Schweiz-Vatikan

07. Mai 2016 14:03; Akt: 07.05.2016 14:33 Print

Papst und Bundesrat reden über Flüchtlinge

Bundespräsident Johann Schneider-Amman ist von Papst Franziskus empfangen worden. An Gesprächsthemen hat es nicht gefehlt.

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Johann Schneider-Ammann bezeichnete das Treffen im Vatikan als besonders freundschaftlich. Der Bundespräsident traf mit einer Delegation aus Politik, Militär und Kirche ein. Begleitet wurde er unter anderem von Nationalratspräsidentin Christa Markwalder, Ständeratspräsident Raphaël Compte und dem Präsidenten der Schweizerischen Bischofskonferenz, Charles Morerod.

Der Bundespräsident berichtete dem Papst über die Schweizer Migrationspolitik und hob dabei die Bereitschaft der Schweiz hervor, in Krisenländern Hilfe zu leisten, um die Fluchtursachen der Migranten zu beheben.

Grosses Interesse für das Schweizer System

Die Kosten für Hilfe am Ort, wo sich Krisen entwickeln, seien geringer als die Versorgung von Migranten in Europa. «Die Integration der Migranten in Europa ist eine der Hauptsorgen des Heilige Vaters», sagte der Bundespräsident bei einer Pressekonferenz nach seinem Treffen mit dem Pontifex im Vatikan.

Der Papst habe starkes Interesse für das Schweizer System gezeigt. «Ich habe über eine Schweiz berichtet, die sich positiv abhebt, weil sie für alle eine Ausbildung sichert, eine Zweitausbildung sucht, weil sie nicht in Gesetzen gefangen ist und mit vernünftigen Sozialpartnerschaften unterwegs ist», berichtete der Bundespräsident.

Auch das Thema der Jugendarbeitslosigkeit habe er mit dem Papst besprochen. Er sei sich mit dem Heiligen Vater darüber einig, dass Bildung und Ausbildung junger Menschen eine Notwendigkeit sei.

Enge Beziehung

Dank der Schweizergarde sei die Beziehung zwischen der Schweiz und Vatikan besonders eng. «Die Schweiz ist stolz auf ihre Schweizergarde in Rom. Sie repräsentiert die Schweiz mit Loyalität und Zuverlässigkeit. Wir leisten nicht nur symbolisch, sondern auch faktisch einen grossen Beitrag für die Sicherheit des Papstes», betonte Schneider-Amman.

«Ich bin höchst glücklich, dass ich diese Gelegenheit zum Treffen mit dem Papst hatte, eine Person von ganz grossem Charisma und Normalität zugleich. Der Papst versteht es, die Türe zu öffnen», sagte der Bundespräsident. Er habe dem Papst gegenüber die Einladung zu einem Besuch der Schweiz bekräftigt, der Papst habe sie zur Kenntnis genommen.

Der Zivilschutz soll an die Grenze

Nach dem Treffen mit dem Papst führte Schneider-Amman noch ein Gespräch mit dem vatikanischen Aussenminister Paul Richard Gallagher.

Bei der Pressekonferenz erklärte sich Schneider-Amman gegen den Einsatz der Schweizer Armee zum Grenzschutz, sollte es zu starken Migrantenströmen kommen. «Nach mir geht die Armee nicht an die Grenzen, sondern der Zivilschutz. Wir haben die Strukturen und die sind eingespielt», so Schneider-Amman.

(fal/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Werner T. am 07.05.2016 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Zivilschutz an der Grenze?

    Der JSA wird immer unglaubwürdiger...und er muss sich nicht mit dem Papst unterhalten ob die Armee oder der Zivilschutz an die Grenze geht. Herr Schneider, bitte treten Sie zurück!

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  • Petrus am 07.05.2016 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts neues

    Dieser Dialog unter zwei - was nützt er? Der eine kann nichts, der andere redet schön.

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  • Carol am 07.05.2016 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    Eindrücklich

    Während des Gesprächs schauen sie sich nie in die Augen. Da kann man sich vorstellen, was zusammen gelogen wird.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Stauffi am 09.05.2016 13:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anschliessend...

    ...wurden Geschenke ausgetauscht. Wieviele Mio. hat der BR wieder verschenkt rep.versprochen?

  • Martial Kohler am 07.05.2016 16:06 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Reise mehr für die Füchse

    Unser cher Président sucht sich eventuell ein nächster Job in der Schweizer Garde ??

  • Chillbox am 07.05.2016 15:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch gedacht

    Der Papst hat uns sowieso nichts vorzuschreiben! Was denkt der Schneider-Amman eigenlich? Die Schweiz macht was der Papst will? Da ist der aber auf dem falschen Dampfer!

    • Art am 07.05.2016 22:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Chillbox

      Er hat nichts vorgeschrieben. Er hat bekräftigt was das wichtigste in Zukunft sein sollte: Bildung! Was ist so falsch daran?

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  • Heinz M. am 07.05.2016 15:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einwandern ist keine Lösung

    Man muss die Ursachen der Einwanderung bekämpfen, der Rest ist nur Verschieben auf bessere Zeiten.

    • beatus am 07.05.2016 19:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Heinz M.

      Ursache bekämpfen? Geht nicht. Wir sind neutral.

    • Art am 07.05.2016 22:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Heinz M.

      Man sollte die Ursache von diesem Krieg bekämpfen und nicht Menschen die genau davor fliehen.

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  • Carol am 07.05.2016 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    Eindrücklich

    Während des Gesprächs schauen sie sich nie in die Augen. Da kann man sich vorstellen, was zusammen gelogen wird.

    • b.f. am 07.05.2016 15:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Carol

      ganz deiner meinung freimaurer unter sich

    • karma am 07.05.2016 22:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Carol

      Du warst dabei? Erzähl mal! Hauptsache Schlechtreden, ein grosses Hobby hier!

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