Proteste in Hongkong

02. Juli 2014 07:28; Akt: 02.07.2014 10:31 Print

Polizei verhaftet 500 Demonstranten

Bei Pro-Demokratie-Kundgebungen in Hongkong sind am Mittwoch in den frühen Morgenstunden 511 Teilnehmer festgenommen worden. Die Aktivisten sassen vor dem Amtssitz von Regierungschef Leung Chun Ying.

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Einen Tag nach einer Grossdemonstration für mehr Demokratie sind in Hongkong mehr als 500 Menschen festgenommen worden. Ihnen würden illegale Zusammenrottung und Widerstand gegen Beamte zur Last gelegt, teilte die Polizei mit. Zu den Festnahmen kam es, als nach der Kundgebung zwei Studentengruppen in der Nacht zum Mittwoch einen Sitzstreik im Finanzbezirk von Hongkong abhielten.

Die Teilnehmer wollten bis 08:00 Uhr (Ortszeit) dort ausharren, doch schritt im Morgengrauen die Polizei ein und führte einen Demonstranten nach dem anderen ab.

Auch am Regierungsgebäude versammelten sich andere Protestler zu einem Sitzstreik, wo sie auf die Ankunft von Regierungschef Leung Chun Ying zu warten.

Pekings Warnung

Tags zuvor hatten sich laut der Polizei 98'600 Menschen an einem Protestmarsch für mehr Demokratie in der Finanzmetropole beteiligt, die Organisatoren sprachen von 510'000 Teilnehmern.

Hintergrund der Kundgebung war die Drohung der kommunistischen Führung in Peking, mehr Kontrolle über die einstige britische Kolonie auszuüben. Dazu hatte Chinas Kabinett im Juni ein sogenanntes Weissbuch veröffentlicht. Darin heisst es, die per Verfassung fixierte weitgehende Autonomie Hongkongs bis 2047 sei kein Naturgesetz, sondern gehe auf eine Entscheidung der Zentralregierung zurück.

(sda)

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