«Eurasischen Union»

04. Oktober 2011 16:52; Akt: 04.10.2011 17:13 Print

Putin plant die «Sowjet-EU»

Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin will die Macht Russlands weiter ausbauen. Er schlägt deshalb ein Bündnis nach Vorbild der Europäischen Union vor - im alten Sowjet-Raum.

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, das Vera Donskaja-Chilko 2011 gemalt hat: Weil das Gemälde gegen den «Homosexuellenparagraphen» verstosse, wurde es konfisziert und das Erotikmuseum St. Petersburg geschlossen. Putin setzt sich lieber anders ins Bild, wie die folgenden Schnappschüsse zeigen. Der russische Premierminister Wladimir Putin präsentiert den Hund Buffy in seiner Residenz in Novo-Ogaryovo. Der 5-jährige Dima Sokolow (rechts) hatte den Wettbewerb für den Namen gewonnen. Den bulgarischen Schäferhund hat er vom bulgarischen Premier Boyko Borissow in Sofia erhalten. Putin setzt sich gerne als Tierfreund in Szene. Zur Rettung der Tiger hatte er eine internationale Konferenz einberufen. Im Bild: Putin mit einem zweieinhalb Monate alten Tigerbaby in seiner Residenz in Novo-Ogaryovo bei Moskau. Putin füttert ein Elch-Baby im Nationalpark Losiny Ostrov bei Moskau. Putin zeigt sich auch gern als naturverbunden. Hier macht er Ferien am Jenissei-Fluss - und wirft sich in Propaganda-Pose. Später gehts zur Abkühlung baden. Monate später will er einen Amur-Tiger betäuben. Selbstverständlich erfolgreich. Auch mit Pferden kennt sich Wladimir aus. So viel Wissen kann ganz schön müde machen. Auch im Winter steht Putin seinen Mann und hilft mit, einem Eisbären ein Sendehalsband anzulegen. Putin Shatterhand reitet im Februar 2010 durch Sibirien. Ganz schön anstrengend. Wohl bekomms! Am 14. August 2009 besucht Präsident Dmitri Medwedew Putin – und chauffiert ihn durch die Gegend. 2010 steuert Putin während den verherenden Bränden rund um Moskau «eigenhändig» ein Löschflugzeug.

Putin plant die Zukunft - Hier ein paar Bilder aus der Vergangenheit.

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Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat die Gründung einer «Eurasischen Union» aus ehemaligen Sowjetrepubliken vorgeschlagen. Das neue Bündnis solle Bindeglied zwischen Europa und der dynamischen Region Asien-Pazifik sein, erklärte er.

In einem Beitrag für die Moskauer Tageszeitung «Iswestija» rief Putin am Dienstag zu einem Zusammenschluss ehemaliger Sowjetstaaten in einer Eurasischen Union auf - ohne dass damit «eine Wiederbelebung der Sowjetunion in irgendeiner Form» gemeint sei.

«Grösste Katastrophe des 20. Jahrhunderts»

Die Eurasische Union solle auf den «Erfahrungen der Europäischen Union und anderer Regionalbündnisse» aufbauen, heisst es in Putins Beitrag. Der Ministerpräsident sprach sich für das Niederreissen von Handelshemmnissen und die Freizügigkeit für Jobsuchende aus. Die Eurasische Union solle zur Stabilität der weltweiten Entwicklung beitragen.

Mit Weissrussland und Kasachstan hatte Russland bereits im Sommer vergangenen Jahres eine Zollunion gegründet. Diese soll um Kirgistan und Tadschikistan erweitert werden. Putin bezeichnte in seinem Text den Untergang des Sowjetreiches als eine der «grössten geopolitischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts». Aber fügte hinzu: «Es wäre naiv, etwas aus der Vergangenheit zu kopieren.»


Putin kommt zurück

Im kommenden Jahr will sich Putin bei der anstehenden Wahl um das Präsidentenamt bewerben, das er schon von 2000 bis 2008 innehatte. Er hat gute Aussichten, nach der Wahl im März erneut das höchste Staatsamt auszuüben. Zumal der jetztige Amtsinhaber Dmitri Medwedew Putin mit den Worten «Putin ist einfach beliebter als ich» als neuen Präsidenten ins Spiel gebracht hat.

International sorgte das Vorgehen für harsche Kritik. Für den ehemaligen Sowjetpräsidenten Michail Gorbatschow wirft die erneute Präsidentschaft Putins das Land in seinen Demokratie-Bemühungen um Jahre zurück.

(aeg/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tina am 05.10.2011 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Sowjet-Union 2.0 - Die News zum Lachen reissen nicht ab!

  • Gregorius am 05.10.2011 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Neuigkeiten

    Das Beste das ich in den letzten Jahren gehört habe. Je grösser der Wirtschaftraum desto mehr Produktion , Arbeit und Reichtum.

  • Hanspeter Moesch am 04.10.2011 23:35 Report Diesen Beitrag melden

    Putin - der Schein-Demokrat

    Kluge Vögel setzen sich nie auf die Hand, welche sie füttert, sondern picken die Körner vom Boden aus sicherem Abstand zur Hand.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tina am 05.10.2011 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Sowjet-Union 2.0 - Die News zum Lachen reissen nicht ab!

  • Politbeobachter am 05.10.2011 09:15 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist daran neu?

    Was ist daran neu? War da nicht schon die Sowjetunion, die 1989 geplatzt ist?

  • Gregorius am 05.10.2011 08:09 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Neuigkeiten

    Das Beste das ich in den letzten Jahren gehört habe. Je grösser der Wirtschaftraum desto mehr Produktion , Arbeit und Reichtum.

  • Peter Silie am 05.10.2011 06:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwie logisch

    Hat doch Russland in Europa sicher nicht den Wunschpartner gefunden. Wir unterstützen all die teils kriminellen Aufwiegler in der Ukraine, Georgien etc. (Timoshenko/Yushchenko/Saakaschwili) geschweige denn das Baltikum. Hauptsache Sozialromantik und irgendwelches Menschenrechtsgerede stehen auf der Tagesordnung.

  • Karl Meloni am 05.10.2011 01:50 Report Diesen Beitrag melden

    Russland

    Grundsätzlich sollte man sich nicht zu stark von der polarisierenden Sprache des Artikels beeinflussen lassen. Dieses vorhaben ist absolut legitim und "Wladimir Putin will die Macht Russlands weiter ausbauen" ist in diesem Zusammenhang ziemlich irreführend. Insgesamt teile ich aber die Skepsis gegenüber Russland. Irgendwie stimmt es mich traurig, dass ein so wichtiges, europäisches Land seit Jahrhunderten von Alleinherrschern ausgebeutet wird. Sei es jetzt der Zar, Kommunismus oder die heutige Scheindemokratie unter Putin. Russland ist für mich unglaublich fasszinierend und gefährlich zugleich