US-Präsidentschaftswahlen

26. August 2019 03:20; Akt: 26.08.2019 07:09 Print

Noch ein Republikaner tritt gegen Trump an

«Trump lügt jedes Mal, wenn er den Mund aufmacht», sagt Joe Walsh und fordert bei den parteiinternen Vorwahlen den US-Präsidenten heraus.

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Weiterer Konkurrent für Donald Trump: Joe Walsh. (Archivbild) (Bild: AFP/Alex Wong/Getty Images)

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Donald Trump hat im parteiinternen Rennen der Republikaner um die US-Präsidentschaftskandidatur einen weiteren Konkurrenten bekommen. Der konservative Radio-Moderator und frühere Kongressabgeordnete Joe Walsh kündigte am Sonntag an, er wolle Trump bei den parteiinternen Vorwahlen herausfordern.

Walsh sagte dem US-Fernsehsender ABC mit Blick auf Trump: «Ich trete an, weil er der Sache nicht gewachsen ist. Jemand muss etwas tun. Und es muss eine Alternative geben.» Walsh griff seinen Parteikollegen Trump scharf an. «Er lügt jedes Mal, wenn er den Mund aufmacht», sagte er. «Das Land hat genug von den Wutanfällen dieses Typen. Er ist ein Kind.»

Keine nennenswerten Chancen

Trump will bei der Präsidentschaftswahl 2020 für eine zweite Amtszeit antreten. Bei den Republikanern gibt es bislang nur einen Gegenkandidaten: den früheren Gouverneur des US-Bundesstaates Massachusetts, Bill Weld. Ihm werden aber keine nennenswerten Chancen eingeräumt. Das gleiche dürfte für Walsh gelten.

Walsh gehörte zur populistischen Tea-Party-Bewegung und war 2011 für die Republikaner ins Repräsentantenhaus eingezogen. Er vertrat dort den US-Bundesstaat Illinois, verpasste bei der nächsten Wahl jedoch den Wiedereinzug in die Kammer. Walsh ist wegen früherer Äusserungen umstritten. Ihm wurde bei diversen politischen Attacken, etwa gegen den früheren US-Präsidenten Barack Obama, unter anderem Rassismus vorgeworfen.

«Trump als Präsident ungeeignet»

Walsh sagte, er habe «hässliche Dinge» über Obama gesagt, die er heute bereue. Er selbst habe mit der Bewegung damals dazu beigetragen, dass es Trump als Präsidenten überhaupt gebe. «Und ich fühle mich dafür verantwortlich.»

Walsh sagte, jeder in der Republikanischen Partei sei der Meinung, dass Trump als Präsident ungeeignet sei. Sie hielten aber alle still, weil sie extreme Angst hätten. Auch für ihn sei die Verkündung der Präsidentschaftsbewerbung nicht leicht. Er rechne fest mit Attacken von Trump und dessen Umfeld, wolle sich dem aber stellen.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tobias am 26.08.2019 07:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber schuld

    Die Geister die man rief, wird man schwer wieder los. Das hat der Zauberlehrling von Goethe schon erkennen müssen.

  • Fairness am 26.08.2019 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Recht hat er

    Ich frage mich schon lange, ob es bei den Republikanern fast nur Feiglinge gibt.

  • Franz B am 26.08.2019 07:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Republikaner mit Ethik

    Es gibt sie also noch, eigenständig denkende Republikaner mit einem Mindestmass an Ethik

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Reginald am 26.08.2019 16:17 Report Diesen Beitrag melden

    Trump lässt die Äffchen tanzen

    Wird nichts. Trump wird Präsident bleiben. Das Problem ist, dass sich alle anderen auf ihn eingeschossen haben und versuchen sich gegenseitig zu übertrumpfen Trump anzugreifen. Das ist aber kein politisches Konzept. Nur zu sagen, er kann es nicht ist keine Agenda. Es bräuchte einen Kandidaten mit einem wirklichen Programm, der Trump einfach ignoriert und bei einem Duell respektiert und sich nicht aus dem Konzept bringen lässt. Mit Professionalität würde man mehr gewinnen aber so einen Kandidaten gibts halt nicht, auf keine Seite. Alles selbstdarsteller mit dem Hang zu einer Machtposition

  • Timm am 26.08.2019 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    gar nix

    Haha jetzt haben sie wieder mal einen Nobody gefunden, der weiss dass man Medienpräsenz kommt, wenn man gegen Trump wettert. Bzw. sich für die Hetz-Propaganda einspannen lässt. Opportunisten gibt es immer & überall und sie sind oft zu vielem bereit.

  • Tommy am 26.08.2019 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    Darf man das?

    Ist das im Trumpschen Amerika überhaupt noch legal? Solche Schandmäulerei und Gegenkandidaturen gegen den glorreichen Retter der Nation? Macht ihn das nicht zu einem "Feind des Volkes" der eingesperrt gehört? Lock him up! ;)

  • Didi am 26.08.2019 12:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Demokratie????

    Gibt es in ganz USA keine vernünftige anwerter auf DAS Amt?!! Das kann doch einfach nicht war sein? Das ist kein Demokratie wenn aus Angst wählt! Unglaublich!!!

  • Pontius pilatus am 26.08.2019 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gehupft wie gesprungen

    Die USA führen Kriege, entmachten demokratisch gewählte Regierungen, mischen im Drogenhandel mit, manipulieren Währungen, foltern Gefangene und haben illegale Gefängnisse. Egal wer Präsident ist, regiert wird das Land durch die Wall Street und die gehört Israel.