27. April 2005 17:35; Akt: 27.04.2005 17:35 Print

Rice in Brasilien

Differenzen um Venezuela haben den Besuch von US-Aussenministerin Condoleezza Rice in Brasilien geprägt. Die USA wünschten sich ein «freies und völlig demokratisches Venezuela», sagte Rice am Dienstag in Brasilia.

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Die Charta der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) sei «sehr deutlich bezüglich der demokratischen Verpflichtung der Regierungen», fügte sie nach einem Treffen mit ihrem Amtskollegen Celso Amorim hinzu.

Amorim betonte, Brasilien respektiere die venezolanische Souveränität und wolle das Nachbarland weiter in der «Gruppe der Freunde Venezuelas» unterstützen. «Wie in jeder anderen Gesellschaft, gibt es dort Probleme. Wir werden alles tun, um zur positiven Entwicklung Venezuelas beizutragen», sagte der Aussenminister.

Venezuelas linksnationalistischer Staatschef Hugo Chávez hatte erst am Wochenende die militärische Zusammenarbeit mit den USA für beendet erklärt. Brasilien ist die erste Etappe einer viertägigen Lateinamerika-Reise der US-Aussenministerin. Sie besucht noch Kolumbien, Chile und El Salvador.

(sda)