Aus Solidarität

19. August 2013 20:57; Akt: 19.08.2013 22:02 Print

Schwedinnen tragen heute Kopftuch

Ein Mann hat in Schweden eine schwangere Muslima, die einen Hidschab trug, angegriffen und verletzt. Jetzt schlagen viele Schwedinnen zurück und protestieren auf ihre Art gegen diesen islamfeindlichen Akt.

TV-Diskussion über den Vorfall mit Vertreterinnen von hijabuppropet (YouTube)
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Nach einer brutalen Attacke auf eine Kopftuch tragende Muslimin übten heute Montag Dutzende von Schwedinnen auf aussergewöhnliche Weise Solidarität mit dem Opfer: Zahlreiche Frauen unterschiedlicher Konfessionen stellten Fotos ins Internet, die sie ihrerseits mit der traditionellen islamischen Kopfbedeckung zeigen.

Anlass der Aktion war ein Zwischenfall im Stockholmer Stadtteil Farsta am vergangenen Freitag. Ein unbekannter Angreifer ging auf eine schwangere Frau mit Hidschab los und schlug ihren Kopf gegen ein Auto, wie Polizeisprecher Ulf Hoffman mitteilte. Der Mann habe bei seiner Attacke lautstark Sprüche von sich gegeben, die auf ein religiöses Motiv schliessen liessen, fügte er hinzu.

Bissige Kommentare

An der Solidaritätsaktion beteiligten sich neben der Vorsitzenden der schwedischen Grünen, Asa Romson (Bild), auch die Abgeordnete Veronica Palm von den Sozialdemokraten. Mit der Geste wolle man auf Schikanen aufmerksam machen, mit denen sich Kopftuch tragende Frauen in Schweden konfrontiert sähen, erklärten die Initiatoren, eine Gruppe, die sich «Hijabupporpet» («Hidschab-Aufschrei») nennt. Die Gruppe hat bereits am Sonntag in der schwedischen Zeitung «Aftonbladet» einen Kommentar publizieren lassen, worin sie die schwedische Justizministerin aufrief zu garantieren, dass schwedische Musliminnen ungestört Kopftücher tragen können, schreibt onislam.net.

Die brutale Attacke rief auch die schwedischen Feministinnen auf den Plan, die sich mit ihren Schwestern, die Hasstiraden ausgesetzt sind, solidarisierten. Auf Twitter hat sich der Vorfall und die darauffolgende Solidarität unter dem hashtag #hijabuppropet rasch verbreitet.

(kub/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patrick M. am 20.08.2013 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Heuchler

    In Aegypten werden Christen getötet, das ist 20Min eine Randnotiz wert, aber hier gibts gleich ein Geschrei. Macht nur weiter so, ihr werdet sehen, was es euch bringt, wenn dann der Islam regiert. Nur weiter so.

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  • jess am 20.08.2013 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    @mike müller

    endlich jemand der es sieht! sobald etwas gegen einen moslem passiert, schreit die welt auf und da tönen die moslems aus allen richtungen! aber wen die christen angegriffen werden, wird WENÜBERHAUPT ein kleiner artikel gedruckt, ohne kommentar chance und beachtung.. wir gehen in die falsche richtung!

  • Erik Bogdanoff am 20.08.2013 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    Falsches Zeichen

    Die Solidarisierung ist ein Zeichen, dass so etwas wie eine Zivilgesellschaft existiert. Doch das Symbol, das Kopftuch ist absolut verheerend, weil es von denjenigen wieder instrumentalisiert, welche selber auf Frauen losgehen. Und meist noch mit verheerenderen Folgen für die Betroffenen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • J. Meyer am 20.08.2013 21:04 Report Diesen Beitrag melden

    Meine liebe Jessica Sánchez,

    mir persönl. ist das völlig wurscht, ob ne Frau Kopftuch trägt oder nicht. Meine Oma trug auch Kopftuch wie viele Frauen ihrer Generation. Keiner kam auf die Idee, dies als relig. Zeichen zu werten oder die Frau als diskriminiert zu betrachten. Erst, als musl. Einwanderer vermehrt nach Europa kamen, wurde es immer mehr zum polit. Streibild, vor allem bei extrem relig. Kleidung. Es passt nicht in unsere kulturelle Welt wie wir mit unseren Werten auch nicht in deren Welt passen, wobei die aber wenig Federlesen gemacht hätten. Entscheidend ist aber eher die Integration, als der Kleidungsstil.

  • Roger Ledergerber am 20.08.2013 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    @Jessica Sanchez

    Nun hören Sie doch auf. Sie selber verurteilen hier die jüdische Gemeinschaft genau auf die selbe Weise, wie es die Christen zur Zeit mit den Muslimen tun. Ich bin selber Jude, jedoch trage ich weder eine Kipa, noch esse ich koscher, noch verweigere ich am Samstag (Sabbat) die Arbeit. Sie sollten sich eben nicht nur in den grossen Städten und in der Nähe von Synagogen nach Beispielen umsehen. Und was die Vergangenheit angeht: Passiert ist passiert. Was Leute wie ich tun: Wir machen weiter und halten uns nicht mit Vergangenem auf. Das sollten Sie vielleicht auch einmal in Erwägung ziehen...

  • Old Samson am 20.08.2013 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    Kampf der Kulturen

    Einigen Kommentatoren hier würde es gut tun mal ein Buch über das Thema Kultur und Relgion zu lesen... Empfehlenswert: "Kampf der Kulturen" von Samuel Phillips Huntington

  • jess am 20.08.2013 11:02 Report Diesen Beitrag melden

    @mike müller

    endlich jemand der es sieht! sobald etwas gegen einen moslem passiert, schreit die welt auf und da tönen die moslems aus allen richtungen! aber wen die christen angegriffen werden, wird WENÜBERHAUPT ein kleiner artikel gedruckt, ohne kommentar chance und beachtung.. wir gehen in die falsche richtung!

  • Patrick M. am 20.08.2013 10:38 Report Diesen Beitrag melden

    Heuchler

    In Aegypten werden Christen getötet, das ist 20Min eine Randnotiz wert, aber hier gibts gleich ein Geschrei. Macht nur weiter so, ihr werdet sehen, was es euch bringt, wenn dann der Islam regiert. Nur weiter so.

    • Nobody am 21.08.2013 12:38 Report Diesen Beitrag melden

      Dito

      In Aegipten werden auch Muslime ermordet! Im irak ebenfalls. Und natürlich in Afganistan und anderswo.

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