Erdbeben in Japan

12. März 2011 06:10; Akt: 12.03.2011 23:37 Print

Probleme auch an drittem Reaktor

Nach der Explosion im Atomkraftwerk Fukushima droht immer noch eine Kernschmelze. Offenbar ist bereits Strahlung ausgetreten. Jetzt melden bereits drei Reaktoren Probleme.

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Nach einem starken Nachbeben wurde am 8. April 2011 im abgeschalteten Atomkraftwerk Onagawa ein Wasserleck entdeckt. Das Wasser stammt aus dem Becken der Reaktoren 1 und 2, in denen verbrauchte Brennelemente gelagert werden. Rund um den Reaktor sei keine erhöhte Strahlung gemessen worden. Der Meiler ist seit dem verheerenden Erdbeben vom 11. März abgeschaltet. Am 12. März 2011 ruft Japan den atomaren Notstand aus: Im Atomkraftwerk Fukushima 1 kam es möglicherweise zu einer Kernschmelze. Nach Angaben eines Experten des Geologischen Instituts der USA war das Beben vor der Küste Japans das stärkste in der Region seit beinahe 1200 Jahren. Natori City im Nordosten Japans nach der verheerenden Katastrophe. Zerstörte Häuser in Iwaki, nachdem die Tsunami-Welle über die Küste gefegt war. Häuser und Autos wurden durch die Monsterwelle in Kesennuma ins Meer getrieben. In Sendai wurde ein Grossteil des Flughafens überflutet, Autos und Flugzeuge wurden mitgerissen. In Tokio kam es am Abend zum Verkehrschaos. Gestrandete Personen ruhen sich in einer Hotellobby in Tokio aus. Züge und U-Bahnen waren nach dem Erdbeben in der Metropole ausser Betrieb. Eine Strasse in Yakubi wurde durch das Erdbeben massiv zerstört, Autos wurden mitgerissen. Die Tsunami-Welle schüttete den Flughafen von Sendai zu grossen Teilen zu. Die Häuser in der Nähe des Flughafens hielten der gewaltigen Flut nicht stand. Auch Natori City wurde vom Tsunami stark getroffen. Durch das Erdbeben geriet in Ichihara eine Ölraffinerie in Brand. Der Tsunami hat am 11. März 2011 nach einem heftigen Erdbeben der Stärke 8,9 die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu getroffen. Durch den anschliessenden Tsunami wurden Autos, Schiffe und Häuser weggeschwemmt. In Sendai, im Osten Japans, überrollte die Tsunami-Welle ganze Häuserzeilen. Hier verschlingt die Tsunami-Welle Sendai. Ganze Landstriche - wie hier in Sendai - wurden von der massiven Welle überflutet. Durch den gewaltigen Tsunami kippten in Hachinohe City Schiffe, zahlreiche Autos wurden durch die Strassen gespült. In Mito City erdrückte eine eingestürzte Mauer dutzende Autos. Besorgte japanische Touristinnen verfolgen in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul über einen Bildschirm die Ereignisse in ihrer Heimat. Eine Frau telefoniert auf den Strassen Tokios, nachdem Bürogebäude im Finanzdistrikt von Japans Hauptstadt evakuiert wurden. Das schwerste Erdbeben seit 140 Jahren hat massive Zerstörung über das Land gebracht. Hier eine Aufnahme aus Soma, Fukushima, im Norden Japans. In Tokios Finanzdistrikt haben sich Notfallteams aufgestellt. Aufnahmen aus der Region Fukushima, rund 200 Kilometer nördlich von Tokio, zeigen das Ausmass der gewaltigen Flutwelle. In Sendai stehen nach dem Erdbeben Gebäude in Flammen. Ein Tsunami hat am 11. März 2011 nach einem heftigen Erdbeben der Stärke 8,9 die Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu getroffen. In einer Hafenstadt wurden Autos, Schiffe und Häuser weggeschwemmt. Von einem Helikopter aus wurde der Tsunami gefilmt, der in der Provinz Niata in der Nähe der Stadt Sendai auf Land traf. Der Tsunami führte zahlreiche Trümmer mit. Darunter auch Autos und Schiffe. Sogar Feuer wurden mitgeschwemmt. Kurz darauf rollte bereits ein weiterer Tsunami heran. Nach dem sehr schweren Erdbeben war auch die Millionen-Metropole Tokio betroffen. Eine schwarze Rauchsäule stieg auf. In Ichihara ist ein Treibstofflager in Flammen aufgegangen. Das japanische Parlament in Tokio tagte gerade, als die Erde bebte. Premierminister Naoto Kan (Mitte vorne) war auch dabei. Reporter der Associated Press in Tokio gehen während des Erdbebens in Deckung. Pendler in Tokio gehen zu Fuss entlang den Geleisen.

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Es tickert für Sie:
Adrian Eng
22:53
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In dem vom Erdbeben beschädigten japanischen Atomkraftwerk sind neue Probleme aufgetreten. Wie die Atomsicherheitsbehörde des Landes mitteilte, fiel an einem anderen Reaktor der Anlage Fukushima Daiichi das Notkühlsystem aus.

Daher sei es nun dringend nötig, einen Weg zu finden, wie der Reaktor 3 mit Wasser versorgt wird, sagte ein Behördenvertreter auf einer Pressekonferenz.
22:19
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Die IAEA hat von der japanischen Regierung die Information erhalten, dass bisher 140 000 Menschen wegen der radioaktiven Gefahr evakuiert wurden. 110 000 davon wegen des Atomkraftwerks Fukushima 1. Rund 30 000 wurden aus der Umgebung von Fukushima 2 weggebracht.
21:56
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Japans Küstengebiete sind von Erdbeben und Flutwelle verwüstet. Alle Autobahnen von Tokio in die Katastrophengebiete sind laut Verkehrsministerium gesperrt. «Alle wollen raus aus der Stadt. Aber die Straßen sind fürchterlich», zitiert die Nachrichtenagentur AP eine Frau. «Es ist zu gefährlich, irgendwo hin zu gehen. Wir haben Angst, dass der Wind sich dreht und Strahlung zu uns trägt.»
21:42
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Nach Angaben der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEA soll die Radioaktivität um das Fukushima-Kraftwerk in den letzten Stunden gesunken sein. Dies meldet Reuters.
20:52
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Japan muss nach den dramatischen Ereignissen rund um das Fukushima-Kraftwerk nun Strom sparen. Darum werden die Lichter des Tokyo Tower, des Tsutenkaku Tower in Osaka, der Rainbow Bridge in Tokyo und der Bay Bridge in Yokohama gelöscht. Dies berichtet Kyodo News.
20:46
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Reuters berichtet, wie japanische Arbeiter mit Masken und Schutzkleidung evakuierte Menschen rund um das Fukushima-Kraftwerk nach radioaktiver Verseuchung untersuchen.
Ein 17-jähriges Mädchen sagt: «Strahlung kommt aus dem Reaktor und die Wahrscheinlichkeit verstrahlt zu werden ist hoch. Das macht mir Angst.»
20:19
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Neue Bilder zeigen, wie der Flughafen von Sendai von den Wassermassen zerstört wird:

19:51
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Schweizer Helfer sind unterwegs ins Katastrophengebiet in Japan. Ein 25-köpfiges Such- und Abklärungsteam sowie 9 Suchhunde flog am Samstag in Zürich ab und sollte Japan spätestens am Sonntag 9.50 Uhr Lokalzeit (1.50 Uhr MEZ) erreichen.
19:15
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Die Agentur Kyodo meldet einen neuen Stand der Todesopfer: 1800. Bisher seien 687 Tote identifiziert worden, teilt die Polizei mit. Aber dies wird noch nicht die letzte Meldung gewesen sein. Allein in der Stadt Minamisanriku gelten immer noch 10 000 Menschen als vermisst. Befürchtet werden insgesamt gegen 12 000 Tote. 300 Menschen wurden bisher lebend gerettet.
19:07
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Wegen der Atomkatastrophe in Japan lässt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel auch die deutschen Kernkraftwerke überprüfen. Zwar halte sie die friedliche Nutzung der Atomkraft weiter für vertretbar. Doch sei es «unbestritten, die Geschehnisse in Japan sind ein Einschnitt für die Welt», sagte die Kanzlerin. Danach «kann auch Deutschland nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.» Der Sicherheit der Bevölkerung müsse sich alles andere unterordnen.
18:38
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Nach Informationen von Kyodo News sind mehr als fünf Millionen Japaner derzeit ohne Strom. Die Regierung rufe zu Stromsparen auf.
18:08
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Papst Benedikt XVI. hat sein Beileid für die Betroffenen des Tsunami-Unglücks ausgesprochen und ihnen versichert, für sie zu beten, wie es in einem Beileidstelegramm heisst.
18:05
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Die japanische Atomaufsicht hat die Explosion in einem Reaktor des Kraftwerkes Fukushima 1 als «Unfall» auf der internationalen Störfallskala (INES) eingestuft. Der Vorfall werde in die Kategorie Nummer vier der von null bis sieben reichenden Skala eingeordnet, teilte die Behörde für Atomsicherheit mit.

Nach Angaben des deutschen Bundesamtes für Strahlenschutz können Vorfälle in dieser fünfthöchsten Kategorie eingestuft werden, wenn es zu einer geringen Freisetzung von radioaktivem Material gekommen ist und «begrenzte Schäden am Reaktorkern aufgetreten sind. Das Atomunglück von Tschernobyl war Stufe sieben, ein sogenannter «katastrophaler Unfall».
17:48
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Der Pegel des Kühlwassers im Problemreaktor ist laut spiegel.de bedrohlich gesunken. Zurzeit beträgt dieser lediglich 1,7 Meter. Die Brennstäbe sind aber etwa vier Meter hoch und liegen somit fast zur Hälfte frei. Der Reaktor soll nun mit Meereswasser gekühlt werden.
17:37
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Die Zahl der Toten nach dem schwersten Beben in der Geschichte Japans und dem dadurch ausgelösten Tsunami steigt weiter: Die Behörden bestätigten 1400 Tote. Mehr als 1100 Menschen wurden verletzt, viele weitere gelten als vermisst. Eine unbekannte Zahl von Opfern ist vermutlich von herabfallendem Mauerwerk verschüttet worden.
17:14
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Wie spiegel.de berichtet, sollte der betroffene Reaktor in Fukushima noch in diesem Monat den Betrieb einstellen. Dies soll in einer internationalen AKW-Datenbank ersichtlich sein. Laut spiegel.de nennt das «Nuclear Training Centre» das «erwartetes Datum der Stilllegung» den März 2011. Der Reaktor ist seit 1971 am Netz.
17:04
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Nach der Explosion im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi wollen die Behörden Jod an Bewohner im Umkreis der Nuklearanlage verteilen. Das teilte die Internationale Atomenergiebehörde IAEA mit. Jod wirkt den Auswirkungen radioaktiver Strahlung entgegen.
16:54
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Der japanische Sender NHK berichtet, dass drei Menschen mit gesundheitsschädlichem Strahlenniveau in ein Spital eingeliefert wurden. Im Umkreis des Kernkraftwerkes seien bislang 90 Menschen untersucht worden.
16:41
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Bereits sind über 300 000 Menschen aus ihren Häusern in Nordjapan evakuiert worden, berichtet Kyodo News aus Japan. Die Zahl dürfte aber laufend zunehmen, weil die Evakuierungszone um das Kernkraftwerk vergrössert wurde.
16:10
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Aus dem schwer beschädigten Kernkraftwerk Fukushima ist offenbar radioaktive Strahlung ausgetreten. In der Nähe des Blocks 1 seien 1.015 Mikrosievert pro Stunde gemessen worden, berichtete der japanische Fernsehsender NHK unter Berufung auf die Präfektur Fukushima auf seiner Internetseite. Diese Strahlendosis ist doppelt so hoch wie der Grenzwert, bei dem die Betreiber von Atomkraftwerken den Notfall erklären und die Regierung informieren müssen.

Anders kommuniziert die Regierung: Das Stahlgehäuse, das den Reaktor schütze, sei nicht beschädigt worden, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Nach der Explosion sei keine erhöhte Strahlung im Umfeld des Reaktorgebäudes nachweisbar gewesen.
15:30
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Das schwere Erdbeben hat auch die Autoindustrie des Landes grossteils lahmgelegt. Der weltgrösste Autokonzern Toyota teilte am Samstag mit, die Produktion der zwölf in Japan produzierenden Werke werde am Montag ruhen. Damit werde auf die Sicherheit der Beschäftigten Rücksicht genommen. Über die Wiederaufnahme der Fertigung sei noch nicht entschieden worden. Auch die Konkurrenten Nissan und Honda stoppten die Arbeit in sämtlichen heimischen Fabriken, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo.
15:22
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Der deutsche Aussenminister Guido Westerwelle rät angesichts der unklaren Lage nach dem Atomunfall in Japan den Deutschen im Krisengebiet zur Ausreise. Die Meldungen aus Japan seien widersprüchlich, sagte der FDP-Politiker am Samstag in Berlin. Es ergebe sich derzeit kein klares Bild der Lage. Das Auswärtige Amt rate von allen nicht erforderlichen Reisen in die von dem Erdbeben, dem Tsunami und dem Atomunfall betroffenen Gebiete ab.
14:34
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Nach dem Erdbeben und Tsunami in Japan werden laut einem Medienbericht in einer Hafenstadt im Nordosten Japans noch 10 000 Menschen vermisst. Wie der öffentlich-rechtliche Sender NHK am Samstag berichtete, handelt es sich um den Ort Minamisanriku in der nordöstlichen Präfektur Miyagi. Laut der Nachrichtenagentur Kyodo würde damit mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung von 17 000 Menschen in der Stadt vermisst.
14:48
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Der Atomreaktor Fukushima 1 soll mit Meerwasser gekühlt werden. Dem Wasser werde Borsäure beigemischt, um kritische Entwicklungen zu vermeiden. Der Füllvorgang werde fünf bis zehn Stunden dauern, teilte Regierungssprecher Yukio Endo mit. Damit soll eine mögliche Kernschmelze abgewendet werden.

14:33
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Kabinettssekretär Yukio Edano sagte am Samstag in Tokio,
durch das Absinken des Kühlwasserstandes in dem Siedewasserreaktor habe sich Wasserstoff gebildet, der in das Reaktorgebäude ausgetreten sei. Dort habe sich der Wasserstoff beim Kontakt mit Sauerstoff entzündet und habe die Explosion verursacht, durch die das Reaktorgebäude eingestürzt sei. Im Inneren der Stahl-Reaktorhülle habe es aber keine Explosion gegeben. Es sei auch noch keine grosse Menge Radioaktivität ausgetreten, sagte Edano, der die Bevölkerung erneut aufrief, Ruhe zu bewahren. Um Druck aus dem Reaktorkern abzulassen, hatten die Betreiber ein Ventil geöffnet. Dadurch war auch Radioaktivität in die Umgebung gelangt.
14:15
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Was hat die Explosion im AKW Fukushima 1 ausgelöst? Auf «Spiegel Online» sagte Ian Hore-Lacy, Direktor der industrienahen World Nuclear Association, er gehe davon aus, dass es sich um eine Wasserstoffexplosion handle. «Der Wasserstoff entzündet sich, und dann ist er weg und stellt keine weitere Gefahr dar».
14:02
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Die Fluggesellschaft Swiss fliegt weiterhin täglich von Zürich nach Tokio. Der Flug vom Samstag verlässt den Flughafen Zürich gegen 14 Uhr. Mit an Bord ist ein Rettungsteam der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) sowie mehrere Suchhunde.
13:58
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Nach den schweren Beschädigungen am japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 sollten im Moment noch keine Vergleiche zu den Schweizer AKWs gezogen werden. Für die Schlussfolgerungen in Bezug auf die Sicherheit sei es zu früh, teilte des UVEK am Samstag mit. Ebenso sei es noch nicht möglich, die Auswirkungen auf die künftige Energiepolitik der Schweiz abzuschätzen, teilte das Eidg. Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) mit. Zu den Ausfällen in Japan werde der Bundesrat vom Eidg. Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) auf dem Laufenden gehalten. Die Fachleute des ENSI hätten bereits am Freitagabend einen Sonderstab gebildet.
13:48
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Entgegen einer Meldung des TV-Senders ARD dementiert die japanische Regierung jetzt auch, dass es in Fukushima 1 bereits eine Kernschmelze gegeben habe.
13:40
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Langsam gibt es genauere Informationen über die Explosion im AKW Fukushima 1. Diese sei durch eine Verpuffung der Gase zwischen Reaktor und Reaktorhülle entstanden, sagt die japanische Regierung. Dabei wurde die äußere Reaktorhülle zerstört. Die Betreiberfirma Tepco erklärte, dass an der inneren Reaktorhülle keine Schäden entstanden seien.
13:20
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Die japanische Regierung glaubt, die Situation in Fukushima sei unter Kontrolle. Der japanische Regierungssprecher Yukio Edano erklärte laut der Agentur AFP es habe keine Explosion an der Reaktorhülle gegeben. Es sei nicht zu erwarten, dass große Mengen an Radioaktivität frei würden. Nach der Explosion sei die Radioaktivität im AKW Fukushima-1 gesunken. Sie befinde sich nun auf einem konstant niedrigen Level. Japan habe der Bertreibergesellschaft Tepco erlaubt, Meerwasser in den Reaktor einzuleiten, um ihn abzukühlen.
13:02
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Im japanischen Kernkraftwerk Fukushima hat es offenbar eine Kernschmelze gegeben. Die ARD meldet, die japanische Behörde für Kernkraftsicherheit habe dies offiziell bestätigt.
12:51
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Der japanische Premierminister Naoto Kan wendet sich in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung. Er ruft seine Landsleute zu «verantwortungsvollem Handeln auf.»
12:38
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Die vier Menschen, die von der Explosion beim AKW Fukushima 1 betroffen wurden, seien nicht lebensbedrohlich verletzt worden, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.
12:26
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Noch mehr Todesopfer: In der Küstenstadt Rikuzentakata hat die Armee zwischen 300 und 400 Tote gefunden. Die Stadt war am Freitag vom Tsunami betroffen. Das meldet der Fernsehsender NHK.
12:01
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Die japanische Behörde für Atomsicherheit hielt es für unwahrscheinlich, dass es bei der Explosion in der Atomanlage Fukushima 1 zu schweren Schäden an der Hülle des Atomreaktors gekommen war, wie die Nachrichtenagentur Kyodo der Agentur Kyodo berichtete.
11:46
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Noch immer werden in Japan vier Züge vermisst, die entlang der Küste verkehrten. Die zuständige Eisenbahngesellschaft erklärte, sie wisse nicht, wieviele Menschen sich in den Zügen befanden
11:45
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Die Zahl der Toten nach dem schwersten Beben in der Geschichte Japans steigt weiter an: Die Behörden bestätigten offiziell 574 Tote, japanische Medien berichten jedoch von mindestens 1300 Opfern.
11:32
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Die Nachrichtenagentur dapd berichtet, das Reaktorgebäude sei bei der Explosion in der japanischen Atomanlage Fukushima zerstört worden.
11:21
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Nach dem die Sicherheitsbehörden feststellen mussten, dass es in Fukushima I ein atomares Leck gibt, wurde die Evakuierungszone rund um das AKW auf 20 Kilometer vergrössert. Wie viele Menschen davon betroffen sind, ist derzeit noch unklar.
11:14
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Aufnahmen von der Explosion im Atomkraftwerk Fukushima 1:

10:59
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Die Betreibergesellschaft Tepco erklärte, möglicherweise sei Wasserstoff zum Kühlen der Anlage explodiert. Vier Menschen seien verletzt und ins Spital gebracht worden. Sie befänden sich nicht in einem lebensbedrohlichen Zustand.

Die Atombehörde teilte mit, unmittelbar vor dem Zwischenfall habe es eine Erschütterung gegeben. Die anschliessende Explosion habe sich nicht im Reaktor ereignet. Die Tokioter Feuerwehr habe eine Spezialeinheit zum Kraftwerk entsandt, hiess es.
10:56
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Die Explosion im Atomkraftwerk Fukushima hat mit ungeheurer Wucht grosse Teile der Anlage zerstört. Der Fernsehsender NHK meldete, auch die Aussenhülle des Reaktorgehäuses scheine abgesprengt worden zu sein. Zum genauen Ausmass der Zerstörung gab es keine offiziellen Angaben.
10:50
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Gemäss Berichten der japanischen Medien wurde jetzt auch die Evakuierungszone rund um das AKW Fukushima 2 auf zehn Kilometer vergrössert.
10:39
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Ein japanischer Regierungssprecher bezeichnet die Lage nach der Explosion im Krisen-AKW Fukushima als eine «vermutlich sehr ernste Situation», berichtet die «Süddeutsche Zeitung». Er fordert die Bevölkerung laut des Fernsehsenders NHK auf, ruhig zu bleiben. Zuvor hatte ein hochrangiger Regierungsvertreter bestätigt, dass es im AKW Fukushima 1 ein radioaktives Leck gibt.
09:59
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Ein Experte warnt im Interview vor der Kernschmelze:
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09:44
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Bei der Explosion im japanischen Atomkraftwerk Fukushima I wurden das Dach und die Aussenmauern des Reaktorgebäudes weggesprängt, wie der Fernsehsender NHK berichtete. Über dem Werk bildete sich eine weisse Rauchwolke. Vier Mitarbeiter des Atomkraftwerks nordöstlich von Tokio wurden bei der Explosion nach Angaben des Betreibers Tepco verletzt. Medienberichten zufolge war der Grad der in der Anlage gemessenen Radioaktivität 20 Mal so hoch wie normal.


09:05
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Die Nachrichtenagentur AFP berichtet von einer Explosion in der Nuklearanlage Fukushima 1. Es wird von Rauch berichtet und zahlreiche Angestellte sollen verletzt sein.
08:53
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Eine Frau wird mit einem Helikopter gerettet:

08:41
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Die Schweiz schickt am Samstagnachmittag ein 24- köpfiges Such- und Abklärungsteam sowie 9 Suchhunde ins Erdbebengebiet nach Japan. Dem Team gehören Hundeführer, Spezialisten für die technische Ortung, Koordinatoren sowie Experten für Umweltkatastrophen, Wasser, Medizin und Bau an.
07:51
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Angesichts Tausender Vermisster nach dem verheerenden Erdbeben hat Japan ein großes Militäraufgebot für Rettungsaktionen abgestellt. Ministerpräsident Naoto Kan erklärte am Samstag, dass hierzu 50 000 Soldaten entsandt worden seien. Außerdem seien 190 Militärflugzeuge sowie 25 Schiffe in die von dem Erdbeben betroffenen Gebiete unterwegs. «Die meisten Häuser an der Küstenlinie sind weggespült worden», erklärte Kan nach einem Helikopterflug über dem Erdbebengebiet. Der Tsunami habe sehr schwere Schäden verursacht, sagt er. Rettungskräften ist es bislang noch nicht gelungen, zu den am schwersten betroffenen Gebieten vorzudringen.
07:25
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Durch das schwere Erdbeben vor der japanischen Küste ist der Tag etwas kürzer geworden. Der NASA- Geophysiker Richard Gross hat berechnet, dass die Rotation der Erde durch das Beben der Stärke 8,9 um 1,6 Mikrosekunden schneller geworden sei, weil sich die Erdmasse verschoben habe. Eine Mikrosekunde ist eine Millionstel Sekunde. Das Beben von Sumatra im Jahr 2004 führte sogar dazu, dass der Tag um 6,8 Mikrosekunden kürzer wurde. Das Beben in Japan am Freitag war das weltweit fünftstärkste, das seit 1900 gemessen wurde.
06:39
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Ein Vertreter der japanischen Atomaufsichtsbehörde hat am Samstag erklärt, dass es bei einem Atomkraftwerk zu einer Kernschmelze kommen könnte.
06:33
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US-Präsident Barack Obama sagte Japan angesichts der Naturkatastrophe Hilfe zu. Ein US-Flugzeugträger befinde sich bereits in Japan, ein zweites sei auf dem Weg in das ostasiatische Land. Außerdem sei ein US-Schiff zur Inselgruppe der Marianen im Pazifik unterwegs, um bei Bedarf zu helfen, erklärte Obama.
06:24
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Am Samstagmittag ist Japan erneut von einem Erdstoss der Stärke 6,8 erschüttert worden. Wie die US-Erdbebenwarte mitteilte, lag das Epizentrum praktisch in der gleichen Gegend vor der Nordostküste des Landes wie das Erdbeben der Stärke 8,9 vom Vortag. Ob es dabei zu weiteren Schäden kam, wurde zunächst nicht bekannt.
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Die Situation am Samstagmorgen

Am Tag nach dem schweren Erdbeben in Japan zeigt sich nach und nach, welch gewaltige Zerstörungen das Beben und der nachfolgende Tsunami angerichtet haben. Gegen 800 Menschen galten als vermisst. Die Behörden meldeten bisher über 600 Tote.

In Spitälern wurden mehr als 1100 Verletzte behandelt, wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Polizei berichtete. Etwa 215 000 Menschen verloren ihr Zuhause und wurden in Notunterkünften untergebracht.

Häuser wie Spielzeug mitgerissen

Die Polizei teilte mit, allein entlang der Küste der Stadt Sendai seien 200 bis 300 Leichen entdeckt worden. Weil die Zufahrtsstrassen zerstört seien, hätten Rettungskräfte jedoch bislang nicht zum Küstenstreifen vordringen können.

Auf Luftaufnahmen war zu sehen, wie Helikopter der Armee mit Leinen verzweifelte Menschen von Dächern und aus Hausruinen bargen. Soldaten wurden für die Rettung von Überlebenden mobilisiert.

Der verheerende Tsunami hatte bis weit ins Land hinein Schiffe, Häuser, Autos und Menschen wie Spielzeug mitgerissen. Raffinerien brannten, noch immer stiegen dicke Rauchsäulen in den Himmel. Zahlreiche Städte und Dörfer entlang eines 2100 Kilometer langen Küstenabschnitts waren betroffen.

Angst vor atomarer Katastrophe

Schwere Störfälle in zwei Atomanlagen in der Präfektur Fukushima lösten Angst vor einer atomaren Katastrophe aus. Zehntausende mussten ihre Häuser im Umkreis der Kernkraftwerke verlassen. Die Regierung trat zu einer Krisensitzung zusammen.

Der Tsunami hatte die Kühlsysteme der Reaktoren beschädigt. In beiden Werken drohte damit nach Einschätzung von Experten der Austritt von Radioaktivität und im Extremfall eine Kernschmelze. Daher ordnete die Regierung an, den Druck in den Reaktorgebäuden kontrolliert abzulassen.

Die Betreiber der Anlage teilten am Samstag mit, dass beim Ablassen des Drucks eine geringe Menge Radioaktivität freigesetzt worden sei. Das Unternehmen rief die Menschen auf, Strom zu sparen. Nicht nur in den Katastrophengebieten drohten wegen der beschädigten Stromanlagen Ausfälle.

Angst im Pazifikraum

Die auf das Beben folgende riesige Flutwelle erreichte in Japan eine Höhe von sieben Metern. Der Tsunami versetzte die Menschen im gesamten Pazifikraum in Angst. Zehntausende wurden in Sicherheit gebracht. Die befürchteten Schäden blieben aber grösstenteils aus.

An Kaliforniens Küste gab es Schäden an Hafenanlagen und Booten. In Crescent City im Norden des Bundesstaates waren die Wellen zwei Meter hoch. Ein junger Mann wurde in der Nähe der Ortschaft von der Welle mitgerissen und ertrank.

Vorübergehender Ausnahmezustand herrschte auch an der Westküste Lateinamerikas. In Chile stürzte ein Schaulustiger zu Tode, der von einem Felsen an der Küste den Tsunami beobachten wollte.

Grössere Tsunamiwellen überschwemmten mehrere Inselgruppen im Südpazifik. Auf Tonga wurden laut Polizei mehrere Häuser überflutet, aber niemand wurde verletzt.

Beben mit Stärke 8,9

Das Erdbeben der Stärke 8,9 ereignete sich am Freitag um 14.46 Uhr Ortszeit in zehn Kilometern Tiefe, rund 125 Kilometer vor der Ostküste Japans. Am Samstag kam es dann zu mehreren Nachbeben.

(ap)