US-Wahlkampf

20. Februar 2012 17:26; Akt: 23.02.2012 11:58 Print

Rick Santorum liegt jetzt klar in Front

Das Rennen um die Präsidentschafts-Kandidatur der Republikaner läuft auf ein Duell hinaus. Rick Santorum hat erstmals deutlich mehr Befürworter als Mitt Romney. Newt Gingrich scheint geschlagen.

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Rick Santorum, im Bild bei einer Wahlkampfveranstaltung in Cumming am 19. Februar, hat seinen Mitbewerber Mitt Romney in Umfragen klar überholt. (Bild: Keystone/AP/Eric Gay)

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Der erzkonservative US-Präsidentschaftsbewerber Rick Santorum zieht Umfragen zufolge dem bisherigen Favoriten Mitt Romney eindeutig davon. Einer neusten landesweiten Gallup-Umfrage zufolge führt Santorum acht Prozentpunkte vor Romney.

Damit habe Santorum erstmals einen eindeutigen Vorsprung, der ausserhalb statistischer Fehlermargen bei Umfragen liege, meinen Umfrageexperten.

Gingrich ist abgeschlagen

Gemäss der Umfrage wollen 36 Prozent der Republikaner, dass der streng-religiöse Ex-Senator Santorum Barack Obama bei den Präsidenschaftswahlen im November herausfordert. Lediglich 28 Prozent unterstützen den Multimillionär und ehemaligen Gouverneur Romney.

Die beiden anderen Bewerber bei den Republikaner-Vorwahlen sind dagegen klar abgeschlagen. Der ehemalige Parlamentspräsident Newt Gingrich käme demnach lediglich auf 13 Prozent der republikanischen Vorwähler, der radikalliberale Ron Paul auf 11 Prozent.

Auch ein vom Onlinedienst «Real Clear Politics» errechneter Mittelwert aus sechs Umfragen sieht Santorum klar vorn. Demnach käme Santorum auf knapp 34, Romney auf 28 Prozent.

Rennen völlig offen

Zu Beginn der Vorwahlen im Januar galt Romney lange Zeit als klarer Favorit - Santorum als krasser Aussenseiter. Nun scheint das Rennen um die Kandidatur völlig offen. Der 53-jährige Santorum hatte vor zwei Wochen überraschend bei Vorwahlen in den drei Bundesstaaten Colorado, Minnesota und Missouri gewonnen.

Der Katholik Santorum setzt seine Religiosität gezielt in den Wahlkampf ein. Jüngst warf er Obama vor, er hänge einer «gefälschten Theologie» an, «keiner Theologie, die auf der Bibel beruht». Später meinte Santorum, er wolle damit Obama nicht absprechen, dass er ein Christ sei.

Santorum tritt etwa selbst bei Vergewaltigung und Inzest für ein Verbot von Abtreibung ein. Romney - ein Mormone - gilt dagegen als ein eher moderater und pragmatisch ausgerichteter Konservativer.

Je vier Vorwahlsiege

Santorum und Romney konnten sich bisher in jeweils vier Vorwahlen durchsetzen. Die nächsten Abstimmungen stehen am 28. Februar an, in den Bundesstaaten Arizona und Michigan.

Doch eine erste echte Vorentscheidung ist frühestens beim «Super Tuesday» am 6. März zu erwarten - dann wird auf einen Schlag in zehn Bundesstaaten gewählt. Alles in allem stehen noch über 40 Vorwahlen an.

Die republikanische Partei hält bis zum 26. Juni in allen 50 US-Bundesstaaten Vorwahlen ab, um ihren Kandidaten für Präsidentschaft zu bestimmen. Für die Nomination genügt eine einfache Mehrheit von 1144 der total 2286 Delegiertenstimmen. (Stand 29. Februar 2012)
Quelle: AP

(sda)

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