Memoiren mit 20

18. Juni 2011 11:00; Akt: 18.06.2011 11:08 Print

Palin-Tochter rechnet mit dem Ex ab

Bristol Palin, Tochter von Skandal-Politikerin Sarah Palin, hat im zarten Alter von 20 Jahren ihre Memoiren geschrieben. Gar nicht gut weg kommt dabei ihr Ex-Freund und Vater ihres Kindes.

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Bristol Palin, die Tochter der ehemaligen US-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, gab knapp vier Wochen nach der zweiten Verlobung ihrem Freund Levi Johnston erneut den Laufpass. Der Vater ihres Sohnes habe ihr am gleichen Tag ihrer zweiten Verlobung gebeichtet, dass er möglicherweise erneut Vater werde. Den Ausschlag für die Trennung habe dann die Produktion eines Musikvideos gegeben, in dem der 20-Jährige sich über ihre Familie lustig macht. Dabei hatten die beiden am 14. Juli 2010 ihr Liebescomeback gross mit Titelbild im Magazin «US-Weekly» angekündigt. Die 19-Jährige hatte damals gesagt, sie wolle den Vater ihres 18 Monate alten Sohnes Tripp Easton Mitchell schon in wenigen Wochen in Alaska heiraten. Das Paar sei sich wieder nähergekommen, während es die Sorgerechtsvereinbarungen besprochen hätte. Die neue Verlobung kam sehr überraschend: Die beiden hatten sich kurz nach der Geburt des Sohnes im Dezember 2008 getrennt und seitdem einen Rosenkrieg geführt. Sie stritten vor allem um die Unterhaltszahlungen. Levi Johnston hatte nach der Trennung die Familie Palin sehr verärgert. Er plauderte viel Privates über die damalige Gouverneurin von Alaska aus. Im Februar 2010, einen Tag vor dem Geburtstag seiner zukünftigen Schwiegermutter, zog sich Levi für die Zeitschrift «Playgirl» nackt aus. Sarah Palin war darüber alles andere als glücklich. Vor kurzem gab Johnston jedoch öffentlich zu, Lügen über seine Ex-Freundin und deren Mutter verbreitet zu haben. Er sei «unglücklich und auch ein bisschen ärgerlich» über die Trennung von Palins Tochter Bristol gewesen, gab er als Entschuldigung an. Seine Ex-Verlobte liess sich inzwischen fleissig als Rednerin für diverse Organisationen buchen, die sich gegen Schwangerschaften bei Jugendlichen engagieren. Nach dem monatelangen Rosenkrieg soll wieder alles anders gewesen sein. Bristol freute sich über ihre zweite Verlobung: «Ich habe das Gefühl, das Richtige zu tun, auch ohne das Einverständnis unserer Eltern.» Sie hoffe, ihre Mutter komme «mit ins Boot». Sarah Palin, eine Vorkämpferin für Moral und konservative Werte, hatte die Schwangerschaft ihrer damals 17-jährigen Tochter 2008 mitten im Wahlkampf als Vizepräsidentschaftskandidatin der US-Republikaner bekanntgegeben. Levi Johnston liess sich nach der ersten Verlobung im Herbst 2008 den Namen Bristol auf den Ringfinger seiner linken Hand tätowieren.

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In ihren kommende Woche erscheinenden Memoiren rechnet die 20-jährige Tochter der ehemaligen republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin mit ihrem ehemaligen Freund Levi Johnston ab. «Not Afraid Of Life: My Journey So Far» («Keine Angst vor dem Leben: Meine bisherige Reise») sei eine Geschichte von «Betrug und Enttäuschung», schreibt Bristol Palin.

Sie beschreibt darin unter anderem, wie sie ihre Jungfräulichkeit an Johnston, den späteren Vater ihres Kindes verloren habe, von dem sie mittlerweile getrennt lebt. Es sei geschehen, nachdem sie sich auf einem Campingausflug zum ersten Mal in ihrem Leben betrunken hatte. Sie sei alleine in ihrem Zelt aufgewacht und habe sich an nichts erinnern können, während Johnston nebenan mit seinen Freunden plauderte, schreibt Palin. Eigentlich habe sie geschworen, zu warten, bis sie verheiratet sei. Später sei sie trotz Anti-Baby-Pille schwanger geworden.

Palin wirft Johnston, mit dem sie jahrelang eine wechselhafte Beziehung geführt hatte, in ihrem Buch vor, falsche Vorwürfe gegen ihre Familie verbreitet und sie so oft betrogen zu haben, «wie er seine Schlittschuhe schleift». Johnston hat angekündigt, in seinem eigenen Buch, das im Herbst erscheinen soll, seine Sicht der Dinge darzulegen.

Eine weniger wichtige Rolle in dem Buch nimmt Bristols Mutter Sarah Palin und deren politisches Leben als Gouverneurin von Alaska und später als Vizepräsidentschaftskandidatin ein. Das Familienleben im Hause der Palins beschreibt Bristol als sehr liebevoll. Sich selbst bezeichnet die 20-Jährige als «ein ganz normales Mädchen, das seine Probleme nicht verstecken konnte und auf dem Weg einige Lektionen gelernt hat.»

(ap)