Skandal-Bürgermeister

01. Juli 2014 06:13; Akt: 01.07.2014 10:00 Print

Rob Ford kehrt aus Entzug zurück

Zwei Monate hat sich Torontos Bürgermeister einer Entziehungskur unterzogen. Nun ist Rob Ford wieder zurück bei der Arbeit und verspricht Besserung.

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Nach einer Entziehungskur ist der durch seine Drogeneskapaden in die Schlagzeilen geratene Bürgermeister von Toronto, Rob Ford, wieder zurück bei der Arbeit. Er habe seine Probleme lange «komplett verdrängt», gestand Ford am Montag.

Doch nun habe er begonnen, wieder die Kontrolle über sein Leben zurückzugewinnen. «Es ist ein langer, langer Weg der Genesung.» Im Oktober will Ford in der grössten Stadt Kanadas wieder zum Bürgermeister gewählt werden.

Vor Journalisten sagte der Politiker, er habe sich lange Zeit eingeredet, «dass ich kein Problem hatte, aber es wurde schnell deutlich, dass mein Alkohol- und Drogenkonsum sehr ernste Auswirkungen auf meine Familie und meine Gesundheit und meinen Job als Bürgermeister hatte». Nach einigen der «dunkelsten Augenblicke» seines Lebens habe er entschieden: «Genug ist genug.» Daraufhin habe er professionelle Hilfe gesucht.

Langes Sündenregister

Ford begab sich im Mai für gut zwei Monate in Behandlung - mitten im Wahlkampf für die kommenden Kommunalwahlen. Zuvor hatte es neue Berichte über seinen Crack-Konsum gegeben. Zudem hatte eine Zeitung berichtet, der 45-Jährige sei «sturzbetrunken» in einer Bar gesichtet worden.

Ford gestand Anfang November nach hartnäckigem Leugnen, Crack konsumiert und jahrelang illegale Drogen gekauft zu haben. Ausserdem entschuldigte er sich für wiederholte Ausfälle unter Alkoholeinfluss. Als Konsequenz entzog ihm der Stadtrat im November den Grossteil seiner Machtbefugnisse.

(sda)