Erdbeben Haiti

11. Januar 2014 21:02; Akt: 11.01.2014 21:16 Print

Noch 172'000 Menschen leben in Zeltlagern

Auch vier Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti hausen noch Tausende in provisorischen Unterkünften. Daneben mach den Menschen eine Cholera-Epidemie schwer zu schaffen.

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Ein kleiner Junge sitzt neben seiner Behausung in einem Flüchtlingslager in der Hauptstadt Port-au-Prince. (Bild: Keystone)

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Am 12. Januar 2010 wurde Haiti von einem Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert. Mehr als 200'000 Menschen des verarmten Karibikstaates kamen dabei ums Leben, etwa 2,3 Millionen wurden obdachlos.

Auch vier Jahre nach der verheerenden Naturkatastrophe leben nach Angaben von Entwicklungshelfern noch rund 172'000 Menschen in Zeltlagern. Trotzdem habe sich die Lage im Karibikstaat leicht verbessert, teilte die Hilfsorganisation Oxfam am Samstag zum vierten Jahrestag der Katastrophe am Sonntag mit.

89 Prozent der Betroffenen hätten inzwischen ihre provisorischen Zeltunterkünfte verlassen können. Seit Oktober 2010 grassiert in dem Land eine Cholera-Epidemie. Mit rund 57'000 Cholera-Fälle im Jahr 2013 habe sich allerdings auch die Zahl der Erkrankungen an der gefährlichen Infektionskrankheit im Vergleich zum Jahr 2010 halbiert. 2014 werde aber immer noch mit 45'000 Ansteckungen gerechnet.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Walter R am 12.01.2014 02:06 Report Diesen Beitrag melden

    Sie warten lieber auf Entwicklungshilfe.

    Das ist der Unterschied! Wenn bei uns eine Naturkatastrophe etwas passiert, geht das grosse Aufräumen los, sobald die Verhältnisse das zulassen, alle packen an und helfen sich gegenseitig, in Haiti sitzen sie auch vier Jahre nach dem Erdbeben immer noch untätig herum und warten darauf, dass endlich jemand kommt um aufzuräumen und das Ganze wieder aufzubauen. Auf die Idee, selber tätig zu werden kommen die gar nicht, das ist mit Arbeit verbunden, davon wird man müde. Was geschah eigentlich mit dem ganzen Spende-Millionen, die nach dem Erdbeben gespendet wurden?

  • Thomas M. am 11.01.2014 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warten? Auf was?

    Also ich weiss nicht! Auf was warten die Leute? Wiese versuchen sie nicht selbst, aus der Misere zu kommen und ihre Lage zu verbessern, wie wir das vermutlich machen würden!

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  • RuyPez am 12.01.2014 03:17 Report Diesen Beitrag melden

    Traurige Realität

    Es ist ganz einfach; Die Zeltunterkünfte bieten den gleichen Konfort wie die alten Zinnhütten. Warum also was ändern? Ist mit Geld und Arbeit verbunden. Arbeit will man nur um Geld zu verdienen ergo macht man nichts. Geld braucht man, wenn man es dann mal hat für Reis und Bohnen oder Yuca - Gleichzeitig konzentriert sich die Politik nicht auf die Probleme im Land sondern versucht die DomRep wieder einzugliedern, ein alte Blutfede am laufen zu halten. Traurig aber leider das von Kolumbus entdeckte "Paradis"; was es währe, den es wächst 365 Tage im Jahr alles was der Mensch braucht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Katastrophen-Hilfe = Katastrophe am 12.01.2014 08:48 Report Diesen Beitrag melden

    Spendengelder

    Auf SRF gab es letzthin eine Dok-Sendung, welche aufzeigte, was mit den Geldern passierte. Reich wurden damit die Firmen, welche sich direkt nach dem Unglück dorthingerannt sind und für teures Geld prov. Hütten aufbauten, welche nicht mehr Wert sind, als die Zelte. Für dasselbe Geld hätte man massive Häuser bauen können. Diese Hilfsorganisationen haben der Bevölkerung mehr geschadet als geholfen. Auch bei diesen geht es scheinbar nur um Kapitalgewinne und alle schauen zu; eine einzige Schande

  • B.L. am 12.01.2014 07:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu erst informieren, dann urteilen!

    Die Spendengelder werden unter anderem dazu gebraucht, um die Häuser, Schulen und anderen wichtigen Grundlagen für die 89% der Bevölkerung wieder aufzubauen. Der Aufbau wird von der einheimischen Bevölkerung unter Anleitung der Hilfswerke getätigt.

    • Noldi Schwarz am 12.01.2014 09:28 Report Diesen Beitrag melden

      Falsches Vorgehen

      Genau das ist das Problem. Es sind Ausländer, die entscheiden was und wie gebaut wird. Diverse Reportagen, die leider nie in die Zeitung kommen, belegen das klar. Die Leute werden zu Handlangern degradiert und werden teilweise daran gehindert, selbst die Initiative zu ergreifen. Und überall herrscht Korruption und Clanwesen, das sicherstellt, dass möglichst viel Geld in die eigene Tasche fliesst. Kein Vergleich zu Thailand oder den Philippinen.

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  • Chris am 12.01.2014 06:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sie brauchen Hilfe

    Wo ist das Geld geblieben, welches gespendet wurde? Braucht es nochmals eine Spende? Diesen Menschen muss geholfen werden! Das ist ja schrecklich.

    • carlo am 12.01.2014 09:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      jezt ist genug

      hört entlich auf zu spenden, die schweiz spendete 66 millionen, NUR DIE SCHWEIZ. was denkt ihr was die ganze welt gespendet hat.? ich würde sagen wir schweizer hätten die ganze insel sauber raus gepuzt und kanalisation gebaut. IN WELCHE TASCHE GEHT DAS GELD..?? und he, das ist ja schon 4jahre her, was haben sie bis her gemacht ? in zelten sitzen und warten bis hilfe kommt.. mal selber schaufeln, wäre das nichts????

    • Haimax am 12.01.2014 18:12 Report Diesen Beitrag melden

      Korruption

      Das Geld versickert in der Korruption Haitis und der Hilfswerke mit ihren beauftragten Firmen. Spenden sie nur Chris, aber denken sie nicht, dass die Hilfe die Armen erreicht.

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  • RuyPez am 12.01.2014 03:17 Report Diesen Beitrag melden

    Traurige Realität

    Es ist ganz einfach; Die Zeltunterkünfte bieten den gleichen Konfort wie die alten Zinnhütten. Warum also was ändern? Ist mit Geld und Arbeit verbunden. Arbeit will man nur um Geld zu verdienen ergo macht man nichts. Geld braucht man, wenn man es dann mal hat für Reis und Bohnen oder Yuca - Gleichzeitig konzentriert sich die Politik nicht auf die Probleme im Land sondern versucht die DomRep wieder einzugliedern, ein alte Blutfede am laufen zu halten. Traurig aber leider das von Kolumbus entdeckte "Paradis"; was es währe, den es wächst 365 Tage im Jahr alles was der Mensch braucht.

  • Bannwart am 12.01.2014 03:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Soforthilfe, wo

    Wie immer bei solchen Katastrophen wird viel Geld gesammelt, die Betroffenen sehen aber eher wenig. Bei Spendenaktionen, gilt auch die Regel, drum prüfe wer sich...