Küste in Brasilien

10. Oktober 2019 20:33; Akt: 10.10.2019 22:00 Print

Niemand weiss, woher die rätselhafte Ölpest stammt

Im Norden Brasiliens sind 2000 Kilometer Strand von einer mysteriösen Ölpest betroffen. Sämtliche Öl-Unternehmen aus der Region weisen die Verantwortung von sich.

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Nach den verheerenden Waldbränden im Amazonasgebiet droht Brasilien nun die nächste Umweltkatastrophe. An mindestens 138 Stränden der nordbrasilianischen Küste breitet sich eine schwere Ölpest aus. Eine Strecke von 2000 Kilometern ist betroffen, geschätzte 100 Tonnen Öl wurden seit Anfang September angespült.

Die Regierung von Präsident Jair Bolsonaro hat eine Untersuchung eingeleitet, denn bis jetzt weiss man nicht, woher das Öl kommt und wer hinter der Katastrophe steckt. Das brasilianische Staatsunternehmen Petrobras erklärte sich bereits für nicht verantwortlich: Die entnommenen Ölproben stammten weder aus eigener Produktion noch aus den von ihm vertriebenen Produkten.

Brasilien verdächtigt Venezuela

Zur Ursache der Ölpest äusserte sich Bolsonaro nur vage. Seine Regierung habe ein anderes Land als Verursacher «auf dem Schirm», sagte Bolsonaro, ohne einen Namen zu nennen. «Es kann etwas Kriminelles sein, es kann ein Leck sein, das auf ein Unglück zurückgeht, es kann auch ein gesunkenes Schiff sein», meinte Bolsonaro. «Das ist ein komplexes Thema.»

Es war allerdings sein Umweltminister Ricardo Salles, der am Mittwoch einen klaren Verdacht aussprach: Untersuchungen hätten ergeben, dass die Ölklumpen aus Venezuela stammten.

Venezuela bestreitet die Vorwürfe

Der venezolanische Ölkonzern PDVSA bestritt am Donnerstag die Vorwürfe des brasilianischen Umweltministers. Das Unternehmen hält die Äusserungen aus Brasilien für «unbegründet», da auf venezolanischen Ölfeldern keinerlei Anzeichen für eine Ölverschmutzung vorlägen.

Die Ölpest trat vor allem im Nordosten Brasiliens auf. Rund zehn Meeresschildkröten und zahlreiche Vögel wurden verendet aufgefunden. Viele andere seien mit schwarzem, klebrigem Öl verschmiert aufgetaucht. Umweltminister Salles zufolge wurden bei den Aufräumarbeiten hundert Tonnen verseuchte Materialien eingesammelt. Doch es ist Sisyphusarbeit, denn kaum ist ein Strand sauber, schwemmt das Meer neue Klumpen an.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • BRUMMPÄNGLI am 11.10.2019 04:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wielange noch?

    Man mag wirklich einfach kaum noch ertragen, was der Mensch so mit der Natur anstellt. Einfach zum heulen

  • Typhoeus am 11.10.2019 08:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Natürlich will niemand verantwortlich sein

    Ölpest beseitigen kostet sehr viel Geld.

  • Cavi33 am 11.10.2019 22:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer's glaubt

    Auch als nicht Fan von Venezuela scheint mir diese Logik etwas suspekt. Es sind ja noch drei Länder dazwischen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Cavi33 am 11.10.2019 22:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer's glaubt

    Auch als nicht Fan von Venezuela scheint mir diese Logik etwas suspekt. Es sind ja noch drei Länder dazwischen.

  • Zyniker am 11.10.2019 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Das Leiden der Erde...

    Wir schaffen das! In 20 Jahren ist die Erde verseucht und die Natur kollabiert. Die Menschheit steht an der Kante zum Abgrund...springt Lemminge, springt...

  • Laila am 11.10.2019 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    wenn man wollte

    Ich bin ziemlich sicher, dass man die genaue Zusammensetzung des Öls im Labor feststellen und dann mit Proben der Ölfirmen vergleichen könnte - wenn man denn wirklich wollte.

  • ktanner am 11.10.2019 10:01 Report Diesen Beitrag melden

    Nein, ich wars nicht.....

    Wir wollen die Klimaveränderung stoppen und in Brasilien weiss keiner, wer die 2000 km Strand durch Oel verschmutzt hat!!!!!! So nützen die besten Absichten bei uns rein gar nichts.

  • Greta van Fleet am 11.10.2019 09:25 Report Diesen Beitrag melden

    Gretas am Zug

    Sollen die Greta-Jünger mal zeigen was es ihnen Wert ist und mit dem Ruderboot dahin fahren zum Helfen.