Acht Menschen überfahren

22. November 2017 05:00; Akt: 22.11.2017 10:12 Print

New-York-Attentäter wegen Mordes angeklagt

Sayfullo Saipov fuhr im Oktober in New York in eine Menschenmenge und tötete acht Personen. Ihm droht nun lebenslange Haft oder die Todesstrafe.

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Ihm droht die Todesstrafe: Sayfullo Habibullaevic Saipov. Senator Chuck Schumer, demokratischer Minderheitsführer im US-Senat, sieht sich als Opfer politischer Angriffe durch Präsident Donald Trump. (1. November 2017) Nach dem Terrorangriff in Downtown Manhattan kritisierte Trump die von Schumer eingebrachte Einwanderungslotterie, über die der Täter Sayfullo Saipov ins die USA eingewandert war. (31. Oktober 2017) Vergessen schien der Anflug von Harmonie zwischen den beiden New Yorkern Trump and Schumer nach einem Treffen am 6. September 2017 im Weissen Haus. Der Terroanschlag erschütterte am Dienstag Nachmittag die grösste Stadt der USA. Ein Bild auf Twitter zeigt die Festnahme des Attentäters. (31. Oktober 2017) Das zerbeulte Täterfahrzeug hinter einer Polizeiabsperrung: Die Ermittlungen am Tatort dauern bis in die Nacht. (31. Oktober 2017) Trotz des Anschlags wurde die New Yorker Halloween-Parade nicht abgesagt. Allerdings wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. (31. Oktober 2017) Die Polizei hat während er Nacht (Ortszeit) ein rund 3,2 Kilometer langes Stück der Strasse abgesperrt, um den Tatort zu untersuchen: Der abgesperrt Tatort. (31. Oktober 2017) Die Spitze des One World Trade Center erscheint in den Farben der US-Flagge in Gedenken an die Opfer. Menschen aus Argentinien und Belgien unter den Toten: Der demolierte Lieferwagen des Attentäters. (31. Oktober 2017) Das Gebiet um den Tatort in New York wurde weiträumig abgesperrt. (31. Oktober 2017) Passanten und Medienvertreter verfolgen die Ermittlungen von der Absperrung aus. (31. Oktober 2017) Ein Mann bringt seine zwei Kinder in Sicherheit. (31. Oktober 2017) Pick-up rammt Passanten: Ein anderes Fahrzeug wurde ebenfalls angefahren, Augenzeugen zufolge dieser Schulbus. Polizei und Ambulanz am Tatort. Die Einsatzkräfte räumen den Tatort. Eine Person sei in Gewahrsam genommen worden, es werde nach niemand anderem mehr gefahndet. Rettungsmediziner bei einer Person unter einem weissen Tuch. Der beschädigte Pick-up nach dem Vorfall in der West Street in Manhattan. (31. Oktober 2017) epa06300674 Emergency personnel remove a victim's body after an incident were a man reportedly drove a pick up truck along a bike lane in downtown New York, New York, USA, 31 October 2017. Six people were reportedly killed in the incident, at least 11 were injured, and the driver of the truck was in custody. EPA/JUSTIN LANE

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Der Attentäter, der Ende Oktober in New York mit einem Kleintransporter acht Menschen getötet hatte, ist wegen mehrfachen Mordes und Mordversuchs angeklagt worden. Der 29-jährige Sayfullo Saipov müsse sich in insgesamt 22 Anklagepunkten verantworten. Dies teilte die New Yorker Bundesstaatsanwaltschaft am Dienstag mit. Ihm drohe damit lebenslange Haft oder die Todesstrafe.

Der Usbeke Saipov hatte am 31. Oktober mit einem Kleintransporter im New Yorker Stadtteil Manhattan acht Menschen getötet und zwölf weitere verletzt. Ein Polizist streckte ihn schliesslich mit einem Bauchschuss nieder.

Saipov bekannte sich zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und gab gegenüber den Ermittlern an, er habe so viele Menschen wie möglich töten wollen.

Am Tag nach dem Attentat war Saipov bereits wegen der Zerstörung von Fahrzeugen und der Unterstützung einer Terrororganisation angeklagt worden. Nun wurde die Anklage erweitert um acht Anklagepunkte wegen Mordes und zwölf weitere wegen Mordversuchs. Der New Yorker Bundesrichter Vernon Broderick soll Saipov die Anklage kommenden Dienstag verlesen, der inhaftierte Usbeke muss bis dahin entscheiden, ob er sich schuldig bekennt.

Trump forderte Todesstrafe für Saipov

Kurz nach dem Attentat hatte US-Präsident Donald Trump die Todesstrafe für Saipov gefordert. Dies wäre voraussichtlich erst nach einem jahrelangen Tauziehen möglich, weil in New York die Todesstrafe nicht vorgesehen ist. So müsste die Regierung in Washington zunächst eine Ausnahmeregelung beschliessen.

Saipov lebt seit 2010 in den USA. Er radikalisierte sich nach den vorliegenden Erkenntnissen erst nach der Einreise. Nach Ermittlerangaben zeigte der verheiratete Vater von drei Kindern nach der Tat keine Reue und forderte sogar, in seinem Krankenhauszimmer solle eine IS-Fahne aufgehängt werden.

Saipovs Tat war das schlimmste Attentat in New York seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001.

(chk/sda)