Nach 137 Jahren

09. Juni 2019 14:20; Akt: 09.06.2019 14:39 Print

Sagrada Familia hat erstmals eine Bewilligung

Auf der berühmtesten Baustelle Spaniens wird seit über hundert Jahren illegal gebaut. Nun steht die Basilika vor der Fertigstellung – und wird damit zur grössten Kirche der Welt werden.

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Nach 137 Jahren dürfen Architekten, Ingenieure und Bauarbeiter an der bis heute unvollendeten Basilika Sagrada Familia in Barcelona endlich werkeln, ohne das Gesetz zu brechen. Das Lebenswerk des legendären Architekten Antonio Gaudí (1852-1926) hat erstmals eine offizielle Baugenehmigung erhalten, wie spanische Medien am Wochenende unter Berufung auf die Verwaltung der katalanischen Metropole berichteten. Die Baugesellschaft werde dafür gut 4,6 Millionen Euro zahlen. Die linke Stadtverwaltung von Bürgermeisterin Ada Colau hatte kurz nach ihrem Amtsantritt im Jahr 2015 herausgefunden, dass die berühmteste Baustelle Spaniens keine offizielle Bauerlaubnis besass. Die Kirche werde nun «wie alle zahlen» und geniesse «keinerlei Privilegien mehr», wurde die zuständige Stadtplanerin Janet Sanz am Samstag in der Zeitung «La Vanguardia» zitiert. «Bisher wurde illegal gebaut. Endlich wird eine historische Anomalie unserer Stadt gelöst.» Die Genehmigung ist bis 2026 gültig. Bis dahin soll das Bauwerk fertiggestellt sein. Der 1882 begonnene Bau soll 2026 nach 144 Jahren vollendet werden. is dahin werde weitere Ausgaben in geschätzter Höhe von insgesamt 374 Millionen Euro nötig sein. Das Geld stammt ausschliesslich aus Spenden und Eintrittsgeldern. Der höchste der Türme soll 2022 fertig werden und eine Höhe von 172,5 Metern haben. Damit wird die Sagrada Familia die höchste Kirche der Welt. Man trägt beim Bau aber dem Wunsch Gaudís Rechnung, wonach sie auf keinen Fall höher sein soll als Barcelonas Hausberg Montjuïc (180 Meter). Das nördlich der Altstadt gelegene Gotteshaus, 2010 von Papst Benedikt XVI. zur Basilika geweiht. Der Sakralbau vereint die Stile der Neugotik und der Moderne. Die Sagrada Familia ist ein Wahrzeichen Barcelonas und eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Spaniens

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Nach 137 Jahren dürfen Architekten, Ingenieure und Bauarbeiter an der bis heute unvollendeten Basilika Sagrada Familia in Barcelona endlich werkeln, ohne das Gesetz zu brechen.

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Das Lebenswerk des legendären Architekten Antonio Gaudí (1852-1926) hat erstmals eine offizielle Baugenehmigung erhalten, wie spanische Medien am Wochenende unter Berufung auf die Verwaltung der katalanischen Metropole berichteten. Die Baugesellschaft werde dafür gut 4,6 Millionen Euro zahlen.

Die linke Stadtverwaltung von Bürgermeisterin Ada Colau hatte kurz nach ihrem Amtsantritt im Jahr 2015 herausgefunden, dass die berühmteste Baustelle Spaniens keine offizielle Bauerlaubnis besass.

Die Kirche werde nun «wie alle zahlen» und geniesse «keinerlei Privilegien mehr», wurde die zuständige Stadtplanerin Janet Sanz am Samstag in der Zeitung «La Vanguardia» zitiert. «Bisher wurde illegal gebaut. Endlich wird eine historische Anomalie unserer Stadt gelöst.»

Die Genehmigung ist bis 2026 gültig. Bis dahin soll das Bauwerk fertiggestellt sein. Zudem wurde vereinbart, dass die Baugesellschaft 36 Millionen Euro zahlen muss, um die negativen Auswirkungen der Bauarbeiten auf die Nachbarschaft zu mildern.

Mit Spenden und Eintritten finanziert

Der 1882 begonnene Bau soll 2026 nach 144 Jahren vollendet werden. Bis dahin werde weitere Ausgaben in geschätzter Höhe von insgesamt 374 Millionen Euro nötig sein. Das Geld stammt ausschliesslich aus Spenden und Eintrittsgeldern.

Der höchste der Türme soll 2022 fertig werden und eine Höhe von 172,5 Metern haben. Damit wird die Sagrada Familia die höchste Kirche der Welt. Man trägt beim Bau aber dem Wunsch Gaudís Rechnung, wonach sie auf keinen Fall höher sein soll als Barcelonas Hausberg Montjuïc (180 Meter).

Das nördlich der Altstadt gelegene Gotteshaus, 2010 von Papst Benedikt XVI. zur Basilika geweiht, ist ein Wahrzeichen Barcelonas und eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Spaniens. Der Sakralbau vereint die Stile der Neugotik und der Moderne. Seit 2005 ist die Kirche auch Unesco-Weltkulturerbe.

(sep/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mela am 09.06.2019 14:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehenswert

    Unglaublich vielfältiges Bauwerk in Anlehnung an die Natur

  • P. G. am 09.06.2019 14:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gaudifan

    Sie ist, bleibt und wird für mich das grossartigste Bauwerk auf diesem Planeten!

  • Biddys am 09.06.2019 14:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sagrada Familia in Barcelona

    Die Sagrada Familia Basilika in Barcelona besuchte ich jedes Jahr wenn ich in Barcelona war. 1960 meinten die älteren Spanier, dass sie nie vollendet werde. Und nun soll das absolut schönste Bauwerk bald fertig gestellt sein. Leider kann ich dann das Wunderwerk nicht mehr besuchen, weil die Warteschlangen viel zu lange sind für meine Gesundheit. Nochmals die Basilika besuchen stand immer auf meiner Wunschliste. Schade.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Barsalino am 11.06.2019 13:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn hier mal was passiert....

    .....Brand oder Erdbeben, wird Trillionen brauchen um die Kirche aufzustellen. Das Geld hat Spanien nicht. Deshalb aus meiner Sicht, ein sinnloser Bau mit viel Risiken.

  • rolf lehner am 10.06.2019 23:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Apostel

    In Anlehnung an die Apostel, wurden zwölf Türme geplant, doch auch da musste man sparen.

  • Avenarius am 10.06.2019 09:30 Report Diesen Beitrag melden

    Was für Geldverschwendung !

    Ja, schon damals hat man vergessen, was eigentlich wichtig gewesen wäre. Die Menschen und nicht die Bauten. Für 375 Mio. Euro könnten man sehr viel Gutes tun. Die Kirche hat ja Jahrhunderte lang mehr getötet und gelogen und Geld eingezogen für Abbitten, Inquisition, Hexenverbrennungen un andere Idiotien. etc. Ich wäre für das Abreissen und einen einfachen, haltbaren Bau hinstellen - mit wenig Geld natürlich. Es soll ja zuerst den armen Menschen geholfen werden und nicht der Kirche!

  • Daniel am 10.06.2019 05:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich

    Traurig. Das ist das Ende für die Money Maschine. Wir haben ca. CHF 35. pro Prrson Eintritt bezahlt. Sind dann etwa 3 Stunden angestanden und innen war eine richtige Baustelle auf welcher 2 Bauarbeiter gemütlich gearbeitet haben. Grösster Touristennepp ever.

    • rolf lehner am 10.06.2019 22:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Daniel

      Damals war im Innern der Höhepunkt, der Coca Cola Automat.

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  • linksgrün versiffte Kaderfrau am 10.06.2019 03:18 Report Diesen Beitrag melden

    so ist es

    Ich mag keine religiösen Tempel in denen Götter und dergleichen verehrt werden aber die Bauwerke die für diese Fabelwesen errichtet werden sind teilweise schon eindrücklich.