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10. Mai 2012 00:52; Akt: 10.05.2012 05:55 Print

Putin gibt Obama einen Korb

Der neue alte Präsident Russlands hat seinem amerikanischen Amtskollegen mitgeteilt, dass er nicht zum G8-Gipfel nach Camp David reisen wird. Die Zusammenstellung seines Kabinetts habe Vorrang.

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Wladimir Putin an seinem letzten G8-Gipfel als Präsident. (Bild: Keystone/AP/Misha Japaridze)

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Der russische Präsident Wladimir Putin hat nach Angaben des US-Präsidialamtes seine Teilnahme am G-8-Gipfel sowie ein geplantes Treffen mit seinem US-Amtskollegen Barack Obama abgesagt. Dies habe der russische Präsident seinem US-Kollegen in einem Telefonat erklärt.

Er müsse zunächst die Zusammenstellung seines Kabinetts abschliessen, begründete Putin laut dem US-Präsidialamt seine Absage. An dem G-8-Treffen in Camp David Ende kommender Woche werde stattdessen der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew teilnehmen. Die USA hatten den G-8-Gipfel unter anderem aus Rücksicht auf Putin vom eigentlich geplanten Veranstaltungsort in Chicago nach Camp David bei Washington verlegt.

Er bedauere es, dass er wegen seiner Verpflichtungen im Zuge der Regierungsbildung nicht zu dem Treffen in Camp David kommen könne, sagte Putin den Angaben zufolge in dem Telefonat mit Obama. Der US-Präsident habe Verständnis für Putins Entscheidung geäussert und begrüsse es, dass Regierungschef Medwedew am Gipfel teilnehme, hiess es weiter.

Treffen am G20-Gipfel

Die beiden Staatschefs hätten vereinbart, sich am Rande des G20-Gipfels zu treffen, der am 18. und 19. Juni im mexikanischen Los Cabos stattfindet. Dem Weissen Haus zufolge vereinbarten Obama und Putin in dem Telefonat, die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern «auf der Basis gemeinsamer strategischer Interessen» weiter auszubauen.

Beide hätten die konkreten Fortschritte in den Beziehungen gewürdigt, die in den vergangenen drei Jahren - seit Obamas Amtsübernahme - erzielt worden seien. Das gelte etwa für Fragen der atomaren Sicherheit, der Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen und Afghanistan.

Putin war am Montag für eine dritte Amtszeit als russischer Präsident vereidigt worden. Sein Vorgänger Medwedew wurde am Dienstag ins Amt des Ministerpräsidenten gewählt.

(sda)