Weisses Haus

22. Februar 2019 01:19; Akt: 22.02.2019 12:49 Print

200 US-Soldaten sollen in Syrien bleiben

Trotz angekündigtem Truppenabzug aus dem Bürgerkriegsland will Donald Trump nicht alle Soldaten nach Hause schicken.

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Die USA wollen auch nach dem geplanten Truppenabzug aus Syrien rund 200 Soldaten in dem Bürgerkriegsland stationiert lassen. Eine kleine Gruppe von «etwa 200» Soldaten solle für eine gewisse Zeit zur «Friedenssicherung» in Syrien bleiben, sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Sarah Sanders, am Donnerstag. Die Abzugsankündigung von US-Präsident Donald Trump war von internationalen Verbündeten, aber auch in der eigenen Partei kritisiert worden.

Trump hatte im Dezember überraschend einen vollständigen Abzug der rund 2000 in Syrien stationierten US-Soldaten angekündigt. Er begründete den Schritt damals damit, dass der Kampf gegen die Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) «gewonnen» sei. Er relativierte aber seine Ankündigung seither stark. So merkte er an, er wolle zwar «nicht für immer in Syrien bleiben», denn dort gebe es nur «Sand und Tod». Allerdings habe er «niemals gesagt, dass wir über Nacht rausgehen».

Kritik auch aus der eigenen Partei

Im Kampf gegen den IS verbündete Staaten, die oppositionellen US-Demokraten wie auch Vertreter von Trumps republikanischer Partei haben einen Abzug aus Syrien als verfrüht kritisiert. Befürchtet wird nicht nur ein Wiedererstarken der Jihadisten, sondern auch ein türkischer Angriff auf mit den USA verbündete kurdische Milizen.

Kritiker argumentieren zudem, mit einem Rückzug überlasse Trump in Syrien dem Iran und Russland das Feld. Beide Länder sind mit dem syrischen Machthaber Bashar al-Assad verbündet.

Trumps Sprecherin Sanders machte am Donnerstag zunächst keine konkreteren Angaben zu den US-Soldaten, die in Syrien bleiben sollen. Die Verwendung des Begriffes «Friedenssicherung» könnte aber darauf hindeuten, dass die USA europäische Staaten dazu bringen wollen, sich an einer solchen Mission zu beteiligen.

Treffen mit Erdogan

Am Donnerstag sprach Trump auch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Nach Angaben des Weissen Hauses vereinbarten die beiden Staatschefs, ihre Koordinierung für die Gründung einer möglichen Sicherheitszone im Norden Syriens fortzusetzen.

Das einstige «Kalifat» des IS ist inzwischen auf eine letzte Bastion zusammengeschrumpft. Diese liegt im Dorf Baghus im Euphrattal im Osten Syriens direkt an der Grenze zum Irak. Kämpfer des von den USA unterstützten kurdisch-arabischen Bündnisses der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) bereiten derzeit die Eroberung von Baghus vor.

(roy/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Typhoeus am 22.02.2019 07:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sicher nicht 200 Frontkämpfer

    sondern Spezialisten des Nachrichtendienstes. Das ist wohl mehr als verständlich.

    einklappen einklappen
  • popi am 22.02.2019 12:33 Report Diesen Beitrag melden

    Definitiv Fakt

    Es gibt also wirklich keine Bodenschätze dort.

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  • K. Denker am 22.02.2019 08:02 Report Diesen Beitrag melden

    Klar

    Die Amis brauchen doch noch Spione dort und Pappkameraden, damit man wieder eingreifen kann, wenn Israel befiehlt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jugo am 23.02.2019 22:43 Report Diesen Beitrag melden

    Propaganda

    200 Amis bleiben aber auch 1500 weitere NATO Soldaten. Bitte gern geschehen. Nächstes Jahr in Prizren.

  • Pedro 1 am 23.02.2019 22:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    200

    200 müssen ja dort bleiben..., dass die Türkei nicht eingreift.

  • Paco Eggimann am 22.02.2019 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Endlich mal ein guter Präsident der macht was das Volk will!

  • Typhoeus am 22.02.2019 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wohl eher

    zum Toilettenputzen.

  • Kosmetikerin am 22.02.2019 18:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke Donald

    Schöne Heimreise und herzlich willkommen zu Hause :-)