12. April 2005 07:08; Akt: 12.04.2005 07:08 Print

Rumsfeld besucht Bagdad

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist überraschend zu einem Besuch im Irak eingetroffen. In Bagdad wollte er mit der neuen irakischen Regierung um Staatspräsident Dschalal Talabani zusammentreffen.

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Ausserdem sollte es Gespräche mit Führern der kurdischen Minderheit geben, wie der US-Nachrichtensender CNN berichtete. Geplant sei auch ein Besuch bei den US-Truppen. Zuletzt hatte Rumsfeld den Irak im Februar besucht.

Talabani hatte sich am Wochenende trotz innenpolitischer Widerstände für einen Verbleib der US-Truppen in seinem Land in den kommenden zwei Jahren ausgesprochen. In diesem Zeitraum könne es geschafft werden, die neue Armee und die Sicherheitskräfte aufzubauen, sagte Talabani in einem CNN-Interview.

In der Zwischenzeit sei der Irak darauf angewiesen, dass die US- geführte Koalition das Land vor Terroristen und der Einmischung von aussen schütze.

Am Montag hatten US-Medien berichtet, dass die USA ihre Truppen bereits Anfang 2006 um bis zu ein Viertel reduzieren wollen. Militärplaner sähen bedeutende Fortschritte im Kampf gegen die Aufständischen und bei der Ausbildung irakischer Truppen.

Erwogen wird demnach der Abzug von 35 000 Soldaten. Zur Zeit sind rund 140 000 US-Soldaten im Irak stationiert.

(sda)