21. April 2005 17:39; Akt: 21.04.2005 17:51 Print

Rom erwartet neuen Ansturm

Die römische Stadtverwaltung bereitet sich zwei Wochen nach dem Begräbnis von Johannes Paul II. auf einen neuen Massenansturm vor.

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Die römische Stadtverwaltung bereitet sich zwei Wochen nach dem Begräbnis von Johannes Paul II. auf einen neuen Massenansturm vor: Zur feierlichen Amtseinführung Benedikts XVI. am Sonntag auf dem Petersplatz erwartet sie 500 000 Gäste.

Unter ihnen sind Staats- und Regierungschefs wie der deutsche Bundespräsident Horst Köhler und Kanzler Gerhard Schröder. Auch der österreichische Bundespräsident Heinz Fischer, der spanische König Juan Carlos, seine Frau Sofia sowie das belgische Kronprinzenpaar Philippe und Mathilde haben ihr Kommen zugesagt.

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber reist mit einer 120- köpfigen Delegation nach Rom. Wer die Schweiz vertritt, war am Donnerstag noch offen.

«Groteske Abstempelung als Nazi»

Der katholische Kirchenhistoriker Vinzenz Pfnür wies unterdessen die Kritik britischer Medien am neuen Papst zurück. Joseph Ratzinger «war nie ein Sympathisant des Nationalsozialismus», sagte Pfnür der Tageszeitung «Die Welt» (Freitag-Ausgabe). Er sprach von einer «grotesken Abstempelung Ratzingers als Nazi».

Das Foto, auf das sich die Angriffe beziehen, zeige Ratzinger nicht als Hitlerjungen, sondern als Flak-Helfer. «Der Hintergrund ist, dass Ratzinger als 16-jähriger mit der ganzen Internatsklasse von Traunstein nach München gehen musste und in der Freizeit zum Dienst in der Abwehr feindlicher Flieger verpflichtet wurde.»

(sda)