Iran

06. Januar 2016 22:39; Akt: 06.01.2016 22:43 Print

Rohani schlägt versöhnliche Töne an

Die Emotionen im Konflikt zwischen Saudiarabien und dem Iran sind sehr hoch gekocht. Nun will der Iran die Situation abkühlen.

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Der Iran sucht den Kontakt zu Saudiarabien: Irans Präsident Hassan Rohani. (Bild: AP)

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International wächst die Sorge über mögliche Folgen des Streits zwischen den Regionalmächten Saudiarabien und Iran. Teheran scheint nun die Wogen glätten zu wollen. Der Iran will hart gegen die Angreifer der saudischen Botschaft in Teheran vorgehen. «Die Angreifer sind Kriminelle, deren illegale und unislamische Tat auch den internationalen Ruf des Irans geschädigt hat», sagte iranische Präsident Hassan Rohani am Mittwoch. Man werde konsequent gegen die Täter vorgehen, sagte auch Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif. 50 Menschen seien im Zusammenhang mit dem Angriff schon verhaftet worden.

Nach der Hinrichtung des schiitischen Geistlichen Scheich Nimr Bakr al-Nimr und 46 weiterer Menschen in Saudiarabien hatte eine Menschenmenge in Teheran die saudische Botschaft gestürmt und Brände gelegt.

Auch Katar und Dschibuti rufen Botschafter zurück

Saudiarabien sowie seine sunnitisch regierten Verbündeten Bahrain und Sudan beendeten aus Protest gegen die Übergriffe ihre diplomatischen Beziehungen zum schiitischen Iran. Katar und der ostafrikanische Staat Dschibuti riefen am Mittwoch ihre Botschafter aus Teheran zurück – dies hatten zuvor bereits die Vereinigten Arabischen Emirate und Kuwait getan.

«Der Iran will keine Spannungen in der Region und würde Dialog mit den Nachbarländern immer begrüssen», sagte Sarif. Alle Länder der Region sollten zusammenhalten, besonders angesichts der gegenwärtigen Terrorbedrohung.

Iran will gute Beziehungen in der Region

Leider habe Riad eine konstruktive Zusammenarbeit gegen den Terror stets blockiert, sagte Sarif. «Wir wollen Freundschaft, Brüderschaft und gute Beziehungen zu allen Ländern der Region,» fügte Rohani hinzu. Am Sonntag hatte der oberste Führer des Irans, Ayatollah Ali Khamenei, den saudischen Führern wegen der Exekution Al-Nimrs dagegen noch mit der «Rache Gottes» gedroht.

Die USA, Deutschland und die Türkei riefen die beide Staaten am Dienstag zum Abbau ihrer Spannungen auf. Der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, der Iran und Saudiarabien hätten eine «gemeinsame Verantwortung» für eine Lösung der Konflikte im Nahen Osten. Die Vereinigten Staaten und Ankara appellierten an Riad und Teheran, den Konflikt zu deeskalieren und Zurückhaltung walten zu lassen.

(ofi/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • clclcl am 06.01.2016 23:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beruhigung

    Hoffentlich beruhigt sich die ganze Situation!

  • Peter Gisler am 07.01.2016 07:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Iran Saudi-Arabien

    Der Westen sollte endlich das Könighaus in Riad zur Vernunft bringen und vor allem keine Waffen mehr liefern

  • First Officer am 07.01.2016 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einmischen

    Der Westen sollte vor allem eines nicht wiederholt tun: Sich überall einmischen!

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  • First Officer am 07.01.2016 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einmischen

    Der Westen sollte vor allem eines nicht wiederholt tun: Sich überall einmischen!

  • Peter Gisler am 07.01.2016 07:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Iran Saudi-Arabien

    Der Westen sollte endlich das Könighaus in Riad zur Vernunft bringen und vor allem keine Waffen mehr liefern

  • clclcl am 06.01.2016 23:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beruhigung

    Hoffentlich beruhigt sich die ganze Situation!