US-Wahlkampf

10. Dezember 2011 20:18; Akt: 10.12.2011 20:34 Print

Republikaner Gingrich erzürnt Palästinenser

Der republikanische Politiker Newt Gingrich will US-Präsident werden. Im Wahlkampf hat er dabei die Palästinenser als ein «erfundenes Volk» bezeichnet.

Newt Gingrich: «Die Palästinenser sind ein erfundenes Volk.» (Quelle: The Jewish Channel)

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In vom US-Kabelfernsehsender «The Jewish Channel» veröffentlichten Interview-Auszügen vertrat der konservative US-Politiker Newt Gingrich den Standpunkt, dass es keinen Staat Palästina gegeben habe. Die Palästinenser seien Araber, die sich dafür entschieden hätten, nicht woanders zu leben.

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber bezeichnete die Palästinenser als ein «erfundenes Volk». Die Region Palästina und seine Einwohner hätten vor der Gründung Israels zum Osmanischen Reich gehört.

Bestürzung in Palästina

Den Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern bezeichnete Gingrich als «wahnhaft». Den Entscheid von Präsident Barack Obama, die Palästinenser auf der gleichen Stufe wie Israel zu behandeln, sei ein «begünstigen von Terroristen».

Diese Bemerkungen seien «unglücklich», sagte Nabil Abu Rdeneh von der Autonomiebehörde im Westjordanland. Und Fausi Barhum, Sprecher der im Gazastreifen regierenden Hamas, sagte, Gingrich habe «aufrichtige Feindschaft» gegenüber den Palästinensern gezeigt.

(sda)