Kämpfe im Sudan

17. Juni 2011 07:47; Akt: 17.06.2011 10:00 Print

Obama zeigt sich «tief besorgt»

Am 9. Juni will der Süden des Sudans seine Unabhängigkeit erklären. Doch die Konfliktherde im Land brodeln weiter. Jetzt hat der US-Präsident mahnend das Wort ergriffen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

US-Präsident Barack Obama hat angesichts der anhaltenden Gewalt im Sudan die Dringlichkeit von Verhandlungen betont. Er sei «tief besorgt über die Gewalt und den Mangel an humanitärem Zugang», hiess es in einer am Donnerstag vom Weissen Haus veröffentlichten Erklärung.

Der US-Präsident forderte die Rückkehr zur «kooperativen Verhandlungen», um die «volle und termingerechte Implementierung des Comprehensive Peace Agreement zu ermöglichen»; das Friedensabkommen hatte 2005 einen jahrzehntelanger Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden beendet.

Obama war zuvor mit dem US-Sondergesandten für den Sudan, Princeton Lyman, zusammengetroffen. Lyman werde in die Region zurückkehren, um bei der Umsetzung politischer Vereinbarungen in ein «dauerhaftes und zuverlässiges Sicherheitsgefüge» zu helfen, hiess es in der Erklärung weiter.

Der Tag der Unabhängigkeit steht bevor

Der Sudan steht vor seiner Teilung: Der Süden will am 9. Juli offiziell seine Unabhängigkeit erklären. Die Bewohner der Region hatten im Januar in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit für die Loslösung von Khartum gestimmt.

Die Gewalt weckt aber Sorgen vor einem neuen Krieg. Denn wenige Wochen vor der Unabhängigkeit halten die Kämpfe im Süden des Landes weiter unvermindert an. Im Bundesstaat Warrap wurden allein am Montag 29 Menschen bei einem Rebellen-Angriff getötet.

Mindestens 71 Menschen starben in den vergangenen Tagen bei Gefechten zwischen schwerbewaffneten Viehdieben im Bundesstaat Lakes. Ein weiterer Konfliktherd ist die ölreiche Grenzregion Abyei.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Danny am 17.06.2011 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Einmischung

    Ihr, die ihr hier gegen die USA schreibt, habt alle Recht. Die USA soll sich raushalten. Die sollen sich ohne Hilfe vom Westen gegenseitig in einem Bürgerkrieg massakrieren. Wer gewinnt behält Recht, oder die Souverenität. Und so soll es auf der ganzen Welt sein. Keine Einmischung von Aussen, von wem auch immer. Was kümmert es uns, wenn in Afrika, dem Nahen Osten oder Asien, Männer, Frauen und Kinder abgeschlachtet werden? Wer fliehen will und kann, den nehmen wir im Westen auf. Ist doch super einfach. Ich möchte einfach in den Nachrichten die deprimierenden Bilder nicht sehen.

    einklappen einklappen
  • Ferkel am 17.06.2011 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    und sie sterben nie aus ....

    Obama zeigt sich TIEF besorgt - wer's glaubt !!! Schau besser auf deine Nation und bring die Schuldenlast auf ein angemessenes Niveau. Will er in den Krieg ziehen - gibt's es was zu holen ?

  • makii am 17.06.2011 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Die Vereinigten Staaten

    Wie es die USA sagt, so soll es sein. Überall mischen sie sich ein und zwingen anderen Ländern auf schöne oder weniger schöne Art ihre Meinung und Idee auf. Das läuft schon seit Jahrzehnten so! Und dann sagt man, der Westen sei so "super" und die westliche Demokratie das einzig Wahre, so ein Witz!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Danny am 17.06.2011 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Einmischung

    Ihr, die ihr hier gegen die USA schreibt, habt alle Recht. Die USA soll sich raushalten. Die sollen sich ohne Hilfe vom Westen gegenseitig in einem Bürgerkrieg massakrieren. Wer gewinnt behält Recht, oder die Souverenität. Und so soll es auf der ganzen Welt sein. Keine Einmischung von Aussen, von wem auch immer. Was kümmert es uns, wenn in Afrika, dem Nahen Osten oder Asien, Männer, Frauen und Kinder abgeschlachtet werden? Wer fliehen will und kann, den nehmen wir im Westen auf. Ist doch super einfach. Ich möchte einfach in den Nachrichten die deprimierenden Bilder nicht sehen.

    • TheMaker am 17.06.2011 14:37 Report Diesen Beitrag melden

      Flüchtlinge?

      @ Danny. Du bringst es auf den Punkt! Nur in einer Kleinigkeit bin ich anderer Meinung..... Wenn die Flüchtlinge dann wirklich kommen müssen wir uns unbedingt darüber aufregen und überlegen wie man sie am besten wieder an Ihre Mörder ausliefern kann. Kann doch nicht sein das die einfach so nach Europa kommen und von unserem Geld leben! Das die um Ihr Leben fürchten.....Pah, das kann ja jeder sagen.

    einklappen einklappen
  • makii am 17.06.2011 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Die Vereinigten Staaten

    Wie es die USA sagt, so soll es sein. Überall mischen sie sich ein und zwingen anderen Ländern auf schöne oder weniger schöne Art ihre Meinung und Idee auf. Das läuft schon seit Jahrzehnten so! Und dann sagt man, der Westen sei so "super" und die westliche Demokratie das einzig Wahre, so ein Witz!

  • Theodor Beuz am 17.06.2011 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Obama lieber in Lyben

    Denn die haben mehr Öl, dass man abzapfen kann. Was ist denn mit Syrien, da sollten sie auch längst Mal die Bevölkerung unterstützen.

  • Ferkel am 17.06.2011 10:00 Report Diesen Beitrag melden

    und sie sterben nie aus ....

    Obama zeigt sich TIEF besorgt - wer's glaubt !!! Schau besser auf deine Nation und bring die Schuldenlast auf ein angemessenes Niveau. Will er in den Krieg ziehen - gibt's es was zu holen ?

  • Sam B am 17.06.2011 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Überfällig

    Der Norden und Süden dieses von Europäischen Mächten vor 100 Jahren als ein Staat ernannten Landes bekriegen sich seit der Unabhängigkeit. Wahrscheinlich weil sie sich seit 100ten von Jahren immer wieder bekriegen. Wird Zeit, dass sie sich um sich selbst kümmern anstatt, dass der einte oder der andere an der Macht ist und den anderen unterdrückt.