Kinderpornografie

16. Dezember 2011 17:47; Akt: 16.12.2011 18:19 Print

Polizei verhaftet 112 Personen bei Pädo-Razzia

Unter dem Codenamen «Operation Ikarus» haben die Behörden in 22 Ländern einen weiteren Schlag gegen Konsumenten und Produzenten von verbotenem Videomaterial unternommen. Betroffen sind auch Schweizer.

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Bei einem europaweiten Schlag gegen Kinderpornografie im Internet sind in 22 Ländern 112 Verdächtige festgenommen worden. Bei dem beschlagnahmten Videomaterial handle es sich um «die schlimmsten Bilder, die man sich vorstellen kann», sagte Europol-Chef Rob Wainwright in Den Haag.

Der Einsatz unter dem Codenamen «Operation Ikarus» richtete sich gegen Konsumenten und Anbieter «der extremsten Form von Videomaterial», in dem unter anderem die Vergewaltigung von Kleinkindern und Babys gezeigt wird, wie die europäische Polizeibehörde Europol am Freitag mitteilte.

Es sei mit weiteren Festnahmen zu rechnen, insgesamt gebe es bislang 269 Verdächtige. Die Ermittlungen laufen weiter, bis jetzt wurden rund 9000 Stunden Videomaterial sichergestellt. Hinter jedem beschlagnahmten Bild stehe eine zerstörte Kindheit, sagte der Europol-Chef.

Schweizer Verdächtige

Wainwright berichtete von einem Schweizer Verdächtigen, bei dem rund 120 Terabyte Datenmaterial sichergestellt wurden. Darauf würden 36 000 Stunden High-Quality-Videos passen. Man schätze, dass die Ermittler etwa ein halbes Jahr zur Sichtung des Materials benötigen würden, so der Europol-Chef.

Laut dem Bundesamt für Polizei (fedpol) kam es in der Schweiz zu Hausdurchsuchungen und Einvernahmen in zehn Kantonen. Dabei wurde aber niemand festgenommen, auch nicht der von der Europol erwähnte Schweizer aus dem Kanton Zürich. Der zuständige Staatsanwalt gab unter Hinweis auf das laufende Untersuchungsverfahren keine weiteren Informationen ab.

«Alles hinterlässt Spuren»

Europol jage die Produzenten und Konsumenten von Kinderpornografie weiter und tue alles, «um unsere Kinder zu schützen», sagte Wainwright.

In einem Fall sei ein Verdächtiger festgenommen worden, bevor er ein Kind treffen konnte, das er bereits per Internet kontaktiert hatte, um es für Sex gefügig zu machen. An die Hersteller und Konsumenten der Kinderpornos ergehe eine klare Botschaft: «Alles, was online passiert, hinterlässt eine Spur.»

Wegen der laufenden Ermittlungen machte Europol keine Angaben dazu, welche weiteren Länder betroffen sind. Auch zu den Verdächtigen und den Opfern wurden keine Details bekanntgegeben. Geleitet wurde der Einsatz von der dänischen Polizei, die bei Ermittlungen im Bereich illegaler Internet-Videotauschbörsen besondere Erfahrung hat.

Die Festnahmen erfolgten im Oktober und November. Im März hatte Europol bereits einen riesigen internationalen Kinderporno-Ring zerschlagen, fast 200 Verdächtige wurden festgenommen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Juju am 16.12.2011 19:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich schäme mich ein Mensch zu sein.

    Keiner der einem Kind, geschweige denn einem BABY so etwas antut, hat es verdient weiter zu leben. So kranke Menschen darf man nicht weiter auf die Menschheit los lassen. Diese "Krankheit" ist nicht heilbar. Diese Gräueltaten sind nicht zu vergeben. Keine Gnade, die hat keiner verdient der sich an so unschuldigen Geschöpfen vergeht - wissend, wie schrecklich es ist was er tut.

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  • Sprachlos am 16.12.2011 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    Jan Villiger

    Vergewaltigung von Kleinkindern und Babys?! Wie abgrundtief krank kann es noch werden? Einfach nur abscheulich. Was zum Teufel ist diesen Grüseln passiert das die so unvorstellbar krank wurden? Ich kanns mir einfach nicht erklären. Was sind das für Leute? Ich nehme an die sind nicht alle geistig behindert, obwohl ich mir nicht vorstellen kann dass sie es nicht alle sind, wenn die sowas tun oder sich gerne ansehen.

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  • Vater von 3 Kinder am 16.12.2011 19:24 Report Diesen Beitrag melden

    hinter jedem Photo eine zerstorte Kindhe

    unglaublich was in mir als Vater von 3 Kindern fur abschauliche Gedanken aufkommen wenn ich einen erwischen wurde der das meinem Kind antun wurde. --> da brennen bei jedem Vater die Sichern durch. Absulut unbegreiflich wie man so etwas konsumieren oder gar produzieren kann. Hinter jedem Photo eine zerstorte Kindheit. Und das gibt einige bei 120 T Daten. Das Beste ist wenn man die in den normalen Knast bringt, dort machen die anderen Haftlinge den Rest. Aber die sind ja krank und kommen in die Klapse und werden teuer therapiert.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kandl am 16.12.2011 20:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es wird zuwenig dagegen unternommen

    wenn ich se etwas lese wird es mir ganz anders...ich habe selber kinder und soetwas...aber ich glaube es wird viel zu wenig gegen dieses verbrechen getan. unsere und andere politiker kümmern sich mehr um wirtschaftsprobleme als Hardcore-Kriminelle zu stoppen. Wieso erwischen sie nicht mehr von denen??? Jedem Kinderschänder wünsche ich einen Qualvolles ende.

  • Juju am 16.12.2011 19:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich schäme mich ein Mensch zu sein.

    Keiner der einem Kind, geschweige denn einem BABY so etwas antut, hat es verdient weiter zu leben. So kranke Menschen darf man nicht weiter auf die Menschheit los lassen. Diese "Krankheit" ist nicht heilbar. Diese Gräueltaten sind nicht zu vergeben. Keine Gnade, die hat keiner verdient der sich an so unschuldigen Geschöpfen vergeht - wissend, wie schrecklich es ist was er tut.

    • anonyme frau am 16.12.2011 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      hass

      genau.....wie kann man nur so ein teufel sein..ohne gefühle und ohne gewissen

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  • Sprachlos am 16.12.2011 19:27 Report Diesen Beitrag melden

    Jan Villiger

    Vergewaltigung von Kleinkindern und Babys?! Wie abgrundtief krank kann es noch werden? Einfach nur abscheulich. Was zum Teufel ist diesen Grüseln passiert das die so unvorstellbar krank wurden? Ich kanns mir einfach nicht erklären. Was sind das für Leute? Ich nehme an die sind nicht alle geistig behindert, obwohl ich mir nicht vorstellen kann dass sie es nicht alle sind, wenn die sowas tun oder sich gerne ansehen.

    • Lucas Fasler am 17.12.2011 14:16 Report Diesen Beitrag melden

      Das sagt man nicht

      Das hat nichts mit Geistiger Behinderung zu tun, Behinderte Menschen würden soetwas nicht tun! Achte das nächste mal auf deine Wortwahl.

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  • Vater von 3 Kinder am 16.12.2011 19:24 Report Diesen Beitrag melden

    hinter jedem Photo eine zerstorte Kindhe

    unglaublich was in mir als Vater von 3 Kindern fur abschauliche Gedanken aufkommen wenn ich einen erwischen wurde der das meinem Kind antun wurde. --> da brennen bei jedem Vater die Sichern durch. Absulut unbegreiflich wie man so etwas konsumieren oder gar produzieren kann. Hinter jedem Photo eine zerstorte Kindheit. Und das gibt einige bei 120 T Daten. Das Beste ist wenn man die in den normalen Knast bringt, dort machen die anderen Haftlinge den Rest. Aber die sind ja krank und kommen in die Klapse und werden teuer therapiert.