Skandal in Russland

16. Februar 2011 14:58; Akt: 16.02.2011 15:25 Print

Putins Luxusvilla auf Staatskosten

In Russland kursieren Gerüchte, wonach sich Ex-Präsident Wladimir Putin einen riesigen privaten Palast hat bauen lassen, mit Staatsgeldern.

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Diese Villa im italiensichen Stil soll für Wladimir Putins Privatgebrauch erbaut worden sein.

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Für Wladimir Putin ist Ärger im Verzug. Er soll sich in der Nähe der Olympiastadt Sotschi, an der Küste des Schwarzen Meeres, einen gigantischen Luxuspalast erbaut haben. Allein das Haupthaus soll eine Grundfläche von 14 500 Quadratmetern haben. Ein Helikopterlandeplatz und Unterkünfte für 56 Bedienstete sollen im Anwesen unter anderem integriert sein.

Losgetreten hat den Skandal ein Bauunternehmer, der offenbar am Bau des Palastes beteiligt war. Der Unternehmer Sergej Kolesnikow schrieb laut der Nachrichtenagentur AFP in einem offenen Brief an Präsident Dimitri Medwedew, dass der Bau «zur privaten Nutzung» von Herrn Putin bestimmt sei.

Von Seiten des Kremls folgte unmittelbar das Dementi. Man habe «an dieser Stelle kein Bauprojekt», liess der Chef der Kreml-Verwaltung, Wladimir Koschyn, verlauten. Dies ist aber offensichtlich gelogen. In öffentlichen Akten des Wirtschaftministeriums ist zu lesen, die Regierung sei mit 10 Prozent an den Baukosten beteiligt. Die russische Tageszeitung «Nowaja Gaseta» schreibt gar von 30 Prozent. Abgewickelt wurde der Deal offenbar über eine Scheinfirma, die eng mit Wladimir Putin in Verbindung steht.

(aeg)