwohnung in Portugal. Mit einer breiten Medienkampagne versuchten die Eltern, ihr Kind zu finden. Madeleine McCann verschwand aus dem Ferienappartement in Praia da Luz, als sie zusammen mit ihren Geschwistern schlief. Die Kinder schliefen allein im Zimmer, während die Eltern mit Freunden im Restaurant des Ferienresorts assen. Die portugiesische Polizei suchte am die Gegend rund um die Ferienanlage mit Spürhunden ab. Von Anfang an waren die Eltern bei der Suche nach ihrer Tochter sehr aktiv und arbeiteten professionell mit der Presse zusammen. Prominenter Helfer: David Beckham trug im Jahr 2007 auch sein Scherflein zur 2-Millionen-Pfund-Belohnung bei, und in einem Video rief er die Bevölkerung dazu auf, «wachsam zu sein und die Augen offen zu halten». Nach dem Verschwinden trugen mehrere Promis zu der Belohnung bei: Allein 3,6 Millionen Franken spendete die «Harry Potter»-Autorin Joanne K. Rowling. Rowlings Tochter wurde in Portugal geboren, nicht weit von dem Ort entfernt, wo Madeleine entführt wurde. Zu den Spendern gehörten auch Virgin-Chef Sir Richard Branson und Manchester-United-Fussballer Wayne Rooney. Doch Maddie bleibt bis heute verschwunden. Am 30. Mai 2007 trafen Maddies Eltern den damaligen Papst Benedikt XVI. Das Oberhaupt der katholischen Kirche segnete im Rahmen der Audienz das Bild der entführten Maddie und versprach, das Kind auch weiterhin in seine Gebete einzubeziehen. Am präsentierte Scotland Yard neue Phantombilder von möglichen Verdächtigen. Nach neuen, zweijährigen Ermittlungen habe es «bedeutsame Veränderungen» gegeben. Die beiden Bilder zeigen mögliche Entführer, die sich zur Zeit des Verschwindens von Maddie in der Ferienanlage Praia da Luz an der Algarve-Küste aufgehalten haben könnten. Die Liste der Verdächtigen ist lang: Der 64-jährige Raymond Hewlett galt seit dem als Verdächtiger im Fall Maddie. Auch er soll sich laut Ermittlern zum Zeitpunkt des Verschwindens in Praia da Luz aufgehalten haben. Im April 2010 starb er an Krebs. Der verurteilte Pädophile Hewlett ähnelte verblüffend dem Phantombild, das die Eltern des entführten Mädchens in Umlauf gebracht hatten. Am war bereits ein neues Phantombild mit einem mutmasslichen Entführer des kleinen britischen Mädchens veröffentlicht worden. Das Bild zeigte einen Mann, den eine Zeugin als «sehr hässlich» beschrieben hatte.

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Der Fall der vermissten Maddie McCann kommt auch zwölf Jahre nach ihrem Verschwinden nicht zur Ruhe. Am Jahrestag veröffentlichte die portugiesische Zeitung «Correio da Manhã» nun einen Bericht über neue Spuren, denen die Ermittler derzeit nachgingen. So sollen sie sogar eine neue verdächtige Person im Visier haben, schreibt «The Mirror». Zudem habe man einen neuen Hinweis zur Entführung.

Über Details schweigen die Ermittler. Doch das Ermittlerteam sei wegen der neuen Spuren aufgestockt worden, berichtet die portugiesische Zeitung. Eine offizielle Bestätigung für die Angaben gibt es bisher allerdings noch nicht.

Seit zwölf Jahren wird gerätselt

Die dreijährige Madeleine McCann war am 3. Mai 2007 aus einer Ferienanlage im portugiesischen Küstenort Praia da Luz verschwunden. Die Eltern waren zu dieser Zeit mit Freunden in einem Restaurant, das rund 50 Meter von der Ferienwohnung entfernt lag. Madeleine war mit ihren beiden zweijährigen Geschwistern allein. Seither fehlt von ihr jede Spur.

Bis heute ist unklar, was passiert ist. Gab es eine Entführung oder hatten die Eltern gar ihre Finger im Spiel? Auch zwölf Jahre nach Maddies Verschwinden bleiben diese Fragen ungeklärt. Im März erschien auf Netflix eine Doku-Serie, die den Fall nochmals aufrollte. Neue Informationen gab es darin allerdings nicht.

(vro)