Wintersturm auf Island

14. Dezember 2019 12:23; Akt: 15.12.2019 10:57 Print

Pferde aus meterhohem Schnee ausgegraben

Der heftigste Wintersturm seit 40 Jahren wütet auf Island. Ein 16-jähriger wurde seit Mittwoch vermisst. Nun hat die Polizei mutmasslich seine Leiche entdeckt.

In Island sorgen heftige Schneefälle für Chaos. (Video: Facebook)
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Ein heftiges Unwetter ist in den vergangenen Tagen vor allem über dem Norden von Island hereingebrochen. Manche Bewohner der Nordatlantik-Insel sprachen vom heftigsten Sturm seit 40 Jahren. Mehr als 20'000 Menschen waren nach Behördenangaben vorübergehend ohne Strom, viele Schnellstrassen mussten gesperrt werden.

Unzählige Freiwillige halfen den Betroffenen. Videos zeigten, wie mancherorts Pferde lebend aus den Schneemassen ausgegraben wurden. Die Hauptstadt Reykjavik wurde weitgehend verschont. Auch in anderen Gebieten hat sich die Lage nach Angaben des Rundfunksenders RÚV mittlerweile wieder etwas beruhigt.

Leiche von 16-Jährigem gefunden

Der ungewöhnlich heftige Wintersturm hat ein Todesopfer gefordert. Eine Leiche wurde nach Angaben der Polizei am Freitag in einem Fluss in einer abgelegenen nordisländischen Gegend gefunden, in der seit Mittwochabend ein 16-jähriger Junge vermisst wurde. Er hatte einem Bauern bei der Wiederherstellung der Stromzufuhr geholfen, war in den Fluss gefallen und wurde seitdem vermisst.

Mehr als 200 Rettungskräfte hatten seit Donnerstag nach dem norwegisch-isländischen Jugendlichen gesucht. Die Polizei ging davon aus, dass es sich bei dem Toten um den Jungen handelte. Seine Familie in Norwegen wurde bereits informiert.

(kat/sda)