Von Joints und Sinnsuche

26. Mai 2012 20:11; Akt: 27.05.2012 12:07 Print

Obama führte die Kiffer-Gang an

Es ist längst bekannt, dass US-Präsident Barack Obama in seiner Jugend kiffte. Eine neue Biografie beschreibt den High School-Schüler nun aber als Trendsetter im Marihuana-Rauchen.

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Barack Hussein Obama wurde am 4. August 1961 auf Hawaii geboren. Seine Mutter Ann Dunham trennte sich von ihrem Mann, als ihr Sohn zwei Jahre alt war. 1995 starb sie mit erst 53 Jahren an Krebs. Der kleine Barry verbrachte seine ersten Lebensjahre auf Hawaii. Seine Hautfarbe war in der multikulturellen Gesellschaft nie ein Thema. Barry Obama mit einem Baseballschläger. Eine besondere Affinität zu diesem Sport hatte er nie, am liebsten spielte und spielt er Basketball. Nach dem Scheitern ihrer Ehe heiratete Ann Dunham den Indonesier Lolo Soetoro. Mit ihm und Halbschwester Maya lebte Barack Obama einige Jahre in Indonesien. Seinen gleichnamigen Vater sah Barack Obama als Zehnjähriger zum letzten Mal. Danach kehrte Barack Obama sen. nach Kenia zurück, wo er 1982 bei einem Autounfall ums Leben kam. In der 70er-Jahren besuchte Barry Obama in Honolulu die renommierte Punahou-Highschool. Das Foto im damals typischen Afro-Look stammt aus dem Jahrbuch von 1978. Ein weiteres Foto aus dem Jahrbuch von 1978. Über seine Erfahrungen mit Drogen in jener Zeit hat sich Obama in seiner Autobiographie freimütig geäussert. Mit seinen Grosseltern Stanley und Madelyn Dunham in New York, wo er 1983 sein Studium in Politikwissenschaften an der Universität Columbia abschloss. Nach dem Studium zog Barack Obama nach Chicago. In einem Schwarzenviertel im Süden der Stadt arbeitete er als Community Organizer, eine Mischung aus Sozialarbeiter und Politaktivist. Es folgte ein zusätzliches dreijähriges Studium an der prestigreichen Harvard Law School, das Obama mit der Auszeichnung Magna cum Laude abschloss. Obama mit der «Harvard Law Review» - als erster Schwarzer wurde er zum Herausgeber der angesehenen Zeitschrift gewählt. Barack Obama liess sich definitiv in Chicago nieder, wo er unter anderem als Verfassungsrechtler an der juristischen Fakultät der Universität dozierte. 1988 heiratete Obama Michelle Robinson, die er als Praktikant in einer renommierten Anwaltskanzlei in Chicago kennengelernt hatte. Das Ehepaar hat zwei Töchter, die 13-jährige Malia und die elfjährige Sasha (rechts). Vor den Wahlen 2004 hielt Barack Obama eine mitreissende Eröffnungsrede am Parteikonvent der Demokraten in Chicago. Der Nobody wurde schlagartig national bekannt. Die Demokraten verloren die Präsidentschaftswahl, doch Obama gewann im Staat Illinois die Wahl für einen Sitz im US-Senat. 2006 besuchte Barack Obama Kenia, wo er Sarah Hussein Obama traf, seine Grossmutter väterlicherseits. In Nyagoma-Kogelo, dem Geburtsort seines Vaters, wurde eine Schule nach Senator Obama benannt. Am 10. Februar 2007 kündigte Barack Obama mit seiner Familie in Springfield, der Heimatstadt von Abraham Lincoln, seine Kandidatur für die Präsidentschaft an. Am 4. November 2008 war Obama am Ziel: Bei der Präsidentschaftswahl setzte er sich gegen den Republikaner John McCain klar durch. Seinen Sieg feierte er mit der Familie im Grant Park in Chicago. An einem eiskalten 20. Januar 2009 wurde Barack Hussein Obama als 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika vereidigt.

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Wird dieses Buch über Wiederwahl oder Nicht-Wahl des US-Präsidenten Barack Obama entscheiden? Es sind wahrlich benebelte Enthüllungen: In der am 19. Juni erscheinenden Biografie über Barack Obama von Pulitzer-Preisträger David Maraniss beschreibt dieser die ersten 27 Jahre von Obamas Leben. Und die haben es laut dem Autor, der zahlreiche Schul- und Collegefreunde und den Präsidenten höchstpersönlich interviewt hat, in sich. Bereits vor wenigen Tagen enthüllte «Vanity Fair» in Biografie-Auszügen Obamas früheres Liebesleben im New York der 80er-Jahre. Jetzt hat der New Yorker Blog BuzzFeed Biografie-Passagen zu Obamas Marihuana-Konsum als Schüler in Hawaii veröffentlicht. Diese haben in den USA einigen Wirbel ausgelöst.

Während vielen das berüchtigt-naive Bekenntnis des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton, er habe als Student in Oxford zwar gekifft, aber nie inhaliert («I didn’t inhale» - siehe Video unten) von 2006 noch in den Ohren liegt, wird Barry, wie Barack in den späten 1970er-Jahren von seinen Kumpels genannt wurde, als Anti-Clinton beschrieben. Denn: Inhaliert hat der junge Obama viel, sehr viel, und überdies hat ers auch noch genossen («that was the point» - siehe Video unten). Das hat er nie abgestritten wie Clinton, der das Rauchen des Joints nach eigenen Aussagen natürlich nie gemocht hat.

«Bier aus grünen Flaschen»

Barry wird von Maraniss als Trendsetter in der sogenannten «Choom Gang», der Kiffer-Bande, beschrieben. Der oft bekiffte (in Hawaii wird dies «choom» genannt), Basketball spielende Schüler der renommierten Punahou High School in Honolulu «war bekannt dafür, ein paar Trends im Haschisch-Rauchen zu setzen,» schreibt Maranass. «Total Absorption» oder schlicht «TA» genannt, war eines der Highlights: das totale Einsaugen des Rauches. Ein weiterer Trend war das «roof hits», bei dem Barry und seine Freunde bei geschlossenen Fenstern im Auto sassen und nicht aussteigen durften, bis der ganze Joint aufgeraucht wurde. Dazu wurde ein «Bier aus grünen Flaschen» getrunken (wahrscheinlich ein Becks oder Heinecken). Dann war da das Prinzip des Unterbrechens: Obama unterbrach plötzlich die kiffende Runde mit den Worten «Unterbrochen!» und nahm einen Extra-Zug. Angeblich störte dies seine Kumpels nicht. Schliesslich bedankte sich Barry im High School-Jahrbuch bei seinem Dealer Ray, einem langhaarigen Hippie: «Choom Gang und Ray für all die guten Zeiten.»

Barack Obama – ein Kiffer? Hell no! Doch warum die Aufregung? Bereits 1995 beichtete der jetzige US-Präsident in seiner Autobiografie «Dreams From My Father», dass er gekifft habe. Auf der Suche nach seiner Identität habe ihm Marihuana, manchmal auch Koks und Alkohol, geholfen, zu sich selbst zu finden. Nur Heroin habe er nie angerührt. Es waren dies die offenherzigen Bekenntnisse eines liberal denkenden Intellektuellen, der später zu seinem Drogenkonsum selbstkritisch bemerkte: «Es war ein Fehler».


Video: Barack Obamas Joint-Beichte (YouTube)

«Audacity of Dope»

Deshalb erstaunt es schon ein wenig, dass jetzt, wenige Monate vor den Präsidentschaftswahlen in den USA, Buchauszüge über Obamas Drogen-Vergangenheit einschlagen wie eine Bombe. Das «Time Magazine» titelte «Audacity of Dope», ein ironischer Kommentar auf das zweite Buch von Obama, «Audacity of Hope». Dies ist ein gefährliches Buch für Obama, wertet das Polit-Portal «Politico» die Biografie. Man wirds abwarten müssen. Laut einer Umfrage Anfang dieses Monats waren laut «The Telegraph», 56 Prozent der Amerikaner dafür, dass Marihuana legalisiert werden soll. 36 Prozent waren dagegen.

Auch Obamas republikanischer Kontrahent, Mitt Romney, kriegte kürzlich in den Medien sein Fett ab: Romney wurde als homophober Mensch beschrieben, weil er und seine Clique 1965 an der Cranbook School in Michigan jüngere Schüler, die angeblich schwul waren, piesackten.

So kämpfen beide Kandidaten mit und gegen ihre Karikaturen, schreibt «The Telegraph»: Obama als unerschrockenen Liberalen und Romney als rücksichtslosen Tyrannen.


Video: Bill Clintons Joint-Beichte (YouTube)

(kub)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dr. med. M. B., Zürich am 26.05.2012 23:13 Report Diesen Beitrag melden

    Konsum war nicht schädlich

    Wie gut hätte er als Marihuanakonsument denn die Harward Universität abgeschlossen wenn er nicht gekifft hätte? Es wird ja von allen Schweizer Anti-Haschern mitgeteilt dass der Konsum dumm macht. Immerhin hat Obama die Harvard Law School mit "magna cum laude" abgeschlossen. Also wie steht es mit dem Legaliseren des Haschkonsums. Man könnte Präsident werden.

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  • Labor Tante am 26.05.2012 21:03 Report Diesen Beitrag melden

    Ist es nicht ....

    Irgedn wann wird der hinterst und letzte begreifen, dass Marihuana, Hanf und wie es überall auf der Welt genannt wird definitiv keine Droge ist !

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  • mj am 26.05.2012 23:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    swaag 

    ja der obama war auch mal jung und das ist auch gut so. das macht ihn sympatisch und er ist ein guter beweis dafür dass "kiffen" nicht in jedem fall auf die schiefe bahn führt. ich finde es 10000 mal schlimmer und erbärmlicher wenn man schwule mobben muss.. und das sagt auch viel über den charakter aus.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Licci am 28.05.2012 16:48 Report Diesen Beitrag melden

    Go Obama

    Oh yeah, Barack Obama ist mir jetzt noch sympathischer... :-D Das wär doch ne Idee für Harold & Kumar 3... ;-)

  • angie26 am 28.05.2012 08:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sinnlos

    kiffen ist so sinnlos wie alle droge. macht abhängig, gleichgültig! lieber ohne drogen das leben genissen! alle wo so was brauchen um den tag zu bewältigen, brauchen auch hilfe!!!

    • sam a. riter am 28.05.2012 16:24 Report Diesen Beitrag melden

      hilflos

      @angie: aber leider ist dir nicht mehr zu helfen!!!!!!!!

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  • kevin am 27.05.2012 22:16 Report Diesen Beitrag melden

    Ich versteh dich nicht.

    alkohol ist genau so eine droge und es sterben paar tausende mehr wie von maryuane. ausserdem alk kannst du überall kaufen egal wie alt du bist........ kiffen ist genau so ein genussmitel.

  • Martin am 27.05.2012 17:31 Report Diesen Beitrag melden

    Versteh ich nicht:

    Ich habe noch nie verstanden, warum Leute kiffen. Auch bei anderen Drogen, wie Koks, Speed, LSD usw.. Ich weiss einfach nicht, was daran so toll sein soll? Alkohol ist zum geniessen da. Ich habe auch schon zu viel getrunken und werde meistens sehr lustig. Zigaretten sind eigentlich auch ein Genussmittel, wie Zigarren usw. Aber Kiffen? Ich habe schon viele Kiffer gesehen, und viele haben Scheisse geredet, sind komisch usw. Weiss nicht, was daran toll ist, ehrlich nicht!

    • Eugen Zillinger am 27.05.2012 18:27 Report Diesen Beitrag melden

      menschliches umgehen miteinander

      lieber martin, ein genussmittel bleibt nur ein genussmittel für diejenigen die es als genussmittel verstehen. einfach mal tolerant sein wär doch was oder? nicht jeder will nach einem konsum lustig sein. genuss spielt sich im kopf ab und kann dadurch ganz eigensinnige unterhaltung für den konsumenten sein, egal wie das dann nach außen rüberkommt. Anmerkung: Scheiße können auch enthaltsame Menschen reden oder? Und nochmal: Toleranz ist wichtig, auch wenn man dagegen ist. Menschen sollten sich nicht einschränken, wenn es um Genussmittel/Hilfsmittel/Wirkstoffe/Heilstoffe geht.

    • arim am 27.05.2012 18:56 Report Diesen Beitrag melden

      Selber schuld

      Probier's aus dann weisst du's!

    • Ivana Jurisic am 27.05.2012 19:34 Report Diesen Beitrag melden

      Ich verstand es auch nicht...

      Probiers aus und urteile dann darüber.

    • Chris H. am 27.05.2012 22:28 Report Diesen Beitrag melden

      Pöses THC

      also Martin, dass du Kiffen für komisch empfindest, gleichzeitig Alkohol aber als Genussmittel verteidigst ist komisch. Kiffen hat wahrscheinlich eine längere Tradition bei den meisten Völkern als das Rauchen von reinem Tabak und war auch Legitim bis uns die Pharmaindustrie eines Besseren belogen hat. Da es allerdings illegal ist, ist die Zielgruppe zur Zeit natürlich gespickt mit "starken Persönlichkeiten".. es gibt aber so viele Leute die Kiffen, das kannst du dir nicht vorstellen :P +es ist an sich weniger gefährlich als Alkohol

    • Spliff am 27.05.2012 22:34 Report Diesen Beitrag melden

      Ist nicht für alle geeignet,

      genau wie Alkohol. Mich dünkt, die Betrunkenen verhalten sich noch viel komischer, je Betrunkenheitszustand.

    • ha am 28.05.2012 07:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      !!!!

      wo lebst du??? kiffen kann auch abhängig machen!!! und schlecht kann es dir auch werden. kiffen ist eine droge wie jede andere auch!!!

    • 18Jähriger Nichtdrögeler am 28.05.2012 10:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hör mir auf

      Ach komm von wegen keine Abhängigkeit ich habe mit und unterstiften die sagen wie bei den Ziggis ich hör dann und dann auf aber niemand hält sich daran, das Kiffen nicht Abhängig macht muss mir keiner erzählen.

    • Mage am 28.05.2012 10:57 Report Diesen Beitrag melden

      Einseitiger geht immer...

      Genuss/Suchtmittel die sie selber konsumieren sind in ordung und dienen nur dem genuss und der entspannung und machen sie lustig und gesprächig aber thc das sie nicht kennen ist BÖSE und SINNLOS! Man legt es halt so aus wie's einem in den kram passt aber einseitiger gehts wohl nimmer...

    • Tommy am 28.05.2012 14:07 Report Diesen Beitrag melden

      Ansicht

      Du trinkst und wirst dadurch lustig... Hast du mal daran gedacht, dass du nur für andere Betrunkene lustig bist und dass ein Nüchterner vermutlich sagen würde du seist "komisch und redest scheisse"?

    • Kiffer am 28.05.2012 14:13 Report Diesen Beitrag melden

      stimmt nicht!

      Alkohol ist eine schlimmere Droge als Mariuana ! Wenn man Alkohol konsumiert wird man Agressiv, Übermütig und muss sich übergeben. Wenn man kifft wird man ruhig, Lacht und isst schokolade Urteile erst wenn du schon mal gekifft hast !

    • wayne am 28.05.2012 15:09 Report Diesen Beitrag melden

      vielleicht wollen sie es nicht verstehen

      Also wenn ich Alkohol trinke werde ich aggressiv, geht soweit das ich meine Freunde schlage. Ausserdem habe ich keinerlei kontrolle darüber wieviel ich saufe. Weiss nicht was daran toll ist, ehrlich nicht. Also habe ich aufgehört zu trinken. Wenn ich allerdings meine 3-4 Jointchen die Woche rauche bin ich lustig (oder empfinde es zumindest so) und entspannt wie sonst was. Also würde ich wohl meinen es sollte jedem selbst überlassen sein ob er jetzt seinen Körper mit Weed, Alk, Ziggis oder was auch immer zerstört.

    • H. Hefner am 28.05.2012 18:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ALK vs THC

      Würde Alkohol heute neu eingestuft, ginge er unter HARTE Drogen. jeder der kiffen verteufelt und alhohol schönredet hat keine ahnung! Beides sind Drogen nur ist der Alkohol schon lange akzeptiert in unserer Gesellschaft

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  • shimano am 27.05.2012 15:02 Report Diesen Beitrag melden

    Obama ist ein Beweis mehr,

    dass Kiffen nicht zwangsweise dumm macht. Seit Jahrzehnten kämpfen Behörden und Justiz völlig chancenlos gegen Windmühlen. Die Milliarden an Steuergelder, welche hierfür verschwendet wurden, hätte man viel sinnvoller einsetzen können und fördern nur Geldwäscherei, Mafia und der Rest der Schattenwirtschaft. Aus sicherer Quelle weiss ich, dass der Konsum von hochreinem Heroin bei Managern durchaus üblich ist; Schäden hinterlässt es am Körper in dieser Form nicht. Drogen und Drogenkonsum sind in unserer Welt so sicher wie das Amen in der Kirche. Das war schon immer so und wird auch immer so sein

    • Peter Schwarz am 27.05.2012 17:24 Report Diesen Beitrag melden

      Obama ist ein Beweis mehr,

      dass Kiffen zwangsweise dumm macht. Bla, bla, je nach Ansicht.

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