Geheimnis gelüftet

18. Dezember 2017 07:18; Akt: 18.12.2017 07:50 Print

Saudi-Kronprinz besitzt das teuerste Haus der Welt

Zwei Jahre lang war unklar, wer sich das Mega-Schloss nahe Paris geleistet hat. Jetzt ist klar: Der Käufer stammt aus Saudiarabien und ist kein Unbekannter.

Wechselte für über 300 Millionen US-Dollar den Besitzer: Das Château Louis XIV nahe Paris. (Video: Tamedia)
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Das Château Louis XIV nahe Paris gilt als das «teuerste Haus der Welt»: Das Anwesen verfügt über eine 23 Hektar grosse Parkanlage mit einem Blattgold-Springbrunnen, einen unteriridischen Nachtklub, einen Ruhesaal inmitten eines Aquariums und viele andere pompöse Details, die bekannt wurden, als es 2015 für mehr als 300 Millionen Dollar den Besitzer wechselte.

Der Käufer stamme aus Nahost, hiess es über ihn damals lediglich. Jetzt hat die «New York Times» dessen Identität enthüllt: Beim Besitzer der Mega-Villa handelt es sich demnach um den saudischen Kronprinzen und Verteidigungsminister Mohammed bin Salman. Der 32-Jährige gilt als treibende Kraft hinter Reformen zur Modernisierung im Königreich. Jüngst machte er Schlagzeilen, als er Anfang November zahlreiche Prinzen und hochrangige Beamte festnehmen liess – im Rahmen einer Antikorruptionskampagne, wie die Regierung begründete. Kritiker werfen Bin Salman vor, damit nur seine Machtstellung ausbauen zu wollen.

Luxus auf 5000 Quadratmetern Wohnfläche

Die französische Residenz liegt zwischen Versailles und Marly-le-Roi und wurde nach drei Jahren Bauzeit 2011 fertiggestellt. In Auftrag gegeben worden war das Prunkstück von Emad Khashoggi, einem französisch-arabischen Geschäftsmann, den die Bauweise des 17. Jahrhunderts faszinierte. Viele Decken sind mit Stuck und Gemälden nach historischem Vorbild verziert. Die Wohnfläche des Gebäudes erstreckt sich über 5000 Quadratmeter und ist hochmodern ausgestattet, unter anderem mit Suiten, einem eigenen Kino, einem Riesenschwimmbad und einem Weinkeller.

Das teuerste Haus der Welt

Als Highlight beschreibt der Bauprojektentwickler Cogemad den Garten: «Mit elegant angepflanzter Gartenkunst, einem leuchtend vergoldeten Brunnen, einer unendlichen Anzahl von Blumen, Marmorstatuen, Reitwegen und einem Heckenlabyrinth erinnern die Parkanlagen und Gärten auf dem Grundstück an das Genie von Le Notre», heisst es auf seiner Seite mit Bezug auf den Gärtner des Sonnenkönigs Louis XIV.

Bin Salman kauft gern teuer ein

Das Anwesen ist der «Times» zufolge noch lange nicht die extravaganteste Anschaffung Bin Salmans. Zu seinen Einkäufen zählen etwa eine Yacht für 500 Millionen Dollar und ein 450 Millionen Dollar teures Original von Leonardo da Vinci. Bei Letzterem teilte das Auktionshaus Christie’s später mit, das Kulturministerium von Abu Dhabi und nicht der Kronprinz habe das Gemälde «Salvator Mundi» ersteigert. Der Königsfamilie nahe stehende Personen beharrten jedoch darauf, beim Käufer handle es sich um Bin Salman.

(kko)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rene Obfelden am 18.12.2017 07:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Infrastruktur

    Er hätte das Geld besser in die schlechte Infrastruktur in seinem Lande investiert.

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  • MeinerEiner am 18.12.2017 07:47 Report Diesen Beitrag melden

    Sieht toll aus

    Sehr schönes Anwesen muss ich gestehen. Währe mir zwar zu gross und ständig mit den Navi die Toilette zu suchen auch zu anstrengend.

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  • Tintin am 18.12.2017 07:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie bitte?

    Kapitän Haddock hat Mühlenhof an einen arabischen Kronprinz verkauft?! Das kommt mir ziemlich faul vor ... besser ich gehe der Sache mal auf den Grund.

Die neusten Leser-Kommentare

  • TrurthHurts am 19.12.2017 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Öl Geld

    Gute Anlage wenn mal Öl nicht fliessen sollte.

  • Corrado Marinaro am 19.12.2017 07:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Glückstopf

    Irgendjemand musste ja in diesen Glückstopf fallen ...

  • thommy am 19.12.2017 06:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ungemütlich

    ich würde nich in einem Museum wohnen wollen. sieht gar nicht gemütlich aus.

  • gugus am 19.12.2017 05:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stimmt nicht.

    Wenn man sich richtig Informieren würde wüsste man das die Villa Leopolda in Frankreich knapp 500 mio kostet und damit teurer ist als vom Öl-Mann.

  • Franz K. am 19.12.2017 00:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Durch unmenschlich harte Arbeit reich geworden

    Er ist so reich, weil er das Öl über Millionen von Jahren hergestellt und gefördert hat.

    • chzer am 19.12.2017 03:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Franz K.

      Warten wir mal ab .Ich sehe den Oel Preis pro Barel gegen ende August 2018 unter 40 Dollar.

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