Theresa May

19. Juli 2016 10:34; Akt: 19.07.2016 10:34 Print

Premierministerin würde Nuklearangriff befehlen

Die neue britische Premierministerin Theresa May ist bereit, einen Nuklearanschlag anzuordnen, der Hunderttausende unschuldige Menschen tötet.

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Das britische Unterhaus hat eine Erneuerung der nuklear bestückten U-Boot-Flotte des Landes gebilligt. Nach einer sechs Stunden langen Debatte sprachen sich 472 Abgeordnete gestern für die Massnahme aus, 117 dagegen. Die Regierung beziffert die Kosten für den Austausch der Flotte auf bis zu 41 Milliarden Pfund, 53 Milliarden Schweizer Franken. Die U-Boote sollen im Laufe der nächsten 20 Jahre ersetzt werden.

Die neue konservative Premierministerin Theresa May sprach sich im Unterhaus vehement für eine Erneuerung der Flotte aus. Eine Abkehr von Atomwaffen käme einem «leichtsinnigen Wettspiel» gleich, erklärte sie. Auf die Frage eines Oppositionspolitikers, ob sie denn einen Nuklearschlag anordnen würde, der Hunderttausende von undschuldigen Männern, Frauen und Kindern tötet, antwortete sie ohne Zögern mit «Ja.» «Die nukleare Bedrohung ist nicht vorbei, wenn überhaupt, hat sie sich erhöht», sagte sie mit Blick auf Russlands Selbstbewusstsein und atomaren Bestrebungen von Ländern wie Nordkorea.

Gespaltene Opposition

Der oppositionelle Labour-Chef Jeremy Corbyn wandte sich gegen die Erneuerung der nuklearen U-Boot-Flotte. Wenn wir eine atomwaffenfreie Welt wollen, könnten wir hier anfangen, sagte er vor dem Votum den Abgeordneten. Allerdings verweigerten ihm mehr als die Hälfte seiner Fraktionskollegen die Gefolgschaft und votierten für eine Beibehaltung des Nuklearpogramms.

«Wir können unsere ultimative Absicherung nicht aufgrund eines unangebrachten Idealismus aufgeben. Das wäre ein waghalsiges Glücksspiel», sagte die konservative Premierministerin Theresa May. Labour-Chef Corbyn dagegen bezeichnete nukleare Abschreckung als «Drohung mit Massenmord».

Die britische U-Boot-Flotte zur nuklearen Abschreckung besteht derzeit aus vier U-Booten der Vanguard-Klasse, die mit dem Raketensystem Trident ausgestattet sind. Die Schiffe sollen nun nach und nach durch Nachfolgermodelle ersetzt werden.

(sep/chk/sda/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Björn am 19.07.2016 00:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts Aussergewöhnliches

    Alle Länder auf der Welt schützen sich, auch England darf das. Ganz egal was man davon haltet.

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  • H. Meier am 19.07.2016 00:46 Report Diesen Beitrag melden

    Leider brauchts Waffen

    Die Briten holten schon manche heisse Kartoffel aus dem Feuer. Für das brauchts leider Waffen. Nicht das Ideal, das ich mir wünsche, aber leider Fact auf der Erde.

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  • John_Wayne am 19.07.2016 01:46 Report Diesen Beitrag melden

    Seht ihr wie's läuft

    Die tolle EU zerbröckelt und jeder kocht wieder sein eigenes Süppchen, aber nein die Schweiz braucht keine neuen Kampfjets, die EU kommt uns schon retten. Naivität pur von gewissen "Schweizern".

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Die neusten Leser-Kommentare

  • beatus am 20.07.2016 14:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    May sagt was Sache ist. Sehr gut.

  • L T am 19.07.2016 19:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlich

    Liebe Brexit Gegner, dass ist Theresa May, offen, ehrlich und sagt was Sie denkt, nicht wie die EU Politiker die viel sagen und nicht mal selber an das glauben was sie sagen. Das selbe unser BR, viel bla bla, aber nicht mal fähig innert drei Jahren eine Initiative umzusetzen. Ehrlich, direkt und klare Worte, dass vermisst man bei der EU und unseren hilflosen Schweizer Politiker.

  • Geissenpeter am 19.07.2016 17:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mir Schwiizer sind die Beschte

    wenn Gefahr droht, drehen wir den Geldhahn für Sicherheit zu. Wenn sie vorüber ist, drehen wir ihn auf. Siehe zweiter Weltkrieg. Das Reduit wurde erst nach dem Krieg fertig gebaut. So auch heute. Wenns chlöpft haben wir ja noch unsere 50 Jahre alten Jets, Panzer und Duro, die uns beschützen. Unsere Armeewaffe90 ist auch brandneu.

    • beatus am 20.07.2016 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Geissenpeter

      Die Alpen schützen uns, kost nicht so viel.

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  • Flavia am 19.07.2016 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hat Mut

    Sie übernimmt Führung. Bravo!

  • Machtkampf am 19.07.2016 13:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Reaktionäres Verhalten

    Dieser Artikel bestätigt, was ich denke! Die Staaten sind wegen dem kapitalistischen System auf Konfliktkurs und das Verhalten ist ein reaktionäres Verhalten wie im ersten und zweiten Weltkrieg. Zudem ist ein Putsch gegen Labour-Chef Jeremy Corbyn geplant. Er wird in den Medien negativ dargestellt und man suggeriert, er habe keine Unterstützung hinter sich, um ihn im Volk unbeliebt zu machen. Er betreibt nicht die Politik, welche im Sinne des bestehenden Etablishments ist.