Bürgerkrieg im Jemen

20. Juni 2015 11:48; Akt: 21.06.2015 20:41 Print

Saudis bombardieren Flughafen von Saana

Fortschritte, aber keine Einigung: Nach den Friedensgesprächen kam es im Jemen zu neuen Luftangriffen.

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Die Hutu-Rebellen und mit ihnen verbündete Kräfte des früheren Präsidenten Ali Abdullah Salih haben im Jemen grosse Teile des Landes unter Kontrolle gebracht: Rauch über Sanaa nach einem Selbstmordanschlag. (17. Juni 2015) (Bild: Keystone/Yahya Arhab)

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Nach dem Scheitern der Jemen-Friedensgespräche in Genf hat Saudiarabien seine Luftangriffe in dem Bürgerkriegsland fortgesetzt. Flugzeuge hätten in der Hauptstadt Sanaa Stellungen der schiitischen Houthi-Rebellen bombardiert, berichteten Anwohner. Angegriffen worden sei unter anderem der internationale Flughafen. Über der Stadt stiegen dicke Rauchsäulen auf. Angaben über mögliche Opfer gab es zunächst nicht.

Die UNO-Friedensgespräche in Genf waren am Freitag ohne Einigung zu Ende gegangen. Es habe jedoch einige Fortschritte gegeben, auf denen in naher Zukunft aufgebaut werden könne, sagte der UNO-Sondergesandte für den Jemen, Ismail Ould Scheich Ahmed.

Nächster Termin steht noch nicht

Der Aussenminister des Jemen Riad Jassin beschuldigte die Houthi, sie hätten bei den Gesprächen Fortschritte wie einen dauerhaften Waffenstillstand verhindert. Ein Termin für weitere Gespräche steht bislang nicht fest.

Die Houthi-Rebellen und mit ihnen verbündete Kräfte des früheren Präsidenten Ali Abdullah Salih haben im Jemen grosse Teile des Landes unter Kontrolle gebracht. Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi und die Regierung sind nach Riad geflohen. Die von Saudiarabien geführte Koalition bombardiert seit Ende März Stellungen der Houthi und ihrer Verbündeten, ohne diese aber bislang aufhalten zu können.

(dia/sda)