Deutschland

13. März 2013 18:09; Akt: 13.03.2013 18:40 Print

Salafisten wollten Rechtsextremen töten

Die deutsche Polizei hat im Bundesland Nordrhein-Westfalen einen Mordanschlag von Islamisten verhindert. Im Visier der Attentäter war ein rechtsextremer Politiker.

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Der Chef der rechtsextremen Partei Pro NRW, Markus Beisicht, sollte getötet werden. (Screenshot YouTube)

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Im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen haben mutmassliche Islamisten nach Angaben der Polizei einen Mordanschlag auf den Chef der rechtsextremen Partei Pro NRW, Markus Beisicht, geplant. Vier Salafisten seien festgenommen worden, gab der Essener Staatsschutz am Mittwoch bekannt.

Zwei der Verdächtigen wurden in der Nähe der Wohnung des Pro-NRW-Parteichefs Beisicht in Leverkusen in ihrem Fahrzeug festgenommen. Die weiteren Beteiligten wurden in Wohnungen in Bonn und Essen festgenommen. Medienberichten zufolge sind zwei der Festgenommenen Konvertiten zum Islam.

In der Bonner Wohnung seien eine Schusswaffe und Zubehör zur Herstellung von Sprengstoff gefunden worden. Die Männer stehen im Verdacht, schwere staatsgefährdende Straftaten geplant zu haben. Laut «Bild» hat die Polizei zudem eine Liste mit acht weiteren Namen von Pro-NRW-Mitgliedern entdeckt.

Mordaufrufe wegen Mohammed-Karikaturen

Der Staatsschutz hatte schon seit längerem Hinweise auf die Gruppe. Es sei aber lange nicht klar gewesen, was sie wirklich vorgehabt hätten, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund, Henner Kruse. Erst am Dienstag habe sich herauskristallisiert, dass sie wohl ein Verbrechen gegen den Pro NRW-Vorsitzenden geplant hätten.

Vor einigen Monaten hatten sich Islamisten und Anhänger von Pro NRW harte Auseinandersetzungen geliefert. Im Internet tauchten im vergangenen Jahr sogar Mordaufrufe gegen Pro-NRW-Mitglieder auf, nachdem die Partei die umstrittenen Mohammed-Karikaturen öffentlich ausgestellt hatte. Das deutsche Innenministerium nahm die Drohung damals sehr ernst.

Kein Zusammenhang mit Salafisten-Razzien

Zwischen der länderübergreifenden Razzia gegen die Salafisten-Szene und Plänen für einen Mordanschlag auf den Chef der rechtsextremen Partei Pro NRW gibt es nach Angaben des deutschen Innenministers Hans-Peter Friedrich keinen unmittelbaren Zusammenhang.

Die möglichen Anschlagspläne zeigten aber, «dass es richtig und konsequent ist, gegen salafistische Vereine vorzugehen», sagte er am Mittwoch der Nachrichtenagentur DPA in Berlin. Polizisten hatten zuvor einen Vereinsraum und Wohnungen von Salafisten in Nordrhein-Westfalen und Hessen durchsucht. Ermittler in NRW verhinderten parallel dazu einen islamistischen Anschlag auf Pro-NRW-Chef Markus Beisicht.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • L.angern am 13.03.2013 23:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @nadia

    @nadia was taten wohl die christen in der vergangenheit??diese religion hat tausende von leuten auf dem gewissen!!

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  • Christoph am 13.03.2013 20:56 Report Diesen Beitrag melden

    Islam?

    Das alles hat mit dem Islam selbstverständlich überhaupt nichts zu tun! Die Politiker müssen jetzt gar nicht jammern, sie haben die massenhaft importiert. Ganz im Sinne von "die Geister die ich rief"!!!

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  • K.Zaugg am 13.03.2013 22:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Extremisten

    Egal welche Religion, jeder Extremist ist einer zuviel!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Paulo am 14.03.2013 15:21 Report Diesen Beitrag melden

    kein Moslem o. Christ

    Das Problem ist aber, dass auf dieser Welt nicht mit denselben Massen gerechnet wird. Nehmen wir mal an, Christen würden in der heutigen Zeit ähnliche Massaker anrichten wies die extremen Radikalen des Islams heute tun, die Christen würden weltweit an den Pranger gestellt und die gemässigten Christen müssten alles unternehmen, dass der Extremismus gestoppt wird. Was tun denn die gemässigten Moslems heute dagegen ? Nichts, denn sie haben Angst, selber in den Strudel der Extremisten zu geraten, was einer Bedrohung deren Angehörigen darstellen würde. Die Todesspirale dreht unaufhaltsam weiter.

  • m.paul am 14.03.2013 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    So nicht!

    Das einbringen von Kreuzzügen durch Islamisten ist der Beweis wie weit diese hängengeblieben sind in der Entwicklung. Genau 500 Jahre! Diese Leute wollen zurück zum Altertum und wir wollen nach vorn. Wo bleibt die liebe wenn der Koran im Zusammenhang mit Hass auf den Westen zitiert wird. Katholiken in Islamländern haben 0 Rechte und die Islamisten wollen hier alle Rechten egal was es kostet. Das geht nicht!

  • atheist am 14.03.2013 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    hört mal auf!

    seitd em 11.9 wird ein richtiger propaganda krieg gegen die molems geführt. man sieht nur noch bärtige, burkas und terroristen wenn man etwas über den islam liest. diese bilder werden gezielt gebraucht, damit wir nur schlechtes mit dem islam assoziieren. sie werden beschimpft, bedroht, ihre länder ausgebeutet und zerstört. und dann ist man noch so frech und nimmt ihnen das letzte was sie noch haben, ihren glauben, indem sie prophete mit verunglimpfen und ins lächerliche ziehen.

  • Ungläubiger Mensch am 14.03.2013 10:09 Report Diesen Beitrag melden

    Religionen

    Ohne Religionen wäre unsere Welt etwas friedlicher.

  • Morphium am 14.03.2013 08:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Extrem

    Alles was extrem ist, ist schlecht.