Historische Geste

10. Dezember 2013 19:24; Akt: 10.12.2013 19:50 Print

Obama und Castro reichen sich die Hände

Eine Sensation spielte sich am Rande der Trauerfeier für Nelson Mandela ab: Zum ersten Mal schüttelten Spitzenpolitiker der USA und Kuba die Hände.

(Video: YouTube/euronews)

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Die Trauerfeier für Südafrikas Nationalhelden Nelson Mandela bringt auch alte Feinde einander näher: US-Präsident Barack Obama schüttelte am Dienstag am Rande der Zeremonie im Fussball-Stadion Soccer City in Johannesburg die Hand von Kubas Präsidenten Raúl Castro.
Castro lächelte, als Obama auf dem Weg zum Podium seine Hand ergriff. Es war das erste Mal, dass es zu solch einer Geste zwischen den Spitzenpolitikern der beiden Länder kam.

In seiner Rede kritisierte Obama jedoch kurz darauf, es gebe in der Welt weiterhin «zu viele Staatsmänner, die sich mit dem Freiheitskampf von Nelson Mandela solidarisch zeigen, aber in ihren eigenen Ländern keine Opposition dulden». Neben Castro waren unter den dutzenden Staats- und Regierungschefs aus aller Welt mehrere autoritäre Herrscher bei der Zeremonie im Stadion.

Seit mehr als 50 Jahren verfeindet

Die USA und Kuba sind seit mehr als 50 Jahren verfeindet. Seit 1961 vertritt die Schweizer Botschaft in Havanna die Interessen der USA; umgekehrt spricht die Schweiz in Washington seit 1991 für Kuba.

Im Jahr 2000 waren sich die damaligen Staatsoberhäupter Bill Clinton und Fidel Castro am Rande eines Gipfels in New York begegnet - von dem nach US-Angaben zufälligen Treffen existieren keine Bilder. Die USA bestätigten die Begegnung erst nach einem anfänglichen Dementi.

Enge Beziehnung zwischen Mandela und Kuba

Die engen Beziehungen zwischen Mandela und Kuba gehen vor allem auf den Bürgerkrieg in Angola in den Jahren 1975 bis 1991 zurück. In diesem kämpfte und siegte Kuba gegen die südafrikanische Armee des Apartheidregimes.

Der Einsatz machte nach Ansicht Kubas und Mandelas den Frieden in Angola, die Unabhängigkeit Namibias und die politischen Reformen zur Beendigung der Rassentrennung in Südafrika erst möglich. Mandela und der langjährige Staatschef Fidel Castro standen sich seither nahe.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sarasota am 10.12.2013 20:18 Report Diesen Beitrag melden

    Mandela bringt Feinde zusammen

    Und das auch nach dem Tod!

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  • Captain_Ahab am 11.12.2013 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    Anständige Menschen begrüssen sich

    und was soll da komisch sein?? Anständige Menschen begrüssen sich, so einfach ist das.

  • Jjb am 10.12.2013 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wunderschön!

    Hoffentlich der erste schritt zur öffnung von kuba. So 1 schönes land & die menschen leiden so unter dem kommunismus & den embargos.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • jeronimo am 12.12.2013 02:02 Report Diesen Beitrag melden

    Bilder sagen nichts aus

    Heute reicht man doch jedem die Hand ohne ihn zu kennen, jemals gesehen zu haben oder den man je wieder sehen wird. Ein Händeschütteln hat nicht mehr den gleichen Wert wie vor 50 Jahren. Soll heissen dieser Händedruck war 0815, 0 Bedeutung.

  • Roger am 11.12.2013 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Es scheint...

    ...als würde sich der Herr Castro freuen!

  • Geri am 11.12.2013 11:53 Report Diesen Beitrag melden

    Die "wahren Grossen"

    Die "wahren Grossen" bringen mit ihren Visionen Dinge zu Stande, die rationell undenkbar sind. Und dies sogar nach dem Tod! - Leider sterben diese aber aus und zurück bleiben die geldgierigen Manager. - Ade Du schöne Welt!!

  • Albert am 11.12.2013 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spinne ich???

    Für was vertritt die schweiz die amerikanischen interessen?? So wie die gegen die schweiz vorgehen sollte das eingestellt werden, sofort!

  • Augustin. M. am 11.12.2013 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Krabummmm...

    Ja, die Verbrecher dieser Welt haben sich wieder einmal getroffen..da sie alle Freimaurer und Satanisten sind, sind sie in Wirklichkeit noch nie gegeneinander gewesen. Man hätte die Gelegenheit wahrnehmen müssen und endlich mit einem grossen BUMMMMMM diesen Abschaum ins Jenseits zu befördern. (KRABUMMMM und wir sind einen grossen Teil des Übels auf einen Schlag los.)