Nach Spanien in die Ferien

05. September 2019 10:21; Akt: 05.09.2019 16:44 Print

Passagier fliegt Easyjet-Maschine selbst

In Manchester hatte ein Easyjet-Flieger wegen Personalmangels Verspätung. Zufällig war ein Pilot an Bord, der mit seiner Familie in die Ferien wollte. Er übernahm kurzerhand den Steuerknüppel.

Im Flugzeug erklärte Bradley den Passagieren, dass er nach Alicante fliegen werde. (Video: Michelle Hannah Potts)
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Michael Bradley wollte am Sonntag mit seiner Frau und seinem Sohn nach Alicante in die Ferien fliegen. Von Manchester aus sollte sie ein Easyjet-Flieger dorthin bringen. Doch am Flughafen musste die Familie feststellen, dass die Maschine nicht pünktlich abheben konnte, wie britische Medien berichten. Grund dafür war ein Personalmangel, es war kein Pilot da.

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Seine Frau habe ihm einen Klaps gegeben und gesagt, der Flug habe zwei Stunden Verspätung, weil der Kapitän fehle, sagte Bradley zu den «Manchester Evening News». Doch er ist selbst Pilot bei Easyjet.

«Oh, Ihr Pilot fehlt, aber ein Mann, der auf ihrem Flug ist, wird das Flugzeug fliegen.»

Also habe er beim Unternehmen angerufen und erklärt, dass er seine Lizenz und seine ID bei sich habe und wirklich gern in die Ferien fliegen möchte. Falls man ihn brauche, er sei bereit. «Sie sagten, sie rufen mich zurück», erklärte er später gegenüber den restlichen Passagieren die Planänderung. 38 Sekunden später sei der Rückruf gekommen und man habe ihn angefleht, das Flugzeug nach Alicante zu fliegen. Er sei zwar nicht in Uniform gekleidet, «aber wenn es für Sie okay ist, dass Ihr Pilot heute so aussieht, fliegen wir nach Alicante».

Bei den Passagieren löste Bradleys spontaner Einsatz Beifall aus. Er hatte ihnen gerade zwei Stunden Verspätung erspart. Eine Passagierin schrieb auf Facebook, dass ihr Flug als verspätet angezeigt wurde, als sie am Flughafen ankam. Dann stand plötzlich «Gate schliesst». Sie habe sich beeilen müssen. Als sie dann am Gate fragte, was los sei, habe man ihr gesagt: «Oh, Ihr Pilot fehlt, aber ein Mann, der auf ihrem Flug ist, wird das Flugzeug fliegen.»

«Es zeigt die Hingabe und das Engagement unserer Crew.»

Schuld an der Verspätung war ein Problem mit der Luftverkehrsüberwachung in Frankreich, wie ein Sprecher von Easyjet gegenüber den «Manchester Evening News» erklärt. Man sei sehr dankbar, dass Bradley angeboten habe, den Flug zu übernehmen. «So konnten die Kunden an ihr Ziel gelangen und es zeigt die Hingabe und das Engagement unserer Crew.» Die Sicherheit stehe an oberster Stelle, alles sei nach den Richtlinien abgelaufen, da Bradley seine Lizenz und seinen Ausweis dabeihatte. Ausserdem sei er ausgeruht gewesen, da er schon vier Tage freihatte. Trotzdem sei der Fall aussergewöhnlich.

(vro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin am 05.09.2019 10:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Berufung

    Wenn der Beruf die Berufung ist. Bravo.

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  • Markus im AG am 05.09.2019 10:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dieses Firmenherzblut

    fehlt heute in 99% der Chefetagen.

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  • Romi am 05.09.2019 10:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Horizont

    unglaublich, dass das in der heutigen Zeit noch möglich ist, ohne dass der rechtliche Aufwand überhand nimmt... ein Lichtblick am Horizont

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Alex K am 06.09.2019 12:18 Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    Müssen nicht immer zwei Piloten fliegen?

    • Anna Peter am 06.09.2019 23:39 Report Diesen Beitrag melden

      Ja schon

      Ja aber der first officer schien ja anwesend zu sein

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  • Al Mighty am 06.09.2019 07:29 Report Diesen Beitrag melden

    Easy

    Wer braucht schon ein Briefing, die Meteo-App reicht wohl auch. Es flog wohl eher der Copi, aber der Chefsessel muss halt auch besetzt sein...

  • No Face No Name am 06.09.2019 03:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typisch...

    Wie jeder der hier kommentiert gleich so tun muss also ob er Commander einer B747 wäre...

  • Relar Counter am 06.09.2019 02:22 Report Diesen Beitrag melden

    Koch

    Besser so, als wenn der Koch sich ins Kochpit gesetzt hätte.

  • Pffffft am 06.09.2019 01:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ääähm!

    Richtiger Titel: EasyJet Pilot, der als Passagier im Flugzeug war flog selber. Wäre korrekt aber halt nicht so spektakulär, wie wenn man nur von einem Passagier spricht!