Wachsende Anzahl

03. Juni 2014 05:16; Akt: 03.06.2014 07:55 Print

Obama ist bestürzt über Kindermigranten

US-Präsident Barack Obama hat sich alarmiert über die wachsende Zahl unbegleiteter Kinder gezeigt. Diese versuchen über die Grenze Mexikos in die USA zu gelangen.

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Allein in den vergangenen acht Monaten sind den Angaben zufolge am Grenzübergang Southwest 47 000 Migranten im Kindesalter aufgegriffen worden. (Bild: Keystone/Miguel Sierra)

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Es handele sich um eine «dringende humanitäre Notlage», hiess es in einem am Montag veröffentlichtem Memorandum Obamas. Die betroffenen Kinder würden vorübergehend in zwei Militärbasen untergebracht. Obama betraute den Chef der Katastrophenschutzbehörde, Craig Fugate, mit der Angelegenheit. Zudem bat das Weisse Haus den Kongress um weitere Bundesmittel in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar (rund eine Milliarde Euro), um der Lage Herr zu werden.

Allein in den vergangenen acht Monaten sind den Angaben zufolge am Grenzübergang Southwest 47 000 Migranten im Kindesalter aufgegriffen worden. Nach jüngsten Schätzungen dürften im Laufe des Jahres bis zu 60 000 weitere Kinder dazustossen.

Jungen und Mädchen aus Zentralamerika

Die Jungen und Mädchen stammen überwiegend aus Zentralamerika. Den Angaben zufolge kostet ihre Unterbringung, Verpflegung und Transport zu Unterkünften mehr als 2,28 Milliarden Dollar. Das sind rund 1,4 Milliarden Dollar mehr als von der Regierung veranschlagt.

Obamas Direktorin für Innenpolitik, Cecilia Munoz, sagte, die Zahl derallein reisenden Kinder sei schon seit 2009 im Steigen begriffen, doch seien zuletzt mehr als im Vorjahr gekommen. Auch fänden sich unter den jungen Migranten inzwischen mehr Mädchen und jene, die jünger als 13 Jahre alt seien. «All dies erhöht den Handlungsdruck», sagte Munoz. «Das sind Kinder, die alleine grauenhafte Erfahrungen machen mussten. Wir kümmern uns um ihre angemessene Versorgung».

(sda)