20. April 2005 15:30; Akt: 20.04.2005 15:33 Print

Rice stolpert über ihr Russisch

US-Aussenministerin Condoleezza Rice ist in Moskau sprachlich ins Stolpern gekommen, als sie ihre Russisch-Kenntnisse in einem Radiointerview anwenden wollte.

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In dem Interview des Senders «Echo Moskaus» antwortete Rice auf die Frage, ob sie denn für das Amt des US-Präsidenten kandidieren würde, auf russisch zunächst mit «Da» (Ja).

Als sie dann erkannte, dass sie offenbar etwas falsch verstanden hatte, korrigierte sie sich hastig und sagte: «Nyet» (Nein)» - gleich sieben Mal.

Auf eine Hörerfrage, wie sie denn zu ihrer erfolgreichen Karriere gekommen sei, entgegnete Rice, diese Frage sei zu schwer zu beantworten und gab in Englisch eine kurze Erklärung.

Als sie erneut ins Russische wechselte, um zu sagen, dass sie ihr nächstes Interview gern in der Sprache ihres Gastgebers geben wolle, verwendete Rice ein Verb, das eher nach dem Wort «Geld verdienen» klang als nach dem russischen Ausdruck für «machen».

Am Ende der sprachlichen Nervenprobe entschuldigte sich die frühere Sowjetexpertin. Sie sei etwas aus der Übung, und die russische Grammatik habe so schreckliche Fälle.

Rice hält sich in Moskau auf, um das Anfang Mai in Russland stattfindende Gipfeltreffen von US-Präsident George W. Bush und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorzubereiten.

(sda)