Aufruhr in Arabien

13. Februar 2011 16:21; Akt: 13.02.2011 16:34 Print

Schläge gegen Demonstranten im Jemen

Bei Protesten gegen die Regierung in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa wurden mehrere Demonstranten verletzt und 23 festgenommen.

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In Sanaa ging die Polizei mit Schlagstöcken gegen Demonstranten vor.

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Mehrere tausend Menschen, darunter zahlreiche Studenten, forderten am Sonntag in Sanaa politische Reformen und den Rücktritt von Präsident Ali Abdullah Saleh. Die Demonstranten riefen «Die Menschen wollen das Regime stürzen». Als sie versuchten, den zentralen Platz in Sanaa zu erreichen, wurden sie von Polizisten mit Schlagstöcken zurückgedrängt. Nach Augenzeugenberichten wurden mehrere Demonstranten verletzt und 23 von ihnen festgenommen.

Busse brachten Mitglieder der Regierungspartei auf den Platz, der wie in Kairo Tahrir-Platz heisst. Sie sollten dabei helfen, eine Versammlung der Demonstranten auf dem Platz zu verhindern. Die Regierungsanhänger hatten Zelte, Essensvorräte und Wasser dabei. Der Platz war mit Stacheldrahtzaun abgeriegelt.

Augenzeugen berichteten, über Nacht auf dem Tahrir-Platz stationierte Polizisten in Zivil und Regierungsanhänger hätten von örtlichen Beamten Khat-Blätter bekommen. Die Blätter des afrikanischen Khatstrauchs haben eine stimulierende Wirkung.

Demonstranten wollen Präsidenten los werden

Es war der dritte Tag in Folge, dass Tausende Jemeniten auf die Strassen zogen, um gegen die Regierung zu protestieren. Sie feierten den Rücktritt des ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak und forderten die Entmachtung ihres eigenen Präsidenten. Der seit drei Jahrzehnten regierende Saleh hatte bereits zugesagt, nicht erneut zu kandidieren.

(ap)