Elfenbeinküste

28. März 2011 19:56; Akt: 28.03.2011 22:04 Print

Ouattaras Truppen starten Offensive

Den Truppen des international anerkannten Präsidenten Ouattara ist die Einnahme einer strategisch wichtigen Stadt gelungen. Die Elfenbeinküste gerät damit immer mehr an den Rand eines

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Am ist der abgewählte Präsident der Elfenbeinküste, Laurent Gbagbo, in seiner Residenz verhaftet worden. Am 13. April gab Alassane Ouattara bekannt, dass er Gbagbo vor Gericht bringen wolle. Soldaten des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo haben in der Elfenbeinküste auf französische Kampfhubschrauber geschossen. Am 7. April formieren sich die Truppen des international anerkannten Präsidenten Ouattara für einen Angriff auf die Residenz Gbagbos. Am 6. April schiessen Soldaten auf die Residenz des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo. Dieser soll sich laut UNO in einem Bunker verschanzen. Am 5. April nehmen Ouattara-Truppen den Präsidentenpalast ein. Gbagbo verschanzt sich in einem Bunker. Am 4. April mischen sich die UNO und Frankreich in den Konflikt in der Elfenbeinküste ein. Zuvor hatte Frankreich die Evakuierung aller in der Elfenbeinküste lebenden Franzosen vorbereitet. Am 1. April marschieren Truppen des international anerkannten Präsidenten Alassane Ouattara in die Wirtschaftsmetropole Abidjan ein. Am 30. März 2011 nehmen die Anhänger Ouattaras die Hauptstadt Yamoussoukro ein. Am 29. März 2011 gelingt es Truppen von Alassane Ouattara, zwei Städte einzunehmen. Ouattara-Verbündete hoffen, mit der Einnahme strategisch wichtiger Städte den abgewählten Präsidenten Gbagbo ins Exil zu zwingen. Kristalina Georgieva, die Krisenreaktionskommissarin der EU kündigt die Aufstockung der Hilfe von 5 auf 35 Milliarden Euro an. Am 16. März schlägt der international anerkannte Präsident der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, dem abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo die Bildung einer gemeinsamen Regierung vor. Am 3. März 2011 intensivieren sich die Konflikte in der Elfenbeinküste: Gbagbo-Gegner demonstrieren gegen den abgewählten Präsidenten, dessen Milizen eröffneten derweil das Feuer gegen Demonstrantinnen. Bewaffnete Anhänger des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo töten am 21. Februar 2011 sechs unbeteiligte Zivilisten in Abidjian. Am 19. und 20. Februar gingen Anhänger des offiziellen Wahlsiegers Alassane Ouattara erneut auf die Strasse. Dabei kam es zu heftigen Zusammenstössen mit der Polizei. Am 15. Februar 2011 liegen in der Elfenbeinküste immer noch über 100 Menschen in den Leichenhäusern: Eine Frau zeigt das Bild ihres Ehemannes, der ebenfalls getötet worden war. Am 24. Januar verlangt der Präsident Nigerias eine Resolution der UNO, um Gbagbo militärisch zu stürzen. Die UNO will weitere 2000 Mann in der Elfenbeinküste stationieren. Die Zeichen stehen auf Konflikt. Am 17. und 19. Januar 2011 versuchte der kenianische Präsident Raila Odinga (rechts), den Machtinhaber Laurent Gbagbo (links) dazu zu bewegen, auf sein Amt zu verzichten - vergeblich. Unterstützer von Wahlverlierer Laurent Gbagbo haben am 13. Januar 2011 drei UNO-Fahrzeuge in der Hauptstadt Abidjan angezündet. Dieser Anschlag war nicht der erste Angriff gegen die UNO-Blauhelme in dem westafrikanischen Land. In Abidjan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste ist es seit Anfang Dezember im Nachgang zur Präsidentenwahl zu wütenden Protesten gekommen. Herausforderer Alassane Ouattara hat die Wahl laut Kommission mit 54,1 Prozent der Stimmen für sich entschieden. Dennoch liess sich auch Amtsinhaber Laurent Gbagbo zum Präsidenten vereidigen. Die Anhänger von Wahlsieger Ouattara gingen wütend auf die Strassen Abidjans. Sie entfachten auch Feuer. Bei den Ausschreitungen kamen mindestens 173 Personen ums Leben, hunderte wurden verletzt.

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Bewaffnete Anhänger des international anerkannten Präsidenten der Elfenbeinküste, Alassane Ouattara, haben am Montag einen Grossangriff auf mehrere vom bisherigen Staatschef Laurent Gbagbo kontrollierte Landesteile gestartet.

Nach Angaben der Angreifer zielten sie auf Städte im Westen, im Zentrum und im Osten des Landes.

Am Morgen griffen die Truppen Ouattaras die strategisch wichtige Stadt Duékoué im Westen des Landes an. Bis zum Abend lieferten sie sich Gefechte mit Getreuen von Gbagbo, die den Verkehrsknotenpunkt kontrollierten. Ein Sprecher der Unterstützer Ouattaras sagte der Nachrichtenagentur AFP, sie wollten den westlichen Landesteil «sichern». Mindestens zwei Anhänger Gbagbos und ein Unterstützer Ouattaras wurden getötet.

Gegen Abend gaben Ouattaras Anhänger an, Duékoué bis auf ein kleines «Widerstandsnest» eingenommen zu haben. Ausserdem hätten sie im Tagesverlauf die Städte Dalao im Zentrum und Bondoukou im Osten des Landes angegriffen.

Dalao ist die drittgrösste Stadt der Elfenbeinküste und ein Hauptumschlagplatz für Kakao. Das Land ist der weltweit grösste Exporteur von Kakao. Die Gegenseite verwies am Abend darauf, dass die Kämpfe weiter andauerten.

Geteiltes Land

In der Elfenbeinküste werden Teile des Nordens von den Anhängern Ouattaras, der Süden und die wichtige Metropole Abidjan hingegen von Unterstützern Gbagbos kontrolliert.

Die internationale Gemeinschaft sieht Ouattara als Sieger der Präsidentschaftswahl vom November an und fordert Gbagbos Rücktritt. Alle Vermittlungsbemühungen blieben bislang ohne Erfolg. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind fast eine Million Menschen auf der Flucht vor den Kämpfen.

Der frühere Aussenminister des Inselstaats Kap Verde, José Brito, der von der Afrikanischen Union zum neuen Vermittler in dem Konflikt benannt worden war, akzeptierte die Ablehnung seines Mandats durch Ouattara. «

Präsident Ouattara hat Gründe, die ich respektiere», sagte er. Das Ouattara-Lager hatte eine Vermittlung Britos am Samstag mit der Begründung abgelehnt, dieser pflege «persönliche Verbindungen» mit Gbagbo.

Verschwinden von UNO-Mitarbeitern

Die UNO untersuchte unterdessen das Verschwinden mehrerer vertraulicher Dokumente in der Elfenbeinküste. Laut der US- Tageszeitung «Wall Street Journal» sollen sie Informationen über die Einsätze von UNO-Helikoptern in dem Land enthalten haben und Anhängern Gbagbos in die Hände gefallen sein.

Dessen Einheiten hätten die Möglichkeit gehabt, zwei seit Februar vermisste UNO-Mitarbeiter zu entführen. Ein UNO-Sprecher bestätigte die Untersuchung.

(sda/ap)