König spricht Klartext

13. Dezember 2011 07:29; Akt: 13.12.2011 07:51 Print

Schluss mit dem bösen Schwiegersohn

Iñaki Urdangarín, Schwiegersohn des spanischen Königs Juan Carlos, wird wegen seiner möglichen Verwicklung in einen Finanzskandal vorerst nicht mehr an offiziellen Aktivitäten des Königshauses teilnehmen.

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Iñaki Urdangarin (1. v. r.) wird nicht mehr an an offiziellen Aktivitäten des Königshauses teilnehmen. (Bild: Reuters/Dani Cardona)

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Wegen seiner mutmasslichen Verwicklung in einen Finanzskandal darf der Schwiegersohn des spanischen Königs Juan Carlos nicht länger an offiziellen Auftritten der Familie teilnehmen. Dies hätten der Palast und Inaki Urdangarin, der Ehemann von Prinzessin Cristina, gemeinsam beschlossen, sagte ein Sprecher des Königshauses in Madrid.

Der Verwaltungschef des Königshauses, Rafael Spottorno, bezeichnete das Verhalten Urdangaríns als «nicht vorbildhaft». Er kündigte an, dass der Palast zudem bei seinen Finanzen künftig mehr Transparenz walten lassen werde: Ab Ende dieses Jahres soll auf der Internetseite des Königshauses das aufgeschlüsselte Budget der Monarchen einsehbar sein.

Als erstes Mitglied der Königsfamilie vor Gericht

Der 43-Jährige soll über eine Stiftung zwischen 2004 und 2006 von öffentlichen Aufträgen sechs Millionen Euro in eigene Geschäfte gelenkt haben. Urdangarin, Herzog von Palma de Mallorca, hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Angeklagt wurde er bisher nicht, doch er läuft Gefahr, als erstes Mitglied der königlichen Familie in den nächsten Wochen unter Anklage gestellt zu werden.

Das Paar lebt mit vier Kindern in Washington, wo Urdangarin für das spanische Telekommunikationunternehmen Telefónica arbeitet.

(kle/ap)

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