Erste Studie

14. Januar 2015 18:29; Akt: 14.01.2015 22:47 Print

Pegida-Anhänger sind gebildet und verdienen gut

Die Universität Dresden hat die Anhänger der Pegida-Bewegung im Rahmen einer Studie durchleuchtet. Es ist die erste empirische Statistik über die Organisation.

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Der typische Anhänger der deutschen Pegida-Bewegung in Dresden ist mittleren Alters, männlich, aus Sachsen, gut ausgebildet und verfügt über ein vergleichsweise gutes Einkommen. Das ist das Ergebnis einer ersten empirischen Untersuchung zur Zusammensetzung der Pegida-Anhängerschaft, die ein Forscher-Team der Technischen Universität Dresden am Mittwoch vorgestellte.

Befragt wurden bei drei Demonstrationen der selbst ernannten «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» in Dresden rund 400 Teilnehmer, und zwar zwischen dem 22. Dezember und dem vergangenen Montag.

Unzufrieden mit Politik

Nicht einmal ein Viertel gab an, durch die Themen Islam, Islamismus oder die Islamisierung motiviert zu sein. Als Hauptmotiv für die Teilnahme wurde die generelle Unzufriedenheit mit der Politik genannt.

Pegida hatte am Montag in Dresden 25'000 Menschen auf die Strasse gebracht. Bei einer Gegendemonstration für eine weltoffene Stadt waren am Samstag in Dresden 35'000 Menschen zusammengekommen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Franz H am 15.01.2015 06:46 Report Diesen Beitrag melden

    Hilflose Politik

    Wie hilflos die Politiker und Beamten sind, zeigt sich darin, dass solche Bürger-Proteste einfach als Rechtsextremismus abgetan werden. Völlig hilflos und dumm! Und die Bürger können nichts dagegen tun, ausser zu protestieren, oder alle 4 Jahre zwischen Pest und Cholera wählen.........

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  • Eddie D. am 14.01.2015 20:39 Report Diesen Beitrag melden

    Meinungsfreiheit gilt scheinbar nicht

    für alle gleichermassen? Ich kenn ja die Pegida - Bewegung nicht wirklich und habe mich auch nicht groß damit auseinander gesetzt. Aber die mediale Dämonisierung und sozialen Ächtungsversuche wirken, meiner Meinung nach, eher kontraproduktiv. Groß die Meinungsfreiheit verteidigen und bei Pegida ist dann das Ende der Fahnenstange bereits erreicht? Das ist doch heuchlerisch...

  • SAlexander am 15.01.2015 08:01 Report Diesen Beitrag melden

    Die alltägliche Unzufriedenheit..

    Erstaunlich, dass man für diese Erkenntnis eine Umfrage braucht. Noch erstaunlicher, dass sich die sich so volksnah wähnenden Politiker dies nicht selbst verspüren. Das Erstaunen über die Umfrageergebnisse beweist: der Kontakt zwischen Medien, Politik und Menschen ist zutiefst gestört. Die oberste Doktrin des politischen Establishments scheint ja mittlerweile zu lauten: "(Meinungs) Freiheit ist immer Freiheit der Gleichgesinnten. Andersdenkende hingegen müssen beschimpft, diskriminiert und mit vereinter politischer und medialer Macht bekämpft werden." Befremdende Zeiten..

Die neusten Leser-Kommentare

  • ralle am 15.01.2015 23:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    pegida befürworter

    pegida ist absolut in ordnung. frage der zeit bis es in der schweiz startet. sorry, aber das in den schulen kein kreuz mehr hängt kann ich noch schwer nachvollziehen, aber das in den kindergärten keine 3 königskuchen mehr abgegeben wurden beim znüni ist schon fast rassistisch. darum, pegida vor.

  • CH am 15.01.2015 20:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Legitim

    Widerlegt die gebetsmühlenartige these, dass es sich um "wutbürger und "rassisten" mit niedrigem niveau handelt. Im gegenteil, viele bürger erkennen differenziert die zusammenhänge, ursachen der misstände in der politik und stehen auf. Die regierungen machen es sich sehr einfach, pegida in die rechte ecke zu stellen und damit hat's sich's! Der ständige und sofortige vorwurf des rassismus (kann es nicht mehr hören) löst keine probleme - aber will man das überhaupt..?

  • Paul Seehofer am 15.01.2015 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Alles legitim...

    Ich kann die Forderungen von PEGIDA vollkommen nachvollziehen: Sie möchten ein kontrollierte Zuwanderung, nur echte Flüchtlinge (welche auch wirklich bedroht sind und nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen kommen) und mehr direkte Demokratie wie in der Schweiz, weil sie das Gefühl haben, die Politik macht nur noch was sie will und zwar am Volk vorbei. Empfinde ich alles als vollkommen legitim und die Diffamierungen von offizieller Seite sprechen Bände!

  • Ornella Rion am 15.01.2015 09:22 Report Diesen Beitrag melden

    PEGIDA wird den längeren Atem haben

    Bitte beachten: In fast allen Meldungen wird jetzt die Demonstration gegen PEGIDA an der mehr Menschen waren als an der neusten PEGIDA-Kundgebung hochgehalten - um nicht zu sagen hochgespielt. Schauen wir dann in einigen Wochen, ob es immer noch Gegendemos gibt oder ob nur immer noch PEDIDA demonstriert!

  • Luc am 15.01.2015 08:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    30er

    wie in den 30en Jahren, die Geschichte widerholt sich. Traurig!

    • Max am 15.01.2015 23:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      ?

      Absolut nicht! Du vergleichst da Stiefel mit Pantoffeln. Hier geht es nicht um Rassismus...sondern um politische Unzufriedenheit. Aber eben du plapperst dasselbe was du tagtäglich in den Medien liest. Vor dem Anschlag haben Politiker die Zeitschrift Charlie Hebdo wegen den Karikaturen kritisiert...und nun...sind alle Charlie! Das ist unsere Politik...falsch und widersprüchlich! Menschen sollen für ihre Meinung protestieren können. Jeder der es verbietet oder dagegen ist...das erinnert an die 30 Jahre...

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