In Spanien gefasst

30. Oktober 2019 21:37; Akt: 30.10.2019 23:56 Print

Schwedin erstellte Pornos von Töchtern (8 und 14)

Eine 35-jährige Schwedin hat Sex-Filme gedreht, in denen ihre Töchter die Hauptrolle spielten. Lange war sie auf der Flucht – bis eines der Mädchen ein Foto von sich postete.

In Spanien wurde eine schwedische Mutter festgenommen. Die 35-Jährige hatte Porno-Filme mit ihren Töchtern gemacht. (Video: Twitter/Guardia Civil)
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Ein spanischer Polizist hat durch Zufall einen Fall sexuellen Missbrauchs an Kindern aufgedeckt: Der Leutnant der Guardia Civil schaute sich die Fotos eines 14-jährigen Mädchens auf Social Media an, von dem er wusste, dass es Opfer von Pädophilen war. Auf einem der Bilder erkannte der Polizist eine Gegend im Süden Spaniens, weil er dort schon oft selber mit seiner Familie die Sommerferien verbracht hatte. Diese Entdeckung brachte den Stein ins Rollen.

Die spanische Polizei arbeitete schon länger in Kooperation mit Europol und der Polizei in Schweden. Die Ermittlungen hatten im skandinavischen Land begonnen: Die Behörden hatten ein Netzwerk von Müttern aufgespürt, die Sex-Videos mit den eigenen Kindern produzierten, um diese dann im Internet zu kommerzialisieren.

Auf der Flucht, immer wachsam

Im Laufe der Untersuchung konnten zwei Personen festgenommen werden, ein dritte involvierte 35-jährige Frau namens Carola schaffte es aber, mit ihren fünf Kindern aus Schweden zu flüchten. Sie reiste zunächst nach Malta und vor dort nach Andalusien. Dann verlor sich die Spur. Die schwedische Polizei bat daraufhin die Behörden in Spanien um Hinweise und stellte die Daten der gesuchten Frau sowie die der Opfer zur Verfügung.

Lange konnte die Guardia Civil die schwedische Mutter nicht ausfindig machen. Wie «El Mundo» berichtet, hielt sich Carola mit ihren Kindern nie länger als zwei Wochen am selben Ort auf. Sie wohnte bei Bekannten, mietete nie unter ihrem Namen ein Haus oder eine Wohnung.

Mutter sitzt schon im Gefängnis

Erst als die Fotos der 14-jährigen Tochter im Netz auftauchten, hatte die spanische Polizei einen Anhaltspunkt: Mit Google Street View analysierte der Leutnant der Guardia Civil die Ortschaft Benalmádena an der Costa del Sol ganz genau, bis er den Balkon entdeckte, auf dem das Bild des Mädchens entstanden war.

An einem frühen Morgen traf die Polizei beim Haus ein. Carola wurde auf der Stelle verhaftet. Bei der Einvernahme durch die Polizei gestand die Schwedin, Porno-Filme von ihren beiden Töchtern im Alter von 8 und 14 Jahren gedreht zu haben. Sie selber habe auch in zahlreichen Pornos mitgespielt, gab sie zu, doch die würden nicht so viel Geld einbringen. Die Filme mit ihren Mädchen habe sie wegen Geldnot gemacht, erklärte sie.

Wie der Sender «Telecinco» berichtet, fanden die Behörden 20 Filme im Haus, in denen die Mädchen zu sehen sind. Darin berührt Carola ihre Kinder unsittlich. Die Gesichter der Mädchen sind gut erkennbar. Auch der tätowierte Arm der Mutter ist in den Aufnahmen klar zu sehen.

Weil keiner der Filme in Spanien gedreht worden war, wurde Carola nach Schweden ausgeliefert. Dort wurde sie nun zu sechs Jahren Haft verurteilt. Auch die fünf Kinder wurden inzwischen zurück nach Schweden gebracht und bei Pflegefamilien untergebracht.

(kle)