Armband im Tiefschnee

18. Januar 2014 18:47; Akt: 18.01.2014 19:06 Print

Schumi hat sein Glück verloren

Bergretter haben mehr als zwei Wochen nach dem schweren Ski-Unfall das Glücksarmband von Michael Schumacher im Tiefschnee gefunden. Der Formel-1-Star liegt noch immer im Koma.

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Am 9. September 2014 wurde bekannt, dass Michael Schumacher zur Reha vom Spital nach Hause darf. Am 5. August ist ein Mitarbeiter der Rega wegen dringendem Tatverdacht, die Schumacher-Akte weitergegeben zu haben, verhaftet worden. Einen Tag später fand man ihn erhängt in seiner Zelle. Ein Arztbericht über Schumacher wurde gestohlen - obwohl er offenbar unter einem Decknamen im Verzeichnis abgelegt war. Die Behörden ermitteln. Der ehemalige Formel-1-Rennfahrer wurde von Grenoble ins Universitätsspital Lausanne CHUV verlegt, wie Schumachers Managerin Sabine Kehm mitteilte. Corinna Schumacher will, dass ihr Mann in ihrer Villa am Genfersee medizinisch versorgt wird. Der deutsche Formel-1-Rennfahrer Nico Rosberg ist beim Rennen in Melbourne auch bei Michael Schumacher - die Seite seines Mercedes ziert «#KeepFightingMichael». Schumis früherer Formel-1-Kollege Philippe Streiff kritisiert, dass der Felsabschnitt, wo Schumacher verunfallte, nicht abgesperrt war. Ferrari-Fans aus aller Welt pilgerten an Schumachers 45. Geburtstag am 3. Januar 2014 zum Spital in Grenoble. Sie gratulierten ihrem Idol und spendeten still Kraft. Auch Flaggen durften nicht fehlen. Die Familie bedankte sich am 2. Januar auf Schumis Website für die grosse Anteilnahme. Bruder Ralf (links) und Vater Rolf Schumacher betreten das Spital. Das Spital in Grenoble, in dem Michael Schumacher im Koma liegt, wird von zahlreichen Journalisten aus der ganzen Welt belagert. Angeblich wurden wichtige Arbeitsabläufe im Spital behindert, weshalb die Medien am 2. Januar vom Gelände verbannt wurden. Am 1. Januar traf Jean Todt (links), Präsident des Automobil-Weltverbands FIA und ehemaliger Teamchef von Ferrari, in Grenoble ein. Rolf Schumacher (M.) vor der Uniklinik in Grenoble, wo sein Sohn schwer verletzt auf der Intensivstation liegt. Vater Rolf und Bruder Ralf Schumacher. Schumacher-Fans zeigen ihre Unterstützung vor dem Spital von Grenoble, drapieren Ferrari-Flaggen. Die Uniklinik in Grenoble: Hier liegt Michael Schumacher auf der Intensivstation, nachdem er bei einem Skiunfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitt. Die französischen Professoren Jean-François Payen (l.) und Emmanuel Gay (r.) informieren gemeinsam mit Professor Gérard Saillant an der zweiten Medienkonferenz zu Schumachers Zustand am 31. Dezember 2013. Die Klinikdirektorin Jacqueline Hubert gibt an der Medienkonferenz Auskunft. Das internationale Interesse am Gesundheitszustand des Formel-1-Stars ist riesig. Ein Mann wirft eine Nachricht in den Briefkasten des Schumacher-Anwesens in Gland VD. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister erhält Genesungswünsche aus aller Welt. Ein Helikopter vor dem Spital in Grenoble. Hier befindet sich Michael Schumacher nach einem Skiunfall in den französischen Alpen. (29. Dezember 2013) Hätte er keinen Helm getragen, wäre Schumacher jetzt mit Sicherheit nicht mehr am Leben, meinen die Ärzte an der ersten Pressekonferenz am 30. Dezember. Sein Zustand sei kritisch, man wage keine Prognose. Schumacher hat ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Spital-Direktor Jean-Marc Grenier spricht vor den Medien. Vor dem Spital haben sich Schumi-Fans versammelt. Sie sind in Gedanken bei ihrem Idol. Der siebenfache Formel-1-Weltmeister gilt als passionierter Skifahrer. In Madonna di Campiglio ist sogar eine Piste nach ihm benannt.

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Weil Michael Schumacher ohne sein Glücksarmband ins Spital eingeliefert wurde, machten sich mehrere Retter auf die Suche danach. Der Talisman wurde schliesslich nahe der Unfallstelle im Tiefschnee gefunden. Das Armband soll ein Geschenk seiner Ehefrau Corinna sein, wie «bild.de» berichtet. Schumi hatte auch bei Formel-1-Rennen häufig einen Glücksbringer dabei.

Schumachers Managerin, Sabine Kehm, hatte sich gestern Freitag zu Wort gemeldet. «Michaels Zustand wird weiterhin als stabil angesehen.» Die Ergänzung «kritisch» fehlte in der Medienmitteilung erstmals.

«Schumacher wird nicht mehr der Alte sein»

Dass sich der Formel-1-Star noch immer im Koma befindet, ist für Neurologe Erich Riederer ein schlechtes Zeichen: «Komapatienten versucht man üblicherweise innert zwei bis drei Wochen aufwachen zu lassen, nachdem die Narkosemittel langsam zurückgefahren worden sind.» Dass diese Massnahme noch nicht eingeleitet worden sei, deute auf eine gravierende Hirnverletzung hin. «Der Ausgang ist völlig ungewiss, Schumacher könnte noch Monate im Koma liegen», sagt Riederer.

Je nach Art und Schwere der Hirnverletzung müsse mit motorischen und kognitiven Einschränkungen gerechnet werden, etwa mit Lähmungen, Sprechstörungen, Lese- oder Rechenschwierigkeiten. «Es kann sein, dass er selbst für die kleinsten Verrichtungen Hilfe braucht», erklärt der Neurologe. Zudem würden Patienten mit vergleichbaren Hirnverletzungen eine Wesensänderung durchmachen: «Schumacher wird nicht mehr der Alte sein.» Es könne zu Introvertiertheit oder sogar zu aggressivem Verhalten kommen, was «für die Angehörigen oft sehr schwierig» zu handhaben sei. Wie gross das Rehabilitationspotenzial sei, könne allerdings erst nach dem Aufwachen beurteilt werden.

Michael Schumacher ist vor rund drei Wochen beim Skifahren in den französischen Alpen schwer gestürzt. Seither liegt er im Spital in Grenoble im Koma. Die Ärzte haben ihn bereits zweimal am Kopf operiert.

(pat/woz/hvw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • L.G. am 18.01.2014 19:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Hoffnung stirbt zuletzt!!

    Die Hoffnung stirbt zuletzt! Ich war nach einer Krankheit im Rollstuhl und meine Beine waren gelähmt. Die Ärzte sagten mir damals, ich könnte nie mehr laufen. Heute bin ich gesund und laufe wie vorher. Dann sagten die Ärzte, ich könnte nie Kinder kriegen und ich habe heute eine gesunde Tochter. Man sollte nicht alles glauben, den die Hoffnung stirbt zuletzt. Schumi ist ein Kämpfer!

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  • As am 18.01.2014 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kopfschüttel......

    Ganz ehrlich , kein Schwein würde nach meinem Glücksbringer Suchen. Mehrere !!!!!! Mitarbeiter suchen!!! So n Witz. In der zeit hätten andere gerettet werden können oder sonstige wichtigere Aufgaben. Kopfschüttel....... Das glücksarmband hat ihm ja eh nicht viel gebracht.......

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  • Fred am 19.01.2014 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lasst die Natur entscheiden

    Ein tragisches Erreignisse dass immer in gleicher oder ähnlicher Form vorkommen wird. Ich bin der Meinung dass jetzt Vernunft herrschen muss! Lasst der Natur ihren Lauf. Schumi, oder besser gesagt, sein Körper wird ohne Medikamente selber entscheiden wie und ob es weiter geht! Auch wenn es hart ist dies zu akzeptieren: jeder muss einmal gehen! Nur noch als sabbender Lappen, der wahrscheinlich nichts mehr versteht oder begreift, möchte ich nicht mehr leben!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Pat Jak am 19.01.2014 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Da ja...

    ...sonst selten bis nie über solche Unfälle und ihre Auswirkungen geschrieben wird, finde ich es gut, dass man jetzt darüber schreibt. Diese Berichte sollten auch dazu da sein, den Menschen zu zeigen, dass es jeden treffen könnte, egal wie, und dass man diese Menschen, die es persönlich betrifft nicht einfach vergisst, egal um wenn es sich handelt. Sonst, aus dem Kopf aus dem Sinn.

  • Fred am 19.01.2014 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lasst die Natur entscheiden

    Ein tragisches Erreignisse dass immer in gleicher oder ähnlicher Form vorkommen wird. Ich bin der Meinung dass jetzt Vernunft herrschen muss! Lasst der Natur ihren Lauf. Schumi, oder besser gesagt, sein Körper wird ohne Medikamente selber entscheiden wie und ob es weiter geht! Auch wenn es hart ist dies zu akzeptieren: jeder muss einmal gehen! Nur noch als sabbender Lappen, der wahrscheinlich nichts mehr versteht oder begreift, möchte ich nicht mehr leben!

  • Brunnschweiler Otto am 19.01.2014 12:14 Report Diesen Beitrag melden

    Erfahrung

    Meine Frau erlitt durch eine Hirnblutung eine Hirnschädigung. Seit diesem Ereignis ist Sie eine andere Person.

  • Walter Portmann am 19.01.2014 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    Schumi einfach mal vergessen

    Hört doch endlich auf mit dem Schreiben über Schumi. Selber schuld am Unfall und wer das Risiko permanent sucht, kommt eben darin um oder wird schwer verletzt. Dies passiert Tausenden pro Jahr und keiner schreibt eine Zeile über die anderen.

    • Jenni am 19.01.2014 12:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Echt jetzt? Immer noch nicht begriffen warum?

      Wieso sollte man über andere schreiben, interessiert niemand! Schumi halt schon! Und wenns dich nicht interessiert einfach nächsten Beitrag lesen und diesen überspringen! Gibt doch genug zu lesen! Sonst halt ein Buch in die Hand nehmen

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  • Sonja Diriwächter am 19.01.2014 10:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lässt Sie endlich in Ruhe

    Was Michael Schuhmacher und seine Fanilie jetz braucht ist Ruhe. Keine Mutmassungen die die Angehörigen noch mehr belasten, keine Sensationsberichte, nur einfach Ruhe wie eine ganz normale Familie die nicht Berühmt ist. Wieso kann dies nicht akzeptiert werden. Meine Mutter lag im Koma, zwar nicht nach einem Unfall, sondern nach einer Op ist Sie nicht mehr aufgewacht. In dieser Zeit war man so hin und her gerissen. Ich war Froh wenn mich die Leute in Ruhe liessen mit Ihren Fragen. Ruhe ist alles was man in dieser Lage braucht. Akzeptiert dies dich endlich