Verschanzter Attentäter

21. März 2012 04:50; Akt: 22.03.2012 08:55 Print

Roller-Mörder hält eine weitere Nacht durch

Fast 24 Stunden nach Beginn einer Polizeiaktion in Toulouse verschanzt sich der mutmassliche Serienkiller weiter in seiner Wohnung. Die Polizei versucht, ihn so lange zu ermüden, bis er aufgibt.

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Der Bruder des Serienmörders Mohamed Merah wird am 24. März nach Paris verlegt. Zur Polizei sagte er: «Ich bin sehr stolz auf meinen Bruder.» Am Freitag, 23. März 2012 waren Polizisten immer noch in der Wohnung des Attentäters von Toulouse. Durch dieses Fenster soll Mohammed Merah gesprungen sein. Einschusslöcher sind auch am Balkon zu sehen. Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort. Das Wohnhaus von Merah. Im Fernsehen sagt Staatspräsident Nicolas Sarkozy: «Merah war ein Terrorist. Muslime haben damit nichts zu tun.» «Die Republik ist immer am stärksten. Das ist die Lektion, die wir aus dem Vorfall in Toulouse lernen», sagte François Hollande, der Präsidentschaftsikandidat der Sozialisten, nach der erfolgreichen Stürmung aus Paris. Innenminister Claude Guéant (Mitte, mit Brille) stellt sich als erster vor die Medien. Er sei «froh, dass das Problem gelöst sei», sagte er nach der Aktion und bedankte sich bei allen Beteiligten. Laut Guéant (Bild) sei Merah durch die Polizei erschossen worden. Bei der Stürmung der Wohnung sollen drei Polizisten verletzt worden sein. Einer habe Schussverletzungen, zwei weitere stünden unter Schock. Ungefähr um 11 Uhr kommt Bewegung auf. Der Sturm auf die Wohnung des Verdächtigen hat begonnen. Nach einem kurzen Schusswechsel dann die Nachricht, dass Merah tot sei. Polizisten der RAID-Elitetruppen kurz bevor sie am Donnerstag, 22. März in das Haus vorgedrungen sind. Das Medieninteresse ist gigantisch. Auch wenn man vor Ort nicht viel mehr mitkriegt, als anderswo. Am Morgen des 22. März 2012 sind in Toulouse vor dem Haus, in dem sich Mohammed Merah verschanzt hält, Feuerwehrwagen vorgefahren. Ein Zugriff auf das Haus steht unmittelbar bevor. Es ist völlig unklar, ob der mutmassliche Attentäter überhaupt noch lebt. Am Abend des 21. März hat der TV-Sender France 2 veröffentlicht. Das Video soll dem Sender von Bekannten des 23-Jährigen zugespielt worden sein, wie die Zeitung «Le Parisien» berichtete. Die Bilder zeigen einen ... ... in seinem Auto. In der Nacht auf den 22. März waren zu hören. Man vermutet, dass die Polizei eingesetzt hat, um Mohammed Merah überwältigen zu können. Doch noch blieb ein Zugriff der Polizei aus. Sie wartet weiter ab. Gemäss dem französischen Innenminister hat es oberste Priorität, Mohammed Merah lebend festzunehmen. Am Mittwochabend hat die Polizei die Vorbereitungen für einen Einsatz intensiviert. Gas- und Elektrizitätleitungen wurden gekappt. Nach eigenen Angaben bereitet die Polizei die Erstürmung des Gebäudes vor, da sich der Verdächtige nicht ergeben will. Die übrigen Hausbewohner wurden bereits evakuiert. Laut (r.) hatte der Verdächtige geplant, am Mittwoch weitere Morde zu begehen. Der Staatspräsident besucht mit Premierminister François Fillon (l.) den Ort des Geschehens. Er wollte eine Pressekonferenz geben, nachdem das Gerücht die Runde gemacht hat, dass der Verdächtige gefasst sei. Danach fährt er nach Montauban, um an einer Trauerzeremonie für die Attentatsopfer teilzunehmen. Die Umgebung rund um das Haus des mutmasslichen Attentäters ist weiträumig abgesperrt. Aus den Fenstern ihrer Wohnungen beobachten Schaulustige das Geschehen. Kurz nach 14 Uhr am 21. März 2012 vermeldet ein Nachrichtensender, der mutmassliche Attentäter Mohammed Merah sei verhaftet worden. Die Nachricht wurde kurz darauf laut der Nachrichtenagentur Reuters dementiert. Nicht nur Polizisten, auch unzählige Medienleute stehen in der Nähe des Gebäudes. Seit Stunden verhandelt die Polizei mit dem mutmasslichen Attentäter. Er soll ihnen seine ganze kriminelle Lebensgeschichte erzählt haben. In der Nacht auf den umstellt die Polizei ein Haus in Toulouse. Im Gebäude verschanzt sich der Mörder von drei Soldaten nordafrikanischer Herkunft und von vier Juden. Mit einem Bus werden Nachbarn in Sicherheit gebracht. Beim Einsatz, der mitten in der Nacht begann, sollen drei Polizisten verletzt worden sein, einer davon schwer. Der verschanzte 23-Jährige soll während seiner wirren Aussagen in den Verhandlungen vor Ort die Morde an sieben Menschen gestanden haben. Angeblich will er sich stellen. Der französische Innenminister Claude Guéant liess die Mutter des Tatverdächtigen kommen. Sie weigerte sich aber, mit ihrem Sohn zu sprechen. Ein Nachbar erzählt den Medien, was er über den Täter weiss. Offenbar bezeichnet sich der 23-jährige Mohammed Merah als Mujaheddin, also als «Gotteskrieger», der sich für die Verbreitung des Islam einsetzt. Der Bruder des Verdächtigen ist angeblich verhaftet worden.

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08:42
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Offenbar war Mohammed M. doch nie in einem afghanischen Gefängnis. Die Regierung der südafghanischen Provinz Kandahar hat entsprechende Angaben vehement dementiert. «Nach den gesamten Unterlagen der Justiz- und Sicherheitsbehörden in Kandahar haben wir nie einen französischen Staatsbürger namens Mohamed M. inhaftiert», teilte das Büro des Gouverneurs in der Nacht zum Donnerstag mit. Es widersprach damit Angaben des Direktors des Zentralgefängnisses in Kandahar-Stadt, Ghulam Faruk. Dieser hatte gestern behauptet, dass das Gefängnis in Besitz von Dokumenten sei, die zeigen würden, dass der Verschanzte 2007 inhaftiert war. Anschliessend sei ihm die Flucht gelungen, hatte Faruk gesagt.
08:34
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Auch der Korrespondent von RTL berichtet von den beiden Schüssen. Es seien eindeutig zwei Schüsse zu hören gewesen, ganz kurz nacheinander, die von Mohammed M. gestammt haben müssen. Allerdings glauben die Polizisten vor Ort nicht an die Selbstmordtheorie.
08:33
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Guéant bezieht sich bei seinen Spekulationen auf die beiden Schüsse, die mitten in der Nacht zu hören gewesen waren. Es sei durchaus möglich, dass sich Mohammed M. das Leben genommen habe.
07:58
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Gleichzeitig heisst es nun von Seiten des Innenministers Claude Guéant, es sei keineswegs sicher, ob der mutmassliche Attentäter noch lebe.
07:54
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«Ich will mit der Waffe in der Hand sterben.» Das soll Mohammed M. jetzt gesagt haben, meldet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf einen Minister.
07:44
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Diese Aussagen bestätigt jetzt auch ein den Ermittlern nahestehende Quelle gegenüber 20minutes.fr. Der Verschanzte wolle sich nicht mehr ergeben, ausserdem mache er «einen sehr entschlossenen Eindruck». Ausserdem habe es die ganze Nacht durch keinen direkten Kontakt mehr zu Mohammed M. gegeben.
07:40
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Laut der Sonder-Korrespondentin, die für den Sender BFM vor Ort ist, hat Mohammed M. seine ursprüngliche Absicht, sich zu ergeben, wieder zurückgenommen. Zunächst hatte der Verschanzte gestern Vormittag gesagt, er wolle sich im Laufe des Nachmittages ergeben. Anschliessend soll er seine persönliche Deadline auf den Abend verlegt haben. Nach neusten Informationen gibt es jetzt also keine Ankündigung mehr, dass Mohammed M. freiwillig aufzugeben gedenkt.
07:37
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Die Explosionen waren in einer erstaunlichen Regelmässigkeit zu hören: Um 23:30, 1:30, 4:30, 5:30 und um 6:30 Uhr zerrissen Detonationen die ansonsten herrschende Stille.
07:37
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Seit 23:30 gestern Abend waren in der Umgebung des umstellten Hauses immer wieder Detonationen zu hören, letztmals um 6:30 Uhr heute früh. Experten auf dem TV-Sender BFM spekulieren darüber, ob diese vermutlich gezündeten Blend- oder Schockgranaten gar nicht dazu dienen sollten, den Verschanzten zu überraschen, um auf ihn zugreifen zu können. Vielmehr könne es sein, dass man alles versucht habe, Mohammed M. wachzuhalten. Über die Gründe dafür kann nur spekuliert werden. Vielleicht steht man weiterhin in Verhandlungen mit dem mutmasslichen Attentäter. Die Lage bleibt unklar.
07:05
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Ganz Frankreich fragt sich, wie lange der mutmassliche Serienkiller, der vermutlich seit Dutzenden Stunden nicht mehr geschlafen, gegessen und getrunken hat, noch durchhält. Laurent Combalbert, ehemaliger Verhandlungsführer der französischen Elite-Einheit, hat schon Verschanzte erlebt, die sich während 36 Stunden nicht ergeben haben. Der Nervenkrieg von Toulouse könnte also noch andauern.
06:40
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Über die Gründe, die Mohammed M. dazu bewegen, sich so lange zu verschanzen, kann man nur mutmassen: Ist es die Angst, beim Polizeieinsatz erschossen zu werden? Oder möchte er vor seiner Festnahme ein Maximum an Medienpräsenz? Über den TV kann er seinen «Auftritt» auf jeden Fall nicht mehr mitverfolgen - der Strom wurde im ganzen Quartier abgestellt.
06:17
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Für diejenigen, die sich jetzt in den Live-Ticker einschalten: Der Nervenkrieg in Toulouse hat eine weitere Nacht angedauert. Mohammed M., der gegenüber der französischen Staatsanwaltschaft den Mord an sieben Personen zugegeben hat, verschanzt sich seit über 27 Stunden in seiner Wohnung. In den vergangenen Stunden waren vor Ort mehrere Detonationen – vermutlich Blend- oder Schockgranaten – zu hören, die Polizei hat die Wohnung aber nicht gestürmt. Gemäss dem französischen Innenminister hat es oberste Priorität, Mohammed M. lebend festzunehmen.
06:00
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Die französischen Behörden wollen unbedingt verhindern, dass sich junge Fanatiker ein Beispiel an Mohammed M. nehmen und einen ähnlichen Weg einschlagen. Auch aus diesem Grund wollen sie den mutmasslichen Serienkiller unbedingt lebend festnehmen. Ein Prozess gegen ihn hätte gemäss Laurent Combalbert, einem früheren Verhandlungsführer der Elite-Polizisten, eine abschreckende Wirkung.
05:42
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Laurent Combalbert, ehemaliger Verhandlungsführer der französischen Elite-Einheit, mutmasst, dass der schwer bewaffnete Mohammed M. sein Versteck aus Todesangst nicht verlässt. Demnach scheint er nicht gewillt, als «Märtyrer» zu sterben.
05:15
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Der verschanzte Mohammed M. scheint einen unerschütterlichen Kampfgeist zu haben: Wie die «BFM»-Korrespondentin mit Hinweis auf eine Polizeiquelle berichtet, hat der mutmassliche Serienmörder in den vergangenen 26 Stunden kein Auge zugetan – seit dann ist seine Wohnung von der Polizei umstellt. Ob die Elitetruppen weiterhin mit dem 24-Jährigen verhandeln, ist unbekannt.
04:46
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Die Eliteeinheiten der Polizei haben in den vergangenen Stunden mehrfach sogenannte Blend- oder Schockgranaten eingesetzt. Der Polizei-Experte im Studio von «BFM» zeigt sich überrascht über diese Taktik: «Solche Granaten setzen wegen ihres Lärms und Lichts eine Person für einen kurzen Moment ausser Gefecht. In diesen paar Sekunden erfolgt normalerweise der Zugriff.» Im vorliegenden Fall hat sich das Polizeikommando aber offenbar anders entschieden: Mohammed M. verschanzt sich noch immer in seiner Wohnung.
04:20
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Die Zeit spielt gegen Mohammed M.: Während der mutmassliche Serienmörder seit über 25 Stunden umzingelt ist, werden die Elitepolizisten laufend ausgewechselt. Insgesamt sind mehrere Dutzend Einsatzkräfte vor Ort. Die Polizei will den Verschanzten, der seit dem Abend keinen Zugang mehr zu Strom und Wasser hat, so lange ermüden, bis er aufgibt. Denn: Der Roller-Mörder soll lebendig gefasst werden, damit man ihn verurteilen könne, so der französische Innenminister.
03:46
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«Absolument rien» antwortet der Sonderkorrespondent der Fernsehsenders «BFM» auf die Frage der Programmleiterin, was sich derzeit vor Ort abspiele. Offenbar herrscht im Wohnquartier von Toulouse seit geraumer Zeit eine angespannte Ruhe - was es für die anwesenden Journalisten nicht einfacher macht, wach zu bleiben.
03:05
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Mohammed M. verschanzt sich nun seit genau einem Tag: Französische Elitesoldaten umstellen das Haus des mutmasslichen Rollermörders seit 3 Uhr in der Nacht auf Mittwoch und versuchen seither, ihn zum Aufgeben zu zwingen. Noch gibt es allerdings keine Anzeichen dafür, dass der Plan aufgeht.
02:49
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Wiederum sind in der Umgebung des umstellten Gebäudes Detonationen zu hören: Gemäss «20minutes.fr» hat es in der vergangenen Stunde fünf Mal geknallt. Unklar bleibt, ob es sich dabei um Schüsse oder den Einsatz von sogenannten Schockgranaten handelt.
02:37
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Eine Nachbarin des mutmasslichen Serienmörders hat die Polizei offenbar schon mehrfach über die Gefährlichkeit von Mohammed M. unterrichtet. Wie die Zeitung «Le Télégramme» meldet, hat sie zweimal Anzeige gegen ihn erstattet - unter anderem, weil er versucht habe, ihren Sohn für seine Sache einzuspannen.
02:19
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Trotz vorgerückter Stunde ist das öffentliche Interesse an der Polizeiaktion rund um den mutmasslichen Roller-Mörder weiterhin gross: Nicht nur berichten zahlreiche Online-Portale und Radio- und Fernsehsender live, auch vor Ort befinden sich laut den TV-Korrespondenten Dutzende Gaffer.
02:08
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Aussenstehende fragen sich, weshalb die Polizei nicht schon längst mit Gewalt zum Verschanzten vorgedrungen ist. Ein Polizeitaktik-Experte der Polizei erklärt gegenüber dem Fernsehsender «BFM», dass man einerseits den mutmasslichen Attentäter unbedingt leben fassen will. Andererseits gehe es aber auch um die Sicherheit der Einsatzkräfte. Er erinnert an die Erstürmung des Hauses der Metro-Bomber von Madrid im Jahr 2004. Damals kamen mehrere Polizisten ums Leben, als die Attentäter ihr Haus in die Luft sprengten.
01:54
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Die Polizei versucht, den Verschanzten zu ermüden und ihn damit zum Aufgeben zu zwingen. Als Teil dieser Taktik haben die Behörden schon vor Stunden die Wasser- und Stromzufuhr zum umstellten Gebäude unterbrochen. Auch die umliegenden Häuser sind seither im Dunkeln.
01:45
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Nun sind im Wohnquartier von Toulouse offenbar neue Explosionen zu hören. Diese sind gemäss den BFM-Korrespondenten allerdings weitaus weniger laut gewesen, als diejenigen kurz vor Mitternacht. Eine Journalistin mutmasst, dass es Schüsse gewesen sind. Diese Informationen sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen.
01:35
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Der Fernsehsender «BFM» sendet weiterhin mit einer Sondersendung aus Toulouse. Die beiden Korrespondenten vor Ort berichten übereinstimmend, dass es seit den Detonationen kurz nach 23.30 Uhr äusserst ruhig sei. Der Nervenkrieg gehe weiter, die Polizei versuche nun, den mutmasslichen Attentäter zu ermüden. Zur Erinnerung: Die Polizeiaktion begann in der Nacht auf Dienstag, also vor bald einem Tag.
01:17
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Zurück auf Feld eins? Gemäss «20minutes.fr» hat die Polizei die Verhandlungen mit Mohammed M. wieder aufgenommen, diesmal einfach im Innern des Gebäudes. Diese Informationen sind noch unbestätigt.
01:05
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Offenbar hat sich der Verdächtige nicht an seine vorherige Ankündigung gehalten, sich zu ergeben. Die Polizei hat daraufhin die Fensterläden vor einem Fenster seines Hauses gesprengt, um ihn unter Druck zu setzen.
00:46
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Mittlerweile dementiert der französische Innenminister Guéant offiziell die Meldungen, wonach der Sturm aufs Haus von Mohammed M. begonnen habe. Die Detonationen seien reine Einschüchterungsmassnahmen. Ein Mitarbeiter des Bürgermeister von Toulouse sowie Polizisten hatten zuvor gegenteilige Behauptungen gemacht.
00:28
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Beobachter melden, dass Detonationen zu hören waren, weil die Haustüre von Mohammed M. aufgesprengt wurde. Andere Quellen gehen hingegen davon aus, dass die Polizei damit den mutmasslichen Serienkiller zum Reagieren bewegen wollte. Kurz: Die Situation vor Ort ist unübersichtlich. Ausser den Einsatzkräften weiss wohl niemand so genau, was derzeit abläuft.
00:18
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Laut CNN ist es seit den Explosionen nun wieder ruhig geworden. Was genau vor Ort passiert zurzeit ist ungewiss. Möglicherweise sind die Polizisten bereits im Haus drin. Laut Figaro habe sich Mohammed M. nach Stunden des Zögerns entschlossen, sich zu ergeben.
23:51
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Jetzt ist es offiziell: Die französische Polizei hat mit der Erstürmung des Verstecks des mutmasslichen Attentäters von Toulouse begonnen. Dies sagte ein Mitarbeiter der französischen Polizei der Nachrichtenagentur Reuters.
23:46
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Noch gibt es keine offizielle Bestätigung für den Beginn des Polizei-Einsatzes. Aber laut diversen Korrespondenten vor Ort ist es sehr wahrscheinlich, dass die Polizei nun zur Tat geschritten ist.
23:40
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Die AFP meldet drei Explosionen bei der Liegenschaft von Mohammed M.. Offenbar hat die Polizeiaktion begonnen.
23:38
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Rund um das Haus, in dem Mohammed M. sich aufhält, haben sich laut 20minutes.fr hunderte von Schaulustigen versammelt. Sie warten offenbar auf die geplante Polizeiaktion. Die Menschen verfolgen die Geschehnisse zudem per Radio und Handy. «Es ist wie in einem amerikanischen Film», sagt ein Anwohner zur Zeitung. «Das ganze geht jetzt schon aussergewöhnlich lang für alle Anwohner.»
22:26
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Der Druck auf den Attentäter steigt von Minute zu Minute. Laut 20minutes.fr haben sich vor seiner Wohnung Freunde und Verwandte versammelt, um ihn zum Aufgeben zu bewegen. Zudem meldet der Fernsehsender BFMTV, dass zusätzliche Kräfte des Sondereinsatzkommandos RAID vor dem Gebäude postiert wurden.
21:57
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Guéant gab zudem bekannt, dass der Verdächtige bereits im November vergangenen Jahres wegen seiner Aufenthalte in Pakistan und Afghanistan vom französischen Geheimdienst vernommen worden. Der 23- Jährige habe erklärt, er sei als Tourist unterwegs gewesen.
21:45
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Die Verhandlungen zwischen dem Verdächtigen und den Beamten dauern an, sagte Guéant der Rundfunkanstalt France-2. Unter anderem habe der Mann «Bedingungen für seine Kapitulation» gestellt. «Er sagte, er wolle aufgeben, aber er wolle es in der Nacht tun», sagte der Innenminister. «Er will in der Nacht aufgeben, weil das weniger Aufmerksamkeit erregt.» Die Polizei sei angewiesen worden, den Verdächtigen lebend zu fassen, «um ihn vor Gericht zu stellen, damit der Gerechtigkeit Genüge getan wird», sagte Guéant.
20:56
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Die Anzeichen für ein baldiges Eingreifen der Polizei-Sonderkräfte erhärten sich. Letzte Anwohner werden derzeit evakuiert und in den letzten Stunden und Minuten sind diverse Polizeiwagen beim Wohnort des Attentäters vorgefahren, wie französische Medien berichten. Zudem wurden wie bereits berichtet die Gas- und Elektrizitätsleitungen gekappt.
20:34
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Die Anwältin des mutmasslichen Attentäters von Toulouse hat ihren Mandanten als «nett und freundlich» beschrieben. Sie habe «überhaupt keine Erklärung», warum Mohammad Merah sich in diese Situation gebracht habe, sagte Marie-Christine Etelin den «Stuttgarter Nachrichten». Etelin sagte, der 24-Jährige sei vor den Bluttaten in Toulouse und Montauban nur wegen «kleinen Vergehen, Diebstählen, nichts Schlimmem» mit dem Gesetz in Konflikt geraten.
20:27
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Laut dem französischen Innenminister Claude Guéant habe der Attentäter «einen Auftrag für ein Attentat in Frankreich» angenommen. Der Mann ist laut eigenen Aussagen mit der Al Kaida verbunden. Sein Bruder soll Kämpfer für den Irak-Widerstand angeheuert haben.
19:29
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Die Polizei hat in der Wohnung des Attentäters die Gas- und Elektrizitätsleitungen gekappt. Auch dies spricht für einen baldigen Zugriff.
19:08
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«Unser grösstes Anliegen ist es, ihn festzunehmen», sagte Innenminister Claude Guéant. «Wir wollen ihn in einem Zustand festzunehmen, in dem er der Justiz übergeben werden kann. Ihn lebend zu ergreifen - so lautet der Befehl.»
18:47
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In Frankreich wird vermutet, dass die Polizei den Einbruch der Dunkelheit abwartet, bis sie sich gewaltsam Zugriff zur Wohnung des Attentäters verschafft. Dabei könnte sie sich mit Nachtsichtgeräten einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Ein Fragezeichen bleibt die Bewaffnung des Serienmörders. Die Polizei geht davon aus, dass er schwer bewaffnet ist.
18:28
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Bei 20 Minutes.fr spricht der ehemalige Verteidiger des Attentäter über seinen Ex-Klienten. Laut ihm leidet der Mörder an einer geteilten Persönlichkeit. Das Interview auf französisch lesen Sie hier.
18:10
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Laut dem leitenden Staatsanwalt François Molins war der Bruder des Attentäters in einem Netzwerk aktiv, das Kämpfer für den Irak-Widerstand rekrutiert. Er befindet sich immer noch in Haft, genau wie seine Mutter und ein Freund des Bruders.
17:11
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Laut «Le Parisien» bedauert der Attentäter, nicht noch mehr Menschen umgebracht zu haben und so Frankreich in die Knie gezwungen zu haben. Die Polizei teilt indes mit, dass der Mann sich in der pakistanischen Provinz Waziristan auf die Mordserie vorbereitet hat.

Die Polizei sucht weiter nach einem Renault Clio, der offenbar Waffen und Sprengstoff enthalte. Den Motorroller und eine Kamera wurden bereits sichergestellt.
17:04
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Die Nachrichtenagentur AFP meldet, dass der Attentäter nun angekündigt hat, sich am Abend zu ergeben. Er scheint damit die Polizei hinhalten zu wollen. Am Morgen hatte er erklärt, sich am Nachmittag der Polizei zu stellen.
16:54
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Der Attentäter wollte laut der Polizei heute Morgen nicht nur einen Soldaten töten, sondern auch einen zweiten. auch der zweite soll er bereits ermittelt haben.
16:27
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Die Vorsitzende des Rates jüdischer Einrichtungen in der Region, Nicole Yardeni, sagte nach einem Gespräch mit Präsident Nicolas Sarkozy, der Staatschef habe von einer weiteren geplanten Gewalttat am Mittwochmorgen gesprochen. «Er hatte vor, an diesem Morgen zu töten», schilderte Yardeni ihre Informationen zu den Plänen des Attentäters, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.
16:24
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Das Ziel vom heutigen Mittwoch des 24-jährigen Attentäters war laut dessen Aussagen ein Soldat aus Toulouse. Sein Opfer hatte er bereits identifiziert.
16:15
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Nicolas Sarkozy ist derweil in Montauban, wo die Zeremonie für die Opfer des Serienmörders stattfinden eingetroffen und spricht zu den Trauergästen. Auch vor Ort sind der Premierminister, François Fillon, der Verteidigungsminister, Gérard Longuet, und der Innenminister, Claude Guéant.
16:07
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Französische Medien melden, dass der Verdächtige vor zwei Wochen zu einer Haftstrafe von einem Monat verurteilt wurde. Grund: Fahren ohne Führerausweis. Anfangs April hätte er nochmals vor dem Richter erscheinen müssen.
15:56
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Weil sich Mohammed M. offenbar nicht ergeben will, ändert die Polizei jetzt ihre Taktik. Am Nachmittag bereiteten sich die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben auf die Erstürmung des Gebäudes vor. Alle übrigen Bewohner des fünfgeschossigen Hauses waren bis Mittag über das Dach evakuiert worden.
15:41
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Laut dem französischen Präsidenten Sarkozy wollte der Verdächtige noch heute seine Mordserie weiterführen. Gegenüber einer Religionsgemeinschaft soll er gesagt haben, der Mann habe weitere Morde bereits für den Mittwoch geplant, berichtet die AFP.
15:36
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Die Enttäuschung in Toulouse über die nicht erfolgte Festnahme des Serienmörders ist offenbar gross. Präsident Sarkozy war laut Medienberichten bereits vor Ort, um ein Statement abzugeben. Er musste aber unterdessen wieder abziehen. Auch eine angekündigte Pressekonferenz wurde abgesagt.
14:55
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Der französische Innenminister hat laut der Nachrichtenagentur Reuters dementiert, dass der Attentäter von Toulouse bereits verhaftet sei.
14:38
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Das einzige, was aus offiziellen Stellen bislang bestätigt ist, ist, dass für den Abend eine wichtige Pressekonferenz in Toulouse angekündigt ist. Das hat die Staatsanwaltschaft gemeldet.
14:37
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Im Wagen des Bruders von Mohammed M. ist offenbar Sprengstoff gefunden worden.
14:36
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Auch das Innenministerium dementiert offenbar entsprechende Meldungen über eine Verhaftung von Mohammed M.
14:31
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Dem widerspreche hingegen eine andere Polizeiquelle, meldet «Le Figaro». Der Roller-Mörder sei noch nicht geschnappt.
14:25
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Die Situation ist äusserst undurchsichtig. Gemäss der Internetseite LePoint.fr soll auch eine Polizeiquelle bestätigen, dass der Attentäter gefasst ist.
14:22
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BFMTV meldet, dass der 24-Jährige von Elite-Polizisten festgenommen worden sei.
14:21
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Jetzt ist Präsident Nicolas Sarkozy in Toulouse eingetroffen. Er hält sich laut Aussagen der Nachrichtenagentur AFP ganz in der Nähe des Hauses mit dem Verschanzten auf. Gibt er jetzt den Befehl zur Erstürmung?
14:08
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Gemäss dem Sonderkorrespondenten von France 2, der in Toulouse vor dem Haus steht, dürfte ein Eingreifen der RAID-Polizisten nicht mehr allzu fern sein. Der im Haus verschanzte Mohammed M. hätte sich bis 14 Uhr ergeben sollen, was er offensichtlich bislang nicht getan hat.
13:47
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Mittlerweile sind auch die umliegenden Gebäude evakuiert worden.
13:11
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Offensichtlich redet Mohammed M. jetzt wieder mit der Polizei. Der Kontakt sei wiederhergestellt worden, berichtet die Nachrichtenagentur afp.
13:00
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Mohammed M. habe eine sehr fragile Persönlichkeit und sei daher nicht berechenbar. Dies sagte ein Anwalt, welcher den Mann im Jahr 2004 wegen kleineren Vergehen verteidigt hatte, dem französischen TV-Sender BFM.
12:55
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Eine Bekannte vom Mohammed M. erklärt gegenüber einem Reporter von La Libération, der Mann habe als Kind in der Schule sehr oft gefehlt. Er sei auch sehr früh von der Schule abgegangen. Und: Derzeit sei der Mann arbeitslos gewesen.
12:46
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Der französische Innenminister Claude Géant erklärte, Mohammed M. sei eigentlich bloss ein kleiner Gauner gewesen. Dann sei er aber in Kontakt mit einer Salafisten-Gruppe in Toulouse gekommen. Dort sei er radikalisiert worden.
12:31
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Der Hinweis eines Yamaha-Händlers in Toulouse soll laut «Figaro» entscheidend bei der Suche nach dem Täter mitgeholfen haben. Ein Kunde, der seinen Roller umlackierte, soll einen Mitarbeiter kürzlich gefragt haben, wie das Ortungssystem des Scooters ausser Kraft gesetzt werden kann. Dieses ermöglicht es, den Aufenthaltsort eines gestohlenen Fahrzeugs herauszufinden. In den Sinn kam der Vorfall dem Händler erst am Dienstag, als er erfuhr, dass der mutmassliche Täter die Farbe des Rollers geändert hatte.
12:15
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20minutes.fr meldet, dass Mohammed M. in Afghanistan verhaftet worden sei, weil er in Kandahar Bomben gelegt haben soll. Laut dem Gefängnisdirektor von Kandahar sei der Mann, der sich jetzt in dem Haus in Toulouse verschanzt, mit Hilfe von Taliban aus dem Gefängnis geflohen.
12:09
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In der kurzen Ansprache, die Sie gleich im Eintrag unterhalb in voller Länge ansehen könne, dankte Sarkozy vor der Presse den Einsatzkräften und gedachte der Opfer. «Dem Terror wird es nicht gelingen, unsere nationale Gemeinschaft zu spalten», sagte er. Sarkozy wird am Nachmittag in Montauban und Toulouse erwartet.
12:06
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In einer Rede hat sich Präsident Nicolas Sarkozy an die Bevölkerung gewandt: Er gratuliert den Polizeikräften für ihr schnelles Eingreifen.

12:00
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Lesen Sie in unserem neuen Artikel, was man bis jetzt über Mohammed M. weiss.
11:56
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Das Haus, in dem sich Mohammed M. verschanzt hält, ist in der Zwischenzeit durch die Polizei evakuiert worden.
11:54
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Zudem sagte der Anrufer - der laut Kalondo ruhig und freundlich gewirkt hat - dass ihn nur zwei Dinge stoppen könnten: Eine Gefängnisstrafe, die er «mit erhobenen Haupt» absitzen werde, oder der Tod.

11:45
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Der Roller-Mörder soll den Zeitpunkt der Attentate nicht aufgrund des derzeitigen Wahlkampfs in Frankreich ausgewählt haben. Vielmehr habe die Vorbereitung einige Zeit in Anspruch genommen. «Er sagte, er habe erst seit einigen Wochen über die materiellen und finanziellen Ressourcen verfügt, um zur Tat zu schreiten.»
11:41
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Seine Taten habe der Täter gefilmt. Er kündigte im Gespräch mit der Chefredaktorin an, dass er die Videos im Internet zu veröffentlichen gedenke.
Video0244325
Ebba Kalondo, Chefredaktorin von France 24, erzählt auf ihrem Sender, wie sie den Anruf des Mannes erlebt hat. Im Gespräch mit der Chefredakteurin hat er sich zu den Anschlägen in Montauban und Toulouse bekannt. Er wolle mit seinen Akten seine Ablehnung an der Beteiligung Frankreichs am Afghanistan-Einsatz demonstrieren. Auf Menschen vor der jüdischen Schule habe er gezielt, um gegen den Nahost-Konflikt zu protestieren.
11:20
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Offenbar hat der mutmassliche Serienmörder in der Nacht Ebba Kalondo, die Chefredaktorin von France 24 angerufen. Sie selber sagt in einem Interview auf dem Sender, dass sie mit einem jungen Mann gesprochen habe, der gegen die Teilnahme Frankreichs am Krieg in Afghanistan protestieren wolle. Sie stellt gleich zu Beginn klar, dass sie nicht sicher sein kann, dass es tatsächlich Mohammed M. war, der sie anrief.
10:56
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Mohammed M. stand offenbar schon längere Zeit unter besonderer Beobachtung durch die Behörden und die Anti-Terror-Einheiten Frankreichs. Seit Jahren schon.
10:55
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Ausserdem berichtet Innenminister Guéant, dass der Verdächtige die Verhandlungen mit der Polizei ausgesetzt habe.
10:54
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Die Polizei hat drei Familienmitglieder des Verschanzten in Untersuchungshaft gesetzt, verlautet aus Justizquellen.
09:43
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Der Radiosender France Info hat vor einer knappen Stunde ein eindrückliches Interview mit einer Nachbarin ausgestrahlt. Die verängstigte Frau schildert ihre Angst und die Verlorenheit. Sie fühlt sich alleingelassen von den Behörden und fordert eindrücklich, dass man sie aus dem Haus holen müssen. Auch wenn man der französischen Sprache nicht mächtig ist, ist das Tondokument ein eindrückliches Zeugnis der Angst, die in Toulouse und insbesondere in dem Mehrfamilienhaus, in dem sich Mohammed M. verschanzt, herrscht.
09:39
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Französische Ermittler haben mittlerweile die Identität des Verschanzten bekanntgegeben. Es handelt sich um Mohammed M. einen 24-jährigen Franzosen algerischer Abstammung.
09:33
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Es sei der Mann, der die Taten begangen habe, die Justiz wolle ihn lebend festnehmen und vernehmen. Guéant: «Dieser Mann hat bereits mehrere Straftaten auf französischem Boden begangen, einige mit Gewalt (...) Er spricht viel, er ist dabei, seinen gesamten kriminellen Weg zu erzählen.»
09:33
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«Es ist unser Anliegen, den Verdächtigen lebend zu verhaften», liess Innenminister Claude Guéant verlauten.
09:30
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In der Nähe des Hauses, in dem sich der 24-Jährige verschanzt, ist offenbar eine Explosion zu hören gewesen, meldet die Nachrichtenagentur AFP.
09:21
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Zuvor hatte der Mann eine Schusswaffe aus dem Fenster geworfen. Er verfüge aber noch über weitere Waffen.
09:19
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Der Täter will sich offenbar am Nachmittag den Behörden stellen.
09:14
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In Jerusalem haben derweil die Begräbnisse für die ermordeten Opfer stattgefunden.
08:55
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Der französische Präsident Nicolas Sarkozy stand offenbar während der ganzen Nacht in direktem Kontakt mit seinem Innenminister.
Video0244299
Im folgenden Video können Sie sehen, was am frühen Morgen bei dem umstellten Haus in Toulouse geschah.
08:33
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Der Vorsteher einer Moschee in Paris bestreitet jeglichen Zusammenhang zwischen den Morden von Toulouse und der islamischen Religion.
08:32
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Offenbar ist das Mehrfamilienhaus, in dem sich der 24-Jährige im Erdgeschoss verschanzt hält, bislang nicht evakuiert worden. In den oberen Stockwerken halten sich also noch Menschen auf.
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Weiterhin unklar ist, wie viele Polizisten bei dem Einsatz verletzt worden sind. Bestätigt sind bislang zwei Verletzte: Ein Beamter der Eliteeinheit RAID sei am Knie verletzt worden, ein zweiter - offenbar einer anderen Einheit angehörender Polizist - erlitt einen Streifschuss.
08:12
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Die Mutter des Verschanzten hat offenbar begründet, warum sie mit ihrem Sohn keinen Kontakt aufnehmen wolle: Sie habe so gut wie keinen Einfluss auf ihn.
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Die TV-Station France24 meldet, dass der 24-Jährige bereits zwei Tage nach den Morden an den drei Soldaten in Montauban vom 15. März als Verdächtiger galt. Wenn dem tatsächlich so ist, erscheinen die Morde vom 19. März an drei Kindern und einem Lehrer vor der jüdischen Schule Ozar Hatorah in Toulouse umso schrecklicher, weil vermeidbar.
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Der verschanzte 24-Jährige soll während seiner wirren Rede die Morde an sieben Menschen gestanden haben. Das melden Fernsehstationen vor Ort.
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Das Quartier La Croix-Daurade in Toulouse ist jetzt offenbar sehr weiträumig abgesperrt.
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Die Kofferbombe in der indonesischen Botschaft in Paris ist offenbar doch nicht gesprengt worden. Sie sei explodiert. Bei der Detonation entstand allerdings nur Sachschaden, niemand wurde verletzt.
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Dabei bezeichnet sich der 24-Jährige offenbar als Mujaheddin, also als «Gotteskrieger», der sich für die Verbreitung des Islam einsetzt.
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Die Verhandlungen mit dem verschanzten Mann laufen weiter. Sie gestalten sich offenbar sehr schwierig. Er rede sehr viel und sei dabei sehr wirr.
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Die Mutter weigert sich weiter, mit dem Verschanzten im Haus in Kontakt zu treten. Dafür gibt es zwei mögliche Gründe, wie Medienvertreter vor Ort spekulieren: Entweder ist sie entsetzt darüber, dass ihr Sohn all diese unvorstellbaren Taten begangen haben soll. Oder aber sie ist eine Art Komplizin.
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In Frankreich steht unter Alarmbereitschaft. In der indonesischen Botschaft in Paris hat die Polizei einen verdächtigen Koffer gesprengt. Ob dies in einem Zusammenhang mit dem Roller-Killer steht, dürfte allerdings bezweifelt werden. Es handelt sich eher um eine Folge des Antiterror-Plans, der gestern von Präsident Sarkozy ausgerufen wurde.
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So langsam dringen Informationen an die Öffentlichkeit, wie die Polizei auf die Spur des Verdächtigen gekommen ist. Offenbar seien rund 48 000 Informationen eingegangen, darunter ein äusserst wichtiger. So sei die Polizei offenbar auf den Computer gestossen, mit dem der mutmassliche Täter den ersten der getöteten Soldaten von Montauban kontaktiert hatte. Dieser Computer gehörte der Mutter des Verschanzten.
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Die Mutter des Verschanzten ist von der Polizei an den Einsatzort gebracht worden, berichtet Innenminister Guéant. Sie wollte aber nicht Kontakt mit ihrem Sohn aufnehmen.
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Der verschanzte Mann hat offenbar keine Geiseln bei sich. Das Quartier, in dem sich das Haus des mutmasslichen Täters befindet, ist bislang nicht evakuiert worden.
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Laut Guéant hat der Verdächtige beim Zugriff der Eliteeinheit RAID durch seine Wohnungstür geschossen. Ein Beamter sei am Knie verletzt worden, ein zweiter erlitt einen Streifschuss. Aussagen, dass ein dritter Polizist schwer verletzt worden ist, sind noch nicht offiziell bestätigt.
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Der Fernsehsender n-tv meldet, dass bei dem Einsatz drei Polizisten verletzt worden sind, einer von ihnen schwer.
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Der französische Innenminister Claude Guéant ist bereits vor Ort in Toulouse.
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Inzwischen sickert durch, dass ein Bruder des Verschanzten verhaftet worden sei.
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Offenbar wollte der Täter mit seinen blutigen Aktionen «die palästinensischen Kinder rächen». Das verlautet soeben aus dem Innenministerium.
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Laut französischem Innenministerium soll der Verschanzte Kontakte zu Salafisten und Jihadisten haben.
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Unter den Ermittlern herrsche «grosse Zuversicht», dass es sich bei dem Verschanzten um den Serientäter von Toulouse und Montauban handelt.
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In Toulouse kommt es offenbar zu einem schweren Schusswechsel. Laut Journalisten der Nachrichtenagentur AFP seien sechs bis sieben Schüsse zu hören gewesen.
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In der Nacht auf Mittwoch scheinen Polizisten im Süden Frankreichs bei der Fahndung nach dem Serientäter vermutlich den Gesuchten gefunden zu haben: Die Sicherheitskräfte haben ein kleines Haus im Viertel la Croix- Daurade von Toulouse, wie aus Ermittlerkreisen verlautete.
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Die Sicherheitskräfte umzingelten in der Nacht zu Mittwoch ein kleines Haus im Viertel la Croix- Daurade von Toulouse, wie aus Ermittlerkreisen verlautete.
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Nach den Todesschüssen von Toulouse ist in der Nacht auf Mittwoch offenbar ein Einsatz der Polizei-Eliteeinheit Raid in der südfranzösischen Stadt durchgeführt worden. Ein 24-jähriger Verdächtiger verschanzte sich in einem kleinen Haus im Viertel La Croix-Daurade.

Er habe keine Geiseln, berichtete die Agentur, die sich auf Ermittler berief. Zwei Polizisten seien verletzt worden, allerdings nicht schwer. Der Verdächtige habe in Verhandlungen mit den Elitepolizisten erklärt, er gehöre zu Al-Kaida, hiess es.

Er sei bereits im Zusammenhang mit den vorhergegangenen Angriffen in Toulouse und Montauban im Visier der Fahnder gewesen. Eine «sehr wertvolle» Information habe nun die Ermittlungen ein wichtiges Stück vorangebracht. Der Verdächtige sei in der Vergangenheit in die Unruhegebiete an der pakistanisch-afghanischen Grenze gereist.

In der Nähe der jüdischen Schule

Innenminister Claude Guéant eilte an den Ort des Geschehens. Sicherheitskräfte riegelten das Wohngebiet ab, das nicht sehr weit von der jüdischen Schule entfernt ist, vor der ein Unbekannter am Montag einen Lehrer und drei Kinder erschossen hatte.

Am Donnerstag zuvor hatte in Montauban, 50 Kilometer von Toulouse entfernt, offenbar derselbe Täter zwei Fallschirmjäger erschossen. Bei seinem ersten Angriff am 11. März hatte der Täter in Toulouse einen Fallschirmjäger in Zivil getötet. Der Unbekannte trug immer einen Motorrad-Helm und blieb deshalb unerkannt. Vier Opfer waren jüdischen Glaubens, die drei anderen nordafrikanischer Abstammung.

Inzwischen traf die Maschine mit den vier Opfern des Angriffs vom Montag in Israel ein, wo die Toten beigesetzt werden sollen. Das Flugzeug landete am frühen Morgen in Tel Aviv. An Bord war neben rund 50 Angehörigen auch Frankreichs Aussenminister Alain Juppé. Die Opfer sollten am Morgen in Jerusalem beigesetzt werden.


(fum/jam/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • rolf hess am 22.03.2012 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    keine medienplattform bieten!

    "experten befürchten nachahmer.." - bei einer solchen berichterstattung - erst recht! schreibt einfach nicht mehr darüber, so leistet ihr ein wertvoller beitrag an den frieden dieser welt!

  • Johann am 21.03.2012 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    Islamisten machen diese Religion kaputt

    Da sieht man doch immer wieder, dass Islamisten den Islam in eine weltfeindliche, "kranke" Religion umwandeln wollen: unschuldige Kinder und andere erschiessen, Frauen unterdrücken und schlagen, Hass predigen, usw. Die islamistischen Imame gehörten viel mehr kontrolliert in den westlichen Ländern. Denn meist gehen solche Aktionen von denen aus, in dem sie zu solchen Taten aufrufen.

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  • Traurig am 21.03.2012 13:24 Report Diesen Beitrag melden

    Erschreckend

    Es ist wirklich erschreckend wie offen hier über die Abneigung gegenüber dem Islam und den Muslimen geschrieben wird...wenn das kein Rassismus ist!? Von 100 Muslimen sind 1-2 schlecht, trotzdem werft ihr alle 100 in den gleichen Topf! Glaubt ihr im ernst, dass Muslime die böseren Menschen sind? Es gibt genau so viele durchgedrehte Christen, nur Morden die aus anderen Motiven. Das ist halt so weil der Glaube in westlichen Staaten weniger zum Lebensinhalt gehört...trotzdem gibts nicht mehr böse Muslime als Christen oder Juden usw.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • rolf hess am 22.03.2012 08:20 Report Diesen Beitrag melden

    keine medienplattform bieten!

    "experten befürchten nachahmer.." - bei einer solchen berichterstattung - erst recht! schreibt einfach nicht mehr darüber, so leistet ihr ein wertvoller beitrag an den frieden dieser welt!

  • hans schmidt am 22.03.2012 08:16 Report Diesen Beitrag melden

    1984

    Um uns gegen den Einzeltäter zu schützen, ist es an der Zeit das der Bürger alle Rchte an den Staat abgibt, sodass dieser uns schützen kann.

  • mensch am 22.03.2012 07:46 Report Diesen Beitrag melden

    das schafft vertrauen

    ein einzelner hält einen halben staat und dutzende von polizisten in schach. uns wird doch ständig erzählt, dass alles gegen den terrorismus unternommen werde und dieses und jenes der vorsorge gelte. und dann das. schon erstaunlich und nicht wirklich vertrauensfördernd. ob in toulouse oder damals in biel.

  • susi am 22.03.2012 07:28 Report Diesen Beitrag melden

    Für was schützen

    Nemmt doch die Pixel weg dass man den Typ erkennt, oder gilt da auch die Unschuldsvermutung?

  • Abdel am 22.03.2012 05:45 Report Diesen Beitrag melden

    Linksextreme Medien und Politiker

    Nach den Morden der Zwickauer wurde in Deutschland der Kampf gegen alles was vermeintlich rechts ist aufgenommen. Welche Konsequenzen ziehen wir denn jetzt aus diesem Fall?