Badeunfall auf Korsika

20. August 2019 21:12; Akt: 20.08.2019 21:45 Print

«Er muss sich etwas gebrochen haben»

Bei einem tragischen Badeunfall in Korsika kam ein Schweizer Familienvater ums Leben. Das Unispital Lausanne trauert um einen «sehr geschätzten Kollegen».

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nach einem Sprung von einer Klippe in einen Fluss ist am Montagabend ein 50-jähriger Schweizer ertrunken. Rettungskräfte bargen seinen Leichnam nach zwei Stunden aus mehreren Metern Tiefe. Der Mann weilte mit seiner Frau und seinen drei Kindern auf der Mittelmeerinsel Korsika.

Der Familienvater wohnte in der Westschweiz, wo er am Unispital Lausanne im Bereich der Ausbildung tätig war. Gestern Abend informierte das Spital seine Mitarbeiter über die schmerzliche Nachricht, wie ein Sprecher des Spitals gegenüber 20 Minuten bestätigt. In einer internen Mitteilung heisst es: «Die Direktion teilt den Schmerz seiner Kollegen und aller Personen, die mit ihm zusammengearbeitet haben. Unser Spital verliert einen sehr geschätzten Kollegen.» Man erweise ihm und seiner Familie die letzte Ehre.

Unglücklich gefallen

Erschüttert ist auch André Galinier, der Gemeindevorsteher von Chisa in Korsika. «Es sind an dieser Stelle gegen 20 Meter Höhe. Laut Augenzeugen ist er im Sprung falsch gefallen. Er muss sich dabei etwas gebrochen haben, wohl im Bereich der Halswirbel», sagt er zu 20 Minuten. Der Familienvater sei dann untergegangen. «Das Wasser ist an diesem Ort sehr tief.»

Die Stelle sei gefährlich, es komme immer wieder zu Unfällen. «Leider gibt es Leute, die Dinge wagen, die man nicht wagen sollte. Dieser Unfall ist besonders schlimm, weil jemand gestorben ist. Es ist tragisch, dass eine Familie so weit weg von zu Hause so etwas an einem so schönen Ort erleben muss.» Warnschilder gebe es bewusst keine, da der Fluss als wild klassifiziert sei.

Wie es in der nahen Umgebung der Unfallstelle aussieht, zeigt etwa Youtuber Sylvain Larmier:

Diese jungen Männer sprangen bei Les Trois Bassins von einer Höhe von 20,5 Metern und hielten es auf Video fest:

(daw)